Rezension: „Wer braucht schon einen Millionär“ von Vanessa Mansini

Heute gibt es mal wieder was von Vanessa Mansini- das Buch lag schon so lange auf meinem Reader und wollte nun endlich gelesen werden 😉

Anna ist erfolglose Schauspielerin und verdient ihr Geld unter anderem als Babysitterin für eine gut betuchte Familie. Als besagte Familie in Urlaub fährt nutzt Anna ihre Chance und erfüllt sich einen kleinen Wunsch: Sie schlüpft in die Rolle der Tochter des Hauses und verschafft sich so Einlass auf eine Silvesterparty der Reichen und Schönen. Nicht geplant allerdings hatte sie die Begegnung mit Millionärssohn Max, in den sie sich Hals über Kopf verliebt und eine unglaubliche Nacht erlebt. Doch was kann schon aus dieser Begegnung werden, aufgebaut auf einer Lüge? Schweren Herzens lässt Anna Max alleine zurück, nicht ahnend, dass sie ihn bereits in kurzer Zeit wiedertreffen wird. Nur um dann feststellen zu müssen, dass ihre eigene Täuschung hier wahrlich nur die Spitze des Eisbergs ist…

Wenn Vanessa Mansini draufsteht, ist auch Vanessa Mansini drin- für alle Fans wartet hier also eine Geschichte in gewohntem Stil, die sich gut lesen lässt und die mal wieder Spaß macht. Ich finde, „Wer braucht schon einen Millionär“ ist nicht ganz so gespickt mit Witz wie andere Werke von Vanessa Mansini, was aber der Lesefreude nichts nimmt. Es ist lediglich eine Feststellung, keine Bewertung. Als ich einen ersten Teil gelesen hatte, hatte ich zunächst die Befürchtung, dass sich die Story ziemlich vorhersehbar weiterentwickeln wird- aber natürlich kam es anders und die Story wandert in eine Richtung, mit der man zu Beginn sicher nicht rechnet. Zum Schluss war ich auf jeden Fall froh, dass der zweite Teil mittlerweile auch schon erschienen ist, damit die Geschichte rund um Anna und Max schnell weitergehen kann…

Bewertung: 4 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Wer braucht schon einen Millionär?“ von Vanessa Mansini/ Michael Meisheit

Verlag: Michael Meisheit

Seiten: 225

ISBN-10: 3981721047

ISBN-13: 978-3981721041

Preis: 9,90 € (Taschenbuch) / 2,99 € (Kindle)

Rezension: „Dornröschen hatte es leichter“ von Vanessa Mansini

Heute hätte ich was für alle Vanessa Mansini bzw. Michael Meisheit- Fans im Angebot 🙂

Im Jahr 1996 hatte Hermine einen Unfall, der sie ins Koma beförderte. Als sie nun, geschmeidige 20 Jahre später, unverhofft erwacht, ist für die junge Frau nichts mehr, wie es einmal war. Obwohl sie bereits nach einer kurzen Regenerationsphase körperlich und geistig wieder auf dem Damm ist, ist Hermine mit dem, was sie da draußen vorfindet, mehr als überfordert: Nicht nur, dass ihre große Liebe mittlerweile mit ihrer damals besten Freundin verheiratet ist; nein, die Welt ist einfach nicht mehr die, die sie kannte. Warum laufen alle mit Diktiergeräten in der Hand rum? Wer zum Teufel ist Harry Potter? Und was hat es nur mit diesem ominösen Internet auf sich? Es hilft alles nichts- Hermine muss sich mit dem Jahr 2016 anfreunden und alle Errungenschaften der letzten 20 Jahre neu entdecken. Und da die biologische Uhr für eine Frau mit mittlerweile 37 Jahren ja nun schon etwas lauter tickt, lautet der wichtigste Plan: Ein Mann muss her…

