Ars vivendi- Juni 2017

Ars vivendi

oder: Kleiner ist feiner

Yvonne Wolf 30/06/2017

Vor einiger Zeit war ich im Gespräch mit einer Freundin, bei dem sie irgendwann meinte: „Schrecklich, was da wieder im Land XY passiert ist, oder?“ – „Was ist denn passiert?“ war meine Antwort, und schon schauten mich zwei ungläubige Augen an. „Hast du etwas noch keine Nachrichten gesehen?“ – „Nein…“ Denn wisst ihr was? Ich schaue keine Nachrichten (sehr selten jedenfalls) und lese keine Zeitung, bzw. beschränke mich auf lokale Berichte. Und vielleicht täte es einigen Menschen gut, den täglichen Informationsfluss, der über unzählige Kanäle auf uns einprasselt, einfach mal ganz bewusst etwas zu drosseln…

Ich weiß. Jeden Tag passieren auf unserer Welt schlimme Dinge, schöne Dinge, fragwürdige Dinge, und und und. Das war schon immer so, das wird auch immer so sein. Der Unterschied heute ist: Wir bekommen alles mit, weil es technisch nunmal möglich ist. Wir sind mittendrin statt nur dabei. Natürlich gibt es für einige Menschen gute und triftige Gründe, sich über das Weltgeschehen akribisch zu informieren und immer up-to-date zu sein. Viele von uns verfolgen jedoch die Nachrichten, weil „man das eben so macht“, weil es als wichtig empfunden oder sogar als Pflicht angesehen wird. „Man muss doch wissen, was in der Welt so los ist“, hieß es oft in meiner Familie. Und ich frage: Muss man das? Für mich lautet die Antwort ganz klar: Nein.

Schon seit vielen Jahren habe ich für mich entschieden, dass ich meinen Blick lieber auf das richte, was mich, meine Familie, meine Freunde oder mein Umfeld betrifft. Denn hier spielt für mich die Musik, hier bin ich präsent und kann unmittelbar etwas in meinem Leben oder dem meiner Lieben bewirken. Bei aller Weitsicht, die wir heute haben, täte es dem Ein oder Anderen durchaus mal gut, den Blick wieder etwas enger zu fassen und auf sich bzw. sein Umfeld und die entsprechenden Bedürfnisse zu richten. Natürlich ist es tragisch, wenn man von Katastrophen und dergleichen erfährt; man sollte, meiner Meinung nach, nur aufpassen, dass man die eigenen Sorgen und Nöte, mögen sie im Vergleich auch noch so nichtig wirken, auch ernst nimmt- es ist immer das eigene Leben, das man zu leben hat. Und was nützt es mir, wenn ich top informiert bin und die Last der Welt auf meinen Schultern mittragen möchte, aber nicht mitbekomme, das der Mensch direkt neben mir meine Hilfe braucht oder sogar ich es bin, die wieder mehr in den Fokus rücken sollte?

Wie seht ihr das? In meinem Umfeld sind durchaus beide Seiten vertreten, wobei ich dieses Thema bislang auch noch nicht mit wirklich vielen erläutert habe. Aber ganz gleich, ob so oder so- ihr wisst ja: Jede Jeck is anders 😉

Ein Gedanke kommt mir in diesem Zusammenhang jedoch unweigerlich immer wieder in den Sinn: Vielleicht ist dies eines der vielen Tröpfchen, die manche Menschen entspannter durchs Leben gehen lassen…

Probiert es doch einfach mal aus! Ich verspreche euch: Man kriegt auch so noch genug mit- ob man will oder nicht 😉

In diesem Sinne: Nachrichtenfasten ist angesagt 😉

Bis bald,

            Yvonne

Rezension: „Wenn gestern unser morgen wäre“ von Kristina Moninger

Heute stelle ich euch ein wirklich schönes Buch vor, was ich vorab lesen und rezensieren durfte. Es ist das 2. Buch der Autorin Kristina Moninger und trägt den schönen Titel „Wenn gestern unser morgen wäre“. Vielen Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!

