Rezension: „Tod einer Zwiderwurzn“ von Ruth M. Fuchs

Hallo ihr Lieben! Nach langer, langer Zeit veröffentliche ich mal wieder eine Rezension 🙂 Aktuell fließt meine Energie meistens in andere Lebensbereiche, so dass es bis auf die monatlichen Ars vivendi- Ausgaben leider nicht allzu viel neues hier gibt. Aber irgendwann wird das sicherlich auch wieder anders werden.

Vor einigen Wochen hat mich die liebe Ruth M. Fuchs mal wieder gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ihr neues Buch zu lesen uns rezensieren. Treue Leser wissen ja, dass ich fast alle ihrer Bücher hier vorgestellt habe. Meist ging es da um Erkül Bwaroo, den kleinen Elfendetektiv mit dem schlauen Köpfchen. Doch aufgepasst: Diesmal macht die Autorin einen Abstecher in die Welt der Regionalkrimis, und zwar nach Niederbayern! Und da Regionalkrimis generell sehr gerne lese, habe ich natürlich nicht lange überlegt und mich schon auf die Lektüre gefreut 🙂

Als Hauptkommissar Quirin Kammermeier eines sonnigen Tages im Geiselhöringer Freibad verweilt, rechnet er wahrscheinlich mit Vielem, aber nicht damit, plötzlich eine Tote vorzufinden. Eine Frau mittleren Alters wurde vergiftet- doch wie genau die Tat vonstattengegangen ist, bleibt zunächst ein großes Rätsel. Gemeinsam mit seiner Kollegin Sabine Pfeiffer untersucht Quirin den Fall und stößt auf eine Fülle potenziell Verdächtiger. Grund dafür ist ein Blog, den die Verstorbene führte und auf dem sie regelmäßig über alles und jeden herzog. Und bevor Licht ins Dunkle gebracht werden kann, geschieht ein weiterer Mord. Auch hier wurde das Opfer vergiftet- und zwar mit dem gleichen Gift wie das erste Opfer…

Um es vorweg zu nehmen: Ich finde, Regionalkrimis stehen Ruth M. Fuchs sehr gut! Von der ersten Seite an kann man wunderbar ins Geschehen eintauchen und sich auf sämtliche neue Charaktere und Szenarien einlassen. Das Ermittlerduo Kammermeier und Pfeiffer ist sehr sympathisch, aber nicht zu glatt angelegt, so dass sich bei den Beiden immer wieder Reibungspunkte mit anderen auftretenden Charakteren auftun. Natürlich erfahren wir neben der Ermittlungsarbeit auch etwas über das Privatleben der Beamten, die Region Niederbayern und die dortige Mundart, was das Ganze sehr schön abrundet und für kurzweilige Lesestunden sorgt. Praktischerweise ist Sabine Pfeiffer auch nicht ganz sicher im Umgang mit dem vorherrschenden Dialekt der Einheimischen, so dass man dank ihr an einigen Stellen eine Übersetzungshilfe bekommt 🙂 Aber auch ohne diese lässt sich alles gut lesen und verstehen (sprach die Rheinländerin 😉 ) Und wer letztendlich der Täter war- wurde mir dann auch erst kurz vor Schluss klar…

Wer also gerne Krimis und noch lieber Regionalkrimis liest, der ist hier gut bedient und darf zugreifen. Ich hoffe jedenfalls, es kommen noch weitere Fälle von Quirin und Sabine auf uns zu 🙂

 

Auf einen Blick:

„Tod einer Zwiderwurzn“ von Ruth M. Fuchs

Verlag: Raposa Verlag

Seiten: 364

ISBN-10: 3981802985

ISBN-13: 978-3981802986

Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 4,99 € (Kindle)

 

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Rezension: „Rosen für Erkül Bwaroo“ von Ruth M. Fuchs

Ist das nicht schön? Ein neuer Teil unseres lieben Meisterdetektivs Erkül Bwaroo ist erschienen- und natürlich war ich ganz gespannt, was es diesmal für die kleinen grauen Zellen des kleinen Elfen zu tun gibt! Lieben Dank an Ruth M. Fuchs für mein Rezensionsexemplar!

Die Schauspielerin Klarissa Ronaard wird bei dem Dreh zu einem Lichtspiel tot aufgefunden. Aufgrund ihrer Verwandschaft mit dem Königshaus und der Tatsache, dass die Hauptverdächtige eine enge Vertraute der Königin ist, ist es diesmal Königin Titania höchstpersönlich, die die Dienste Erkül Bwaroos anfordert. Der kleine Elf mit dem schlauen Köpfchen ist zunächst alles andere als erfreut über diesen Auftrag, denn bei der Verdächtigen handelt es sich um seine Tante Seonny Bwaroo, zu der er schon lange kein gutes Verhältnis mehr hat. Doch was hilft es? Ein Mord muss aufgeklärt werden- da müssen persönliche Befindlichkeiten in den Hintergrund treten, damit der Wahrheit Platz gemacht werden kann. Und schon bald stellt Erkül Bwaroo fest, dass so ziemlich jeder an diesem Filmset ein Motiv gehabt hätte, da Klarissa Ronaard wahrlich keine einfache Person war und ihre ganz eigenen Ziele verfolgte. Da müssen also die kleinen grauen Zellen aktiviert werden- und schon ist Erkül Bwaroo wieder ganz in seinem Element…