Und wieder einmal ein Mansini-Buch, das durch und durch Spaß macht. Natürlich ist man sich bewusst, dass es in den vergangenen 20 Jahren eine Unmenge an Fortschritt und Entwicklung auf allen nur denkbaren Ebenen gegeben hat- doch wenn man quasi mittendrin war und alles nach und nach miterleben konnte, ist man sich oft nicht bewusst, was sich denn nun wirklich alles verändert hat. Der Blickwinkel, den man durch Hermines zwei Dekaden andauerndes Koma nun auf unsere heutige Welt einnimmt, sorgt neben sehr vielen „Ach ja-“ und „Stimmt“-Ausrufen für ebenso viele Lacher. Es fängt an mit unserer Währung und hört auf mit völlig neuen Methoden der Kommunikation, nicht zuletzt in Bezug auf das Thema Dating. In diesem Bereich braucht Hermine ja nun dringend Unterstützung, da ihr Traummann in der Zwischenzeit ihre damalige beste Freundin geheiratet hat und schleunigst für Ersatz gesorgt werden muss. Ob das so einfach funktioniert? Ihr werdet es nur herausfinden, wenn ihr das Buch lest 😉 Natürlich könnte man anmerken, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, nach einem 20-jährigen Koma nach so kurzer Zeit ohne größere körperliche und geistige Einbußen wieder durch die Gegend zu spazieren… aber ganz ehrlich? Bücher dürfen sowas, und Bücher können sowas. Sonst wäre es nämlich kein Roman, sondern die Realität 😉

Wer also auf der Suche nach ein wenig Nostalgie, gepaart mit Liebe und Humor ist, der darf gerne zugreifen! Ich könnte mir vorstellen, dass vor allem die Altersgruppe ab 25/30 aufwärts besonders Freude an diesem Buch hat 🙂

Bewertung: 4 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Dornröschen hatte es leichter“ von Vanessa Mansini (Michael Meisheit)

Verlag: Michael Meisheit

Seiten: 364

ISBN-10: 3981721039

ISBN-13: 978-3981721034

Preis: 9,90 € (Taschenbuch) / 3,99 € (Kindle)

Rezension: „L.I.E.B.E. – Aus eins mach zwei“ von Vanessa Mansini und Michael Meisheit

Endlich gibt es Nachschub von Vanessa Mansini- und zwar in Form der neuen Reihe mit dem schönen Titel „L.I.E.B.E.“

Der Liebesagent Erik ist zunächst alles andere als begeistert, als ihm von seiner Chefin offenbart wird, dass er seine Fälle künftig nicht mehr alleine, sondern gemeinsam mit der Psychologin Undine bearbeiten soll. Die zwei besten Pferdchen im Stall der Agentur sollen nun als Duo den hoffnungslosesten aller Fälle einen Partner fürs Leben vermitteln. Doch die Vorgehensweise der beiden Vermittler in Liebesdingen könnte unterschiedlicher nicht sein. Erik handelt emotional, sucht Kontakt zu seinen Klienten und baut auf seine Menschenkenntnis; Undine vertraut ihrem Computer und hat offensichtlich ein klitzekleines Manko in Sachen sozialer Kompetenz zu verzeichnen. Schon ihr erster gemeinsamer Fall stellt die beiden daher vor eine Herausforderung: Sandra hat eine Männerphobie und wünscht sich doch nichts sehnlicher als einen Partner…

Mir war es eigentlich schon klar, bevor ich mit dem Lesen begonnen hatte: Auch diese Reihe werde ich lieben. Vanessa Mansini, aka Michael Meisheit, weiß einfach wie man es anstellt, dass die Leser jedes niedergeschriebene Wort aufsaugen und den Nachschub kaum erwarten können. Jeder Fall um das ungleiche Agentenpaar Erik und Undine ist in sich abgeschlossen, so dass ein Einstieg theoretisch mit jeder Folge möglich sein wird. Ich vermute jedoch, dass der volle Lesespaß sich entfaltet, wenn man alle erscheinenden Fälle liest, da sich ja vermutlich auch in der zunächst etwas schwierig anmutenden Arbeitsbeziehung der beiden Liebesvermittler etwas tun wird. Es ist schon sehr amüsant wie unterschiedlich die beiden sind und wie sie ihre üblichen Vorgehensweisen nun aneinander angleichen müssen, um auch weiterhin die Härtefälle der Agentur erfolgreich vermitteln zu können. Da ist Kompromissbereitschaft von beiden Seiten angesagt. Wer also einen Kindle besitzt, sollte schleunigst zusehen, dass er sich die erste Folge besorgt. Mein Fazit lautet jedenfalls: L.I.E.B.E. find ich S.U.P.E.R. 😉

Bewertung: 5 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„L.I.E.B.E.- Aus eins mach zwei“ von Vanessa Manini und Michael Meisheit

ASIN: B016UWNM9W

Format: Kindle Edition

Preis: 0,99 €

 

 

„Im falschen Film“ geht weiter!!!