Sara lebt ein Leben, wie es sich so mancher wünscht: Sie ist beruflich erfolgreich, sieht gut aus und hat eine Beziehung zu einem ebenfalls erfolgreichen und gutaussehenden Mann. Doch dann trifft Sara eine Reihe von Entscheidungen, die dazu führen, dass ihr Leben aus der sonst so gut geplanten Bahn geworfen wird. Eine dieser Entscheidungen hat mit Matt zu tun, mit dem sie nach einer ausgelassenen Feier auf dem Dach landet. Das, was nach dieser unglaublichen Nacht geschieht, ist eine Kettenreaktion von Ereignissen, die scheinbar nicht zu stoppen ist und alles aufwirbelt. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Sara einen Unfall hat, mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus erwacht und sich die Uhren auf unerklärliche Weise um 10 Tage zurückgedreht haben. 10 Tage, an denen Sara mit dem Wissen von heute also alles verändern könnte, was vorher schiefgelaufen ist. Bei einigen Dingen mag das funktionieren; doch was, wenn man merkt, dass man es auch beim 2. Mal nicht anders machen kann, weil das Wissen von gestern im Weg steht…oder weil es vielleicht einfach so sein soll?!

Die Kurzzusammenfassung lautet: Einfach schön 🙂 Ich bin sehr begeistert von dieser Geschichte, und auch, wenn ich das Buch jetzt bereits seit ein paar Tagen ausgelesen habe, so verfolgt es mich weiterhin. Kristina Moninger hat in „Wenn gestern unser morgen wäre“ u.a. die großen Themen Liebe und Schicksal so miteinander verwoben, dass nicht nur eine sehr lesenswerte Liebesgeschichte entstanden ist, sondern der Leser auch Stoff zum Nachdenken erhält. Wenn man mit dem Wissen von heute die Zeit zurückdrehen könnte- wäre es tatsächlich möglich, etwas zu verändern? Oder gibt es Dinge, die das Schicksal in Stein gemeißelt hat und an denen man nicht rütteln kann, wenn vielleicht auch der Weg dorthin ein anderer ist? Sara jedenfalls will ihre unglaubliche Chance nutzen, um einige Dinge ungeschehen zu machen- doch nach und nach erkennt sie, dass sie mit den Jahren zu jemandem geworden ist, der sie eigentlich gar nicht sein möchte. Und Matt, mit dem das „Unheil“ seinen Anfang genommen hat, scheint genau der Richtige, um ihre hart erarbeitete Fassade zum Brökeln zu bringen. Es ist schön, die Entwicklung Saras im Verlauf zu erleben, denn eine Veränderung ist es, die man sich als Leser für sie erhofft. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe mir tatsächlich das erste Mal nach sehr langer Zeit einzelne Sätze im Buch markiert, weil ich sie einfach so schön fand und nicht vergessen wollte 🙂 Wer sich also in diesem Genre zu Hause fühlt, darf gerne zugreifen- sicherlich ein schönes Urlaubsbuch!

Bewertung: 5 von 5 Eulen

 

Auf einen Blick:

Wenn gestern unser morgen wäre“ von Kristina Moninger (erscheint am 28.6.2017)

Verlag: FeuerWerke Verlag

Seiten: 300 Seiten

ISBN-10: 3945362296

ISBN-13: 978-3945362297

Preis: 11,90 € (Taschenbuch) / 0,99 € (Einführungspreis Kindle)

 

Kinderbuchwoche – Tag #7

Ist es denn zu fassen? Es ist schon Sonntag, das heißt Tag #7 meiner Kinderbuchwoche! Dabei hätte ich noch so viele Bücher hier liegen 😉 Aber vielleicht baue ich ja ab jetzt immer mal wieder auch Kinderbücher in meine Routine ein- was meint ihr? Einfach so zwischendurch oder auch mal als Aktion zu einem bestimmten Thema… wir werden sehen!