„Rosen für Erkül Bwaroo“ ist mittlerweile der 5. Teil rund um den Elfendetektiv mit Köpfchen und belgischem Akzent- und ich muss sagen, mit jeden Teil wächst er mir mehr ans Herz. Neben dem schönen Setting, an dem wir uns diesmal befinden- einem Filmset zu einer Variante von Dornröschen, gefällt mir besonders, dass dieser Fall durch die Beteiligung seiner Tante eine persönliche Komponente für Erkül Bwaroo enthält. Auf diese Weise lernen wir den Detektiv, auch wenn er natürlich vorbildlich seiner Arbeit nachgeht, doch auch hier und da von einer etwas anderen Seite kennen, und erfahren letztlich sogar noch mehr über seine Vergangenheit. Wie immer finde ich auch die Mischung aus Realität und Phantastik gut gelungen- denn wenn uns eigentlich bekannte Dinge, diesmal z.B. in Bezug auf Filme und deren Technik, auf einmal in etwas anderem Gewand begegnen, entlockt das schon das ein oder andere Schmunzeln. Zusammenfassend lässt sich also sagen: Ich hatte mal wieder Spaß beim Lesen und freue mich auf Nachschub 🙂

Bücherfreunde, die Krimis, Märchen und Phantasik gerne vereint sehen möchten, dürfen hier gern zugreifen. Der Fall ist in sich abgeschlossen und kann losgelöst von den anderen Büchern der Reihe gelesen werden- ich finde allerdings, für den vollen Lesespaß ist es von Vorteil, auch die anderen Teile zu kennen! Hier findet ihr die Rezensionen zu Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 😉

Bewertung: 5 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Rosen für Erkül Bwaroo“ von Ruth M. Fuchs

Verlag: Raposa Verlag

Seiten: 272

ISBN-10: 3981802942

ISBN-13: 978-3981802948

Preis: 9,95 € (Taschenbuch) / 5,99 € (Kindle)

Rezension: „Vergessen? Ach wo!: Ein phantastisches Sammelsurium“ von Ruth M. Fuchs

Und wieder einmal ist ein Rezensionsexemplar in meinem Postfach gelandet, wovon ich euch heute gerne erzählen möchte. Die liebe Ruth M. Fuchs hat etwas veröffentlicht – diesmal geht es allerdings nicht um den kleinen Elfendetektiv Erkül Bwaroo, sondern um eine Sammlung von insgesamt 17 Kurzgeschichten.

Nunja, da es sich um Kurzgeschichten handelt, möchte ich natürlich nicht zuviel über die jeweiligen Inhalte verraten. Gesagt sei aber, dass wir uns in allen Geschichten in einer Welt der Phantastik bewegen, die unserer mitunter jedoch durchaus verbunden ist. Da gibt es z.B. eine Hexe, die lieber auf einem Staubsauger als auf einem Besen fliegt, einen Kobold, der sich bei einem Öko-Bestatter einrichtet, eine geheimnisvolle Ehefrau, die sich einmal in der Woche für einen ganzen Tag ins Bad begibt und auf keinen Fall gestört werden möchte und eine Prinzessin mit Smartphone, um nur einige der vorkommenden Figuren zu nennen. Außerdem erfahren wir, was geschieht, wenn man Bücher zu lange ungelesen und unbeachtet im Regal stehen hat 😉

Alle Geschichten sind mit sehr viel Humor geschrieben, und genau das ist es auch, was für einige „Huch“-Momente beim Lesen sorgt. Denke ich an die Welt der Phantastik, so entsteht in meinem Geiste eine Welt, die eher etwas mittelalterlich daherkommt. Diese Ideen, die man unweigerlich im Kopf hat, werden jedoch in den hiesigen Kurzgeschichten oft aufgebrochen, sodass man im ersten Moment erstaunt ist, im Anschluss aber schmunzeln muss. Als ich die Geschichten gelesen habe, kam mir irgendwann der Gedanke, dass dieses Büchlein mit seinen ganzen phantastischen Wesen durchaus als Schulbuch in Hogwarts durchgehen könnte 😉  Es lässt sich flüssig lesen, wobei man hier natürlich immer mal wieder auch nur einzelne Geschichten lesen kann. Wer also Lust auf Nebelgeister, Elfen und Co. hat, der findet hier kurzweilige Unterhaltung 🙂

Auf einen Blick: 

„Vergessen? Ach wo!: Ein phantastisches Sammelsurium“ von Ruth M. Fuchs

Verlag: Raposa Verlag

Seiten: 236

ISBN-10: 3981802969

ISBN-13: 978-3981802962

Preis: 8,99 € (Broschiert) / 3,99  € (Kindle)