Endlich ist es soweit! Für alle Fans von der eBook-Serie „Im falschen Film“ von Vanessa Mansini und Michael Meisheit hat das Warten am 15. Mai ein Ende: Staffel 2 ist im Anmarsch! Unter folgendem Link findet ihr Infos über diese tolle und süchtigmachende Serie rund um Trixi Kwiatkowski sowie Leseproben aus Staffel 1 und 2:

http://michaelmeisheit.de/im-falschen-film/

Übrigens: Wer Staffel 1 noch nicht kennt, hat aktuell die Möglichkeit das komplette eBook der ersten Staffel für einen Aktionspreis von 0,99 € bei Amazon zu erwerben! Da heißt es also: ZUGREIFEN 😉

Blogger schenken #Lesefreude: Los geht’s!!!

Gewinnt den Roman „Im falschen Film“ mit persönlicher Signatur von Michael Meisheit

Es ist soweit! Am heutigen Welttag des Buches um 0:00 Uhr  – also genau jetzt – startet mein Gewinnspiel im Rahmen der wundervollen Aktion „Blogger schenken Lesefreude“. Der Autor Michael Meisheit stellt hierfür ein Exemplar seines Romans „Im falschen Film“ zur Verfügung, welches er mit einer persönlichen Signatur für den Gewinner versehen wird. Schon bald wird die 2. Staffel der Story rund um Trixi Kwiatkowski starten, so dass ihr mit dem Gewinn des Taschenbuchs noch schnell die 1. Staffel nachholen könnt. Es lohnt sich 🙂

Um in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr 3 Dinge tun:

01) Beantwortet (als Kommentar auf diesen Beitrag) folgende Frage:

Was ist euer absolutes Lieblingsbuch, welches ihr jedem ans Herz legen möchtet?

02) Folgt meinem Blog „Leseeule“ auf mindestens einer der folgenden Plattformen:

Facebookhttps://www.facebook.com/leseeule2709 )

Twitter ( @Leseeule2709 )

WordPress oder via Email ( den Button „Blog über Email folgen“ findet ihr rechts in der Sidebar)

03) Dann schreibt ihr eine Mail an ywolf@gmx.net mit dem Betreff „Im falschen Film“, in der ihr mir euren vollen Namen (und ggf. eure Usernamen- damit ich eure Likes etc. nachvollziehen kann) sowie eure Anschrift nennt.

Los geht es also: 1 – 2 – 3 – und schon seid ihr dabei! Ich wünsche euch viel Glück!!! Ende des Gewinnspiels ist Samstag, der 26. April um 23:59 Uhr! Die Teilnahmebedingungen findet ihr HIER ! Beachtet, dass ich eure Kommentare erst freischalten muss 🙂

 

 

Blogger schenken #Lesefreude: Der Countdown läuft :-)

In weniger als 24 Stunden ist er da- der Welttag des Buches! An diesem Tag starten auf zahlreichen Blogs schöne Gewinnspiele rund um das Thema „Buch“, an denen sich hoffentlich viele Menschen beteiligen werden. Auch hier bei mir habt ihr die Chance auf einen Buchgewinn! Wie bereits einige Male erwähnt, erhält der glückliche Gewinner den Roman „Im falschen Film“ von Michael Meisheit, inklusive einer persönlichen Signatur des Autors. Hier erfahrt ihr schonmal etwas über die Bedingungen des Gewinnspiels:

01) Mitmachen kann jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist.

02) Der Wohnort des Teilnehmers muss in Europa liegen.