Quelle: Amazon.de

Ich beende diese schöne Woche jedenfalls wie ich sie begonnen habe- nämlich mit einem Buch, in dessen Mittelpunkt sich ein Wolf befindet. „Ich bin der Stärkste im ganzen Land“ wurde von Mario Ramos geschrieben und ist im Verlag Beltz & Gelberg erschienen. Wie schon das andere Wolf-Buch ist auch dieses zur Geburt meiner Tochter bei uns eingezogen, und ich glaube, wir lesen es ungefähr seit meine Tochter 19Monate alt ist. Eines schönen Tages beschließt der Wolf, der sich grade satt gegessen hat und durch den Wald streift, mal herauszufinden, was denn so alles über ihn erzählt wird. So fragt er jedes Wesen, dem er auf seinem Spaziergang begegnet, wer denn der Stärkste im ganzen Land sei! Und natürlich antworten sie alle das Gleiche- wer traut sich auch schon, dem großen, bösen Wolf seine Position streitig zu machen? Nur ein kleiner, unscheinbarer Kröterich scheint irgendwie anderer Meinung zu sein- lässt sich der Wolf das gefallen? Auch dieses Buch gehört zu den Rennern bei uns zu Hause! Es ist einfach zu herrlich, wie man dem Wolf regelrecht beim Wachsen seines Egos zusehen kann, weil jeder ihm bestätigt, wie stark und fürchterlich er ist – nur um dann am Ende festzustellen, dass es immer noch jemanden gibt, der größer ist 🙂 Die Altersempfehlung für dieses Buch liegt bei 4-6 Jahren. Natürlich können Kinder um die 2 Jahre noch nicht den vollen Sinn der Geschichte erfassen- und doch finde ich, dass sie sich sicherlich das Ein oder Andere herausziehen, wenn man die Geschichte altersentsprechend sprachlich begleitet. Durch die ansprechende grafische Gestaltung und den übersichtlich gehaltenen Text können auf jeden Fall auch jüngere Kinder auf ihre Kosten kommen und ihren Spaß haben!

Auf einen Blick: 

„Ich bin der Stärkste im ganzen Land“ von Mario Ramos

Verlag: Beltz & Gelberg

Seiten: 32

ISBN-10: 3407760418

ISBN-13: 978-3407760418

Preis: 6,50 (Taschenbuch von Minimax) / 11,95 € (gebunden, aus dem Moritz Verlag)

Kinderbuchwoche – Tag #6

Ein neuer Tag, ein neues Kinderbuch für euch!

Quelle: Amazon.de

Heute habe ich mal ein Buch aus der Kategorie „Wimmelbücher“ ausgesucht. Wir besitzen mittlerweile einige davon, und sie sind auch alle auf ihre Art und Weise schön, aber dieses hier finde ich doch irgendwie besonders. Es heißt „Nacht-Wimmelbuch“, ist von Rotraut Susanne Berners und im Gerstenberg Verlag erschienen. Ich habe es vor ca. 2 oder 3 Monaten für kleines Geld auf einem Trödelmarkt erstanden, und seitdem wird es regelmäßig und mit großer Aufmerksamkeit bei uns angeschaut. Auf insgesamt 16 Seiten befinden wir uns in Wimmlingen und haben die einmalige Möglichkeit, die Einwohner des Städtchens nachts zu beobachten bzw. einige von ihnen von Seite zu Seite zu begleiten. Da kann man einen Blick in Häuser erhaschen, und sehen, wer zu dieser Zeit noch wach ist. Die Polizei ist im Einsatz, ein verliebtes Pärchen geht spazieren, und ganz hinten…ist das ein Einbrecher, der unauffällig durch den Ort schleicht? Am Ende treffen wir die Meisten von ihnen beim großen Feuerwerk im Park wieder- ein schöner Abschluss für eine warme Sommernacht. Das Schöne, was natürlich mit dem Thema „Nacht“ zusammenhängt, ist die Tatsache, dass es zwar immer noch ein Wimmelbuch ist, in dem es viel zu entdecken und zu erzählen gibt, es aber schon deutlich übersichtlicher gestaltet ist, als Bücher mit Szenarien, die am Tage spielen. Dadurch wirkt es für mich im Ganzen irgendwie ruhiger. Die Altersempfehlung für dieses Buch liegt bei „ab 24 Monaten“ – hier würde ich einfach nach dem Entwicklungsstand des Kindes gehen. Wimmelbücher werden vor allem dann interessant, wenn der aktive und passive Wortschatz schon etwas angestiegen ist und die Kinder wie kleine Schwämme durch die Gegend laufen, alles Neue regelrecht aufsaugen und auf der ständigen Suche nach neuen Wörtern und Zusammenhängen sind. Richtig interessant wurden Wimmelbücher für meine Tochter ca. ab dem 16./17. Monat. Die angesetzten 24 Monate hier sicherlich ein guter, erster Anhaltspunkt.