03) Start des Gewinnspiels ist Mittwoch, der 23. April 2014, 0:00 Uhr ; Ende ist Samstag, der 26. April 2014, 23:59 Uhr.

04) Der Teilnehmer muss eine Frage beantworten. Die Antwort erfolgt in der Kommentarfunktion unter dem Beitrag. Es ist zu beachten, dass Antworten erst von mir freigeschaltet werden müssen, bevor diese erscheinen.

05) Zusätzlich sollt ihr meinem Blog auf mindestens einer der folgenden Plattformen folgen:

Facebookhttps://www.facebook.com/leseeule2709 )

Twitter ( @Leseeule2709 )

WordPress oder Email (Button recht in der Sidebar „Blog über Email folgen )

06) Zu guter Letzt schickt ihr eine Mail mit dem Betreff „Im falschen Film“ an ywolf@gmx.net, in der ihr mir euren vollen Namen sowie eure Anschrift für den Fall des Gewinnes schickt. Außerdem gebt ihr bitte an, auf welcher Plattform ihr mir unter welchem Namen ab sofort folgt, damit ich die Möglichkeit habe, alles auch zu kontrollieren 🙂

07) Eure Daten werden nur im Rahmen des Gewinnspieles genutzt und im Anschluss an dieses wieder gelöscht.

08) Ich übernehme keine Haftung, falls das Buch auf dem Postweg verloren gehen sollte.

09) Es entscheidet das Los 🙂

Ich bin wirklich sehr gespannt und wünsche mir viele, viele Teilnehmer 🙂 Der Countdown läuft …

 

Rezension: „Nicht von dieser Welt“ von Vanessa Mansini (Michael Meisheit)

Hier handelt es sich um das Buch, für welches Michael Meisheit (Ihr erinnert euch? Er war der erste Gast in meiner Teestunde ) erst kürzlich mit dem Indie-Autoren-Preis ausgezeichnet wurde. Da mir „Im falschen Film“ so gut gefallen hat, musste ich das nun auch einfach lesen 🙂

Eigentlich ist es doch großartig, wenn man behaupten kann, den ultimativen Traummann gefunden zu haben. Genau das ist Vanessa nun passiert. Allerdings kann sie ihr Glück nicht wie gewollt genießen und sich darin baden, denn es gibt da den ein oder anderen Haken. Zunächst einmal ist sie verheiratet. Zwar nicht wirklich glücklich, aber sie ist verheiratet. Ein Kind gibt es auch bereits, und ein zweites ist schon im Anmarsch. All das könnte man schon als „ungünstige Ausgangslage“ für eine neue Liebe bezeichnen, wenn da nicht noch der ganz große Knall käme: Stefan- der Angebetete- behauptet vehement, er sei ein Bewohner eines anderen Planeten…

Wieder einmal ein Buch aus der Kategorie „Lesen und Spaß haben“! Es ist schnell ausgelesen, weil die Geschichte packend, witzig und in sehr angenehmen Schreibstil verfasst ist, so dass man es theoretisch gar nicht aus der Hand legen mag. Auch die Erzählform ist mal was Neues- der Leser erfährt die komplette Geschichte aus Blogeinträgen, die Vanessa in lockerer und sympathischer Art und Weise verfasst. Ich musste sehr oft lachen und schmunzeln, weil es einfach zu herrlich ist, welche Situationen durch diese Dreieckskonstellation zwischen Vanessa, Stefan und Konstantin (dem Ehemann) zustande kommen. Wer also mal die Nase voll hat von tiefgründiger, langatmiger und ernster Literatur, der findet hier kurzweilige Unterhaltung 🙂

Bewertung: 4 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Nicht von dieser Welt“ von Vanessa Mansini (Michael Meisheit)

Verlag: Michael Meisheit; Auflage: 1 (15. Juni 2013)

Seiten: 210

ISBN-10: 3000425896

ISBN-13: 978-3000425899

Preis: 9,90 € (Taschenbuch) / 2,99 € (Kindle-Version)

 

Nicht vergessen: Am 23. April könnt ihr im Rahmen der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ ein signiertes Exemplar von „Im falschen Film“ hier auf meinem Blog gewinnen! Unbedingt weitererzählen 🙂

 

 

Teestunde

Foto: Steven Mahner

Foto: Steven Mahner

10 Fragen an Michael Meisheit

Wie bereits angekündigt, gibt es ab sofort eine neue Kategorie hier auf meinem Blog: Die Teestunde! Bei einem gemütlichen, virtuellen Tässchen Tee lade ich Schriftsteller dazu ein, mir Rede und Antwort zu stehen. Die erste Einladung habe ich an den Schriftsteller und Drehbuchautoren Michael Meisheit ausgesprochen, der diese gerne und prompt angenommen hat. Lest also, welche Fragen ich dem Autor von „Im falschen Film“ gestellt habe und was er geantwortet hat! Übrigens wurde Michael Meisheit ganz frisch mit dem Indie-Autoren-Preis 2014 ausgezeichnet!

Yvonne: Bevor wir anfangen- welchen Tee darf ich Dir zu unserem virtuellen Interview anbieten?

Michael: Ich hätte gerne einen Ingwer-Zitrone-Tee. Das ist derzeit mein Lieblingstee.“

Yvonne: Gerne. Der Vorteil meiner virtuellen Teebox ist ja- hier gibt es alles 😉 Kommen wir nun zu meiner ersten Frage! Dein aktuelles Werk „Im falschen Film“ ist in einzelne Folgen unterteilt, die jeweils in kurzen Zeitabständen erscheinen und immer mit einem gut gelungenen Cliffhanger enden. Hat deine Arbeit als Drehbuchautor dich dazu inspiriert, mal ein Buch mit Seriencharakter zu schreiben?

Michael: „Ich wollte schon immer meine „eigene“ Serie haben. Da dies im Fernsehbereich nicht so einfach ist und leider bisher nicht geklappt hat, habe ich es nun kurzerhand bei den eBooks selbst in die Hand genommen. Es ist wunderbar, im Bereich Selfpublishing mit ungewöhnlichen Erzählformen experimentieren zu können. „Im falschen Film“ ist also für mich ein Glücksfall, denn ich kann mit meiner Leidenschaft für langfristige Figurenentwicklungen und „großen“ Geschichten alles ausprobieren, was Spaß macht.“

Yvonne: Du nutzt für dein aktuelles Projekt gezielt eine SocialMedia- Plattform- durch diese Art der Kommunikation wird die Verbindung zwischen Autor und Leser nochmal viel unmittelbarer- inwieweit verändert sich Deine Arbeit als Schriftsteller durch die Verwendung dieses Mediums?

Michael: „Die Möglichkeiten, die das Internet uns Autoren – oder auch Kreativen allgemein – bietet, sind für mich extrem spannend und auch hilfreich. Ursprünglich war es genau das, was mich vom Drehbuchschreiben zum literarischen Schreiben gebracht hat. Es ist erfrischend und dankbarer, im direkten Austausch mit den Leserinnen und Lesern Geschichten zu erschaffen, als wenn man im Elfenbeinturm sitzt oder – noch schlimmer – jedes Werk durch zig Hände und Gremien in den Produktionen und Sender geht, die alle mehr oder weniger eigene Interessen mit einem Stoff haben, aber leider selten einfach nur eine gute Geschichte erzählt bekommen wollen. Die Leserinnen und Leser sind da ehrlicher, unmittelbarer und inspirierender. Natürlich muss man den Austausch mögen, flexibel sein, aber auch eine starke Erzählkraft haben, denn wenn man es einfach nur allen recht machen will, wird dabei nichts Gescheites herauskommen.“

Yvonne: Trixis Geschichte könnte ja, ganz nach den Tv-Vorbildern, gut und gerne über viele, viele Staffeln erzählt werden. Ist die Geschichte in ihren Grundzügen in Deinem Kopf schon bis zu Ende erzählt?