Auf einen Blick:

Nacht-Wimmelbuch“ von Rotraut Susanne Berners

Verlag: Gerstenberg

Seiten: 16

ISBN-10: 3836951991

ISBN-13: 978-3836951999

Preis: 12,90 €

Kinderbuchwoche – Tag #5

Da sind wir doch tatsächlich schon bei Tag #5 meiner Kinderbuchwoche angekommen- ganz schön schnell, oder? Aber noch ist die Woche ja nicht vorbei…

Quelle: Amazon.de

Heute habe ich wieder ein sehr, sehr schönes Buch im Gepäck. Es ist aus der Reihe „Guck mal, wer da ist“ aus dem Usborne Verlag, mit Illustrationen von Simona Dimitri. Und seit ich diese Buchreihe kenne, ist der dazugehörige Verlag einer meiner liebsten geworden- denn es gibt dort so viele wundervoll gestaltete Bücher… ihr müsst euch da unbedingt mal durchstöbern. Für heute habe ich den Teil „Im Garten“ herausgesucht; wir besitzen zwar auch noch 2 andere…aber ich musste mich ja für eins entscheiden 😉 Auf 14 kunterbunten Seiten, die mit übersichtlichem Text ausgestattet sind, haben wir hier die Möglichkeit, einen kleinen Garten zu entdecken und ganz genau hinzuschauen. Wir schauen uns den Teich an, einen Komposthaufen, einen Schuppen, und, und, und. Um es noch spannender zu machen, als es so auch schon ist, kann man zahlreiche Klappen öffnen, die dann noch die ein oder andere Überraschung bereithalten. In Kombination mit den vielen, ebenfalls eingebauten Gucklöchern, hat man jede Menge Spaß und entdeckt auch nach häufigem Durchblättern immer noch etwas Neues. Meine Tochter liebt diese Bücher jedenfalls sehr, und es werden bestimmt noch weitere dieser Art bei uns einziehen. Empfohlen wird das Buch ab 24 Monaten, aber- ihr kennt es ja jetzt schon- ich finde sie auch schon für jüngere Kinder geeignet. Bei uns sind sie der Hit, seit meine Tochter ca. 1 Jahr alt ist.

Auf einen Blick:

Guck mal, wer da ist. Im Garten“ mit Illustrationen von Simona Dimitri

Verlag: Usborne

Seiten: 14

ISBN-10: 1782323996

ISBN-13: 978-1782323990

Preis: 8,95 €

Kinderbuchwoche – Tag #4

Einen wundervollen Feiertag wünsche ich euch an dieser Stelle! Heute zeige ich euch im Rahmen meiner Kinderbuchwoche ein Buch, dessen Hauptfigur bereits viele, viele Jahre für leuchtende Kinderaugen sorgt 🙂

Quelle: Amazon.de

Wer kann das wohl sein? Richtig- es ist natürlich Bobo Siebenschläfer höchstpersönlich. Seit 1984 gibt es den kleinen Siebenschläfer in der Tat schon- und es ist für mich absolut unverständlich, warum ich bis vor wenigen Jahren noch nie etwas von ihm mitbekommen habe. Es gibt eine ganze Reihe von Büchern rund um Bobo, die alle mehrere Geschichten enthalten und im Rowohlt Verlag erschienen sind. Das erste Buch, welches ich auch immer als Einstieg für die Kleinsten empfehlen würde (und zwar als Hardcover), ist das hier aufgeführte „Bobo Siebenschläfer – Bildgeschichten für ganz Kleine“. Es enthält alltägliche Situationen, die auch schon ganz kleinen Kindern bekannt und geläufig sind. Wir sind dabei, wenn Bobo aufsteht, sehen, was er morgens isst und dass ihm auch mal eine Tasse herunterfällt. Wir begleiten Bobo auf den Spielplatz, in den Zoo oder erleben ihn krank zu Hause. Jedes, der vielen, sehr liebevoll gezeichneten Bilder ist mit 1-2 kurzen Sätzen versehen. Genau richtig also für Kinder, deren Sprachverständnis sich im Aufbau befindet und die so den Inhalt des Vorgelesenen immer mehr mit den Bildern verknüpfen können. Je älter die Kinder werden, desto mehr können sie auch Details wahrnehmen und die Geschichten anhand der Bilder dann selber erzählen oder auch hinterfragen. Ich habe das Buch um den ersten Geburtstag meiner Tochter rum gekauft und würde sagen, Bobo ist seitdem der persönliche Held meiner Tochter. Und immer wieder kann man wunderbar auf Bobo zurückgreifen, wenn man etwas erklären möchte: „Das ist wie bei Bobo“ ist ein nicht selten gesagter Satz in diesem Haushalt 😉 Erst letzte Woche hat meine Tochter mir erklärt, dass Bobo gerne Apfelschnitze isst, und sie deswegen jetzt auch welche möchte. Alles klar 🙂