Michael: Trixis Geschichte hat einen enormen Vorteil: Dadurch dass sie sich selbst nicht mehr an ihr eigenes Leben erinnert, kann man immer weitere Geheimnisse entblättern, während gleichzeitig ihr aktuelles Leben voranschreitet und zu neuen Verwicklungen führt. Das gibt genügend Stoff für zahlreiche Staffeln. Vier habe ich in sehr groben Zügen schon im Kopf (bzw. bereits geschrieben). Aber ob dann zwingend ein definitives Ende erreicht wäre, würde ich bezweifeln. Ob es eine nächste Staffel gibt, wird aber immer auch davon abhängen, wie gut eine aktuelle Staffel ankommt. Ich verbringe ziemlich viel Zeit mit „Im falschen Film“, die ich dann für bezahlte Drehbuchprojekte nicht mehr habe. Also funktioniert die eBook-Serie bald nicht mehr als Experiment, sondern es muss auch Geld damit verdient werden. Die erste Staffel ist gut gelaufen, aber es ist noch Luft nach oben …“

Yvonne: Verarbeitest du gerne Elemente Deines eigenen Lebens (Personen, Erlebnisse…) in Deinen Büchern?

Michael: Gerade in den Bücher, die ich als Selfpublisher veröffentlich habe, finden sich sehr viele Elemente aus meinem Leben. Sei es bei „Soap“, in dem die Geschichte eines jungen Drehbuchautors bei einer Fernsehserie erzählt wird. Oder „Nicht von dieser Welt“, in der die Protagonistin einen kleinen Sohn hat, während sie schwanger ist – geschrieben zu einem Zeitpunkt, als meine Familie in derselben Situation war. Bis hin zu meinem Lieblingsschauplatz „Kreuzberg“, wo ich wohne und dessen Eigenheiten ich teilweise bis ins Detail in den Geschichten von Trixi verarbeite. Besonders bei den Geschichten, die ich als Vanessa Mansini schreibe, muss ich nah an meinem eigenen Leben bleiben, weil sie kurzfristig und mit hohem Schreibtempo entstehen. Da wäre keine Zeit für die Recherche in ganz fremden Welten. Was aber nicht heißt, dass die Figuren und Ereignisse reale Vorbilder haben. Hierbei trenne ich schon sehr genau – es wird sich niemand wiederfinden.“

Yvonne: Sehen wir uns doch mal etwas bei Dir um: Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus? (Geordnetes) Chaos oder geschniegelt und gestriegelt?

Michael: Wenn mein Schreibtisch aufgeräumt ist, dann ist das meistens ein Zeichen dafür, dass ich mich vor der Arbeit drücke. In der letzten Zeit gelingt das kaum, weswegen hier immer ein beeindruckendes Chaos herrscht, das auch grundsätzlich von einigen Spielsachen komplettiert wird, die ich noch so oft ins Kinderzimmer bringen kann. Sie kommen in der einen oder anderen Form immer wieder zurück.“

Yvonne: E-Book, „echtes Buch“ oder vielleicht sogar Hörbuch? Was bevorzugst Du?

Michael: Ich bin immer noch ein Fan des Holzbuches. Den Kindle habe ich mir nur gekauft, um zu sehen, wie meine eBooks darauf aussehen. Mittlerweile liebe ich natürlich eBooks, weil sie mir so viele Leserinnen und Leser bescheren, aber ich bin immer besonders stolz, wenn ich ein Taschenbuch meiner Werke in der Hand halte.“

Yvonne: Wenn Du Dich vor Dein Bücherregal (ich hoffe, Du hast eins) stellst- wie sieht es aus und was findet man dort alles?

Michael: Also wenn man sich jetzt in diesem Moment vor das Bücherregal in meinem Arbeitszimmer stellt, muss man erst einmal einige Plastikdinosaurier und erstaunlich viele Fernbedienungen zur Seite räumen (die etwas höher liegen müssen, damit meine kleine Tochter nicht daran kommt). Dann sticht mir Dan Browns „Inferno“ in die Augen. Das hat mir meine Frau zum Geburtstag geschenkt, kurz nachdem ich das „Inferno“-eBook mit „Nicht von dieser Welt“ von Platz 1 der Kindle-Charts verdrängt hatte. Bisher habe ich es noch nicht gelesen. Wie ich überhaupt im letzten Jahr gefühlt mehr geschrieben als gelesen habe. Aber wenn man dann noch etwas genauer guckt, findet man einen bunten Mix aus John Irving, Orhan Pamuk, Yasmina Khadra, John le Carré und Yann Martel. Aber vor allem eine Menge teilweise noch eingeschweißter Bücher, die ich so gerne lesen würde.“

Yvonne: Glaubst Du, dass es so etwas wie eine „Schreiberseele“ gibt- also einen Menschen, der einfach dazu gemacht wurde, um andere Menschen mit seinen geschriebenen Worten zu begeistern und zu unterhalten? Und hast Du eine solche Seele?

Michael: „Ich weiß nicht, ob es eine „Schreiberseele“ ist oder ob ich diese habe. Wenn, dann würde ich eher von geborenen „Geschichtenerzählern“ reden. So einer glaube ich zu sein, ja. Ich habe mir schon als Kind selbst Geschichten erzählt und mache bis heute nichts lieber als das – seit einer Weile nun auch vor dem Schlafengehen bei meinem Sohn. Jeden Abend eine Rittergeschichte mit Cliffhanger. Und Möglichkeit zur Interaktion. Ein Traum für mich. Und ihm gefällt’s auch.“

Yvonne: Stell Dir vor, ein Kind, ein Jugendlicher und ein Erwachsener fragen Dich nach einem Buch, welches Du ihnen dringend ans Herz legen möchtest. Wem würdest Du welches Buch empfehlen?

Michael: Einem kleineren Kind würde ich „Oh, wie schön ist Panama“ empfehlen, nachdem ich an meinen Kindern gesehen habe, wie fasziniert und amüsiert sie von dieser ungewöhnlich erzählten Geschichte waren. Einem Jugendlichen würde ich Tolkien ans Herz legen, weil für mich „Der Herr der Ringe“ immer noch eine der großartigsten Werke der Literatur ist und meinen Wunsch, Geschichten zu erzählen, stark beeinflusst hat. Einen Erwachsenen würde ich erst einmal versuchen, ein wenig kennenzulernen, bevor ich ihm etwas empfehle. Denn gerade wenn man selbst schreibt, erlebt man immer wieder, wie unterschiedlich Geschmäcker und Interessen sind. Was für den einen eine Offenbarung ist, könnte für den anderen der Langweiler schlechthin sein.“

Yvonne: Das stimmt wohl. Welches Buch ist denn Dein Lieblingsbuch? Gibt es da ein bestimmtes oder vielleicht mehrere?

Michael: „Schwer. Schwer. Aber auf jeden Fall sind hier die frühen Bücher von John Irving zu nennen – „Garp“, „Hotel New Hampshire“ oder „Gottes Werk und Teufels Beitrag“. Die haben mich und mein Schreiben tief beeindruckt.“

Yvonne: „Don’t judge a book by its cover“ – gelingt Dir das? Und wie wichtig ist Dir die Covergestaltung bei Deinen eigenen Werken? (Bei „Im falschen Film“ hatte ich z.B. schon das Gefühl, die Gestaltung der einzelnen Episodencover waren wohl durchdacht!)

Michael: Ich halte die Covergestaltung gerade in dem Genre, in dem ich mich bewege, für elementar. Und habe dementsprechend auch Geld und Zeit investiert, um hier das Optimum herauszuholen. Mit Henk Wyniger habe ich da auch einen hervorragenden Profi an meiner Seite, der die wesentlichen Ideen zu den Covern hatte und mit dem die Arbeit sehr gut klappt. Bei „Im falschen Film“ hat es zusätzlich Spaß gemacht, die Farben für die einzelnen Folgen nach den Themen und Stimmungen zu bestimmen – ja, das stimmt.“

Yvonne: So, das war es auch schon mit meinem Kreuzverhör! Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich für die Teilnahme an meiner ersten Teestunde und bin wirklich sehr gespannt auf die zweite Staffel von „Im falschen Film“! Viel Erfolg 🙂

Ihr Lieben- ich hoffe, meine erste Teestunde hat euch gefallen! Und nicht vergessen: Am 23. April könnt ihr hier bei mir die Taschenbuchausgabe von „Im falschen Film“ gewinnen- mit persönlicher Widmung von Michael Meisheit 🙂