Natürlich wurden die neueren Geschichten von Bobo einer kleinen grafischen Modernisierung unterzogen- allerdings finde ich das fast etwas schade, da mir die alten Zeichnungen so gut gefallen und sie einen gewissen Charme haben. Aber die Kinder lieben Bobo so oder so- ganz egal, wie er gezeichnet ist. Da Bobo übrigens von Hause aus sehr müde ist, schläft er am Ende der meisten Geschichten natürlich ein, was seine „Abenteuer“ auch zu perfekten Gute-Nacht-Geschichten macht. Also: Wenn Bobo noch nicht bei euch eingezogen ist, wird es aber höchste Zeit 😉

Auf einen Blick: 

„Bobo Siebenschläfer- Bildgeschichten für ganz Kleine“ von Markus Osterwalder

Verlag: Rowohlt

Seiten: 128

ISBN-10: 3499212048

ISBN-13: 978-3499212048

Preis: 9,99 € (Hardcover) / 5,99 € (Taschenbuch) / 5,99 € (Kindle)

Kinderbuchwoche – Tag #3

Da seid ihr ja wieder 😉 Auch an diesem sonnigen Mittwoch gewähre ich euch einen kleinen Einblick in unser Kinderbuch-Sammelsurium. Heute gibt es ein wunderschönes Gute-Nacht-Buch!

      Quelle: Amazon.de

Es heißt „Alle müssen gähnen“ und stammt aus dem Verlag Ars Edition. Der deutsche Text stammt von Maria Höck, die Illustrationen sind von Anita Bijsterbosch und einfach zu süß. Auf 26 Seiten sehen wir verschiedene Tiere, die alle ziemlich müde werden und gähnen müssen. Damit das Ganze auch eindrücklich vonstatten geht, befindet sich an jedem Gesicht eine Klappe, die man auf- und wieder zuklappen kann- wie man das beim Gähnen eben so macht. Am Ende liegen dann alle, inklusive eines kleinen Kindes, aneinandergekuschelt zusammen und schlummern friedlich vor sich hin. Die Altersempfehlung für dieses Buch liegt bei „ab 24 Monaten“, was mir ehrlicherweise ein großes Rätsel ist. Ich habe dieses Buch gekauft, als meine Tochter ein knappes halbes Jahr war, da dies der Zeitpunkt war, an dem wir ein Vorleseritual zum Schlafengehen eingeführt haben und sie immer mehr Spaß daran hatte, ihre Bücher anzufassen und selbständig zu be-greifen. Außerdem ist der sehr übersichtliche Text in Reimen verfasst, was schon für Babys sprachlich sehr anregend ist; und auch die Grafiken sind schlicht und unaufdringlich. Es wäre wirklich zu schade, mit diesem Buch bis zum 2. Geburtstag zu warten, da es so schön ist, die Reaktion der Kleinen beim Lesen zu beobachten. Mittlerweile besitzen wir natürlich weitaus mehr Gute-Nacht-Bücher, aber dieses ist weiterhin ein Dauerbrenner, der immer wieder hervorgeholt wird.

 

Auf einen Blick:

Alle müssen gähnen“ von Maria Höck und Anita Bijsterbosch

Verlag: Ars Edition

Seiten: 26

ISBN-10: 3845812184

ISBN-13: 978-3845812182

Preis: 12,99 €