Rezension: „Leons Erbe“ von Michael Theißen

Heute gibt es mal was Spannendes für euch! Vor Kurzem habe ich eine nette Rezensionsanfrage von Michael Theißen bekommen- und da ich schon längere Zeit nichts mehr aus diesem Genre gelesen habe, kam dieses Buch genau richtig 🙂 Aber lest selbst, um was es in dem Psychothriller „Leons Erbe“ geht. Und vielen Dank an Michael Theißen für das Rezensionsexemplar!

Katja steht vor einem Scherbenhaufen. Nicht nur, dass ihre geliebte Schwester seit 6 Monaten spurlos verschwunden ist- nun wurde auch noch vor wenigen Tagen ihr Sohn Leon von einem Auto überfahren. Die Energie, die ihr Mann Marcus in die Tätersuche steckt, kann Katja aktuell nicht teilen, denn was soll das Ganze? Lebendig wird ihr Sohn dadurch auch nicht mehr. Erst ein ominöser Notartermin weckt Katja langsam wieder auf und lässt sie handeln- denn ihr Sohn wollte, dass sie nach seinem Tod eine Kiste erhält, deren Inhalt für einen weiteren Schock sorgt. In besagter Kiste ist ein Armband ihrer Schwester. Was hat das alles zu bedeuten? Warum musste Leon sterben? Wie passt Niccis Verschwinden in die ganze Sache? Fragen über Fragen, denen Katja nun gewillt ist, selbst auf den Grund zu gehen. Noch ahnt sie nicht, was sie durch ihre Nachforschungen noch alles entdecken wird…

Klingt spannend, oder? „Leons Erbe“ lässt sich wirklich gut lesen und ist mit übersichtlichen 232 Seiten auch für Bücherfreunde geeignet, die Angst vor dicken Wälzern haben 😉 Da die Handlung zu einem Zeitpunkt einsetzt, wo sowohl das Verschwinden von Katjas Schwester, als auch der tragische Verlust ihres Sohnes bereits „passiert“ sind, steigt man als Leser quasi mit der Protagonistin Katja gleich in die Suche nach der Wahrheit um Leons Tod ein. Dadurch gibt es keine langatmigen Passagen, da sich die Ereignisse ab diesem Punkt überschlagen und so Eins zum Anderen führt. Verdächtige gibt es auch genug, es kann also fleißig gemutmaßt und mitgeraten werden. Das Einzige, was ich zwischendurch schade fand, war die Tatsache, dass einige Personen als Verdächtige recht schnell fallengelassen werden, obwohl man sie zu Zwecken der Leserverwirrung vielleicht noch etwas im Spiel hätte lassen können. Aber dies ist sicherlich Jammern auf hohem Niveau und soll nicht als Kritik aufgefasst werden- es ist einfach etwas, was mir beim Lesen durch den Kopf gegangen ist.

Wer also Lust auf ein bisschen Spannung hat, die aber gut erträglich ist (ich bin da ja manchmal etwas empfindlich 😉 ) , der findet hier sicherlich gute Unterhaltung.

„Leons Erbe“ ist übrigens ein Teil der Reihe „Hochspannung“ aus dem Hause Bastei Lübbe. Alle Romane dieser Reihe sind eigenständig und gehören inhaltlich nicht zusammen.

Bewertung: 4 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Leons Erbe“ von Michael Theißen

Verlag: Bastei Entertainment

Seiten: 232

ISBN: 9783732525102

ASIN: B01CNZ9N98

Preis: 5,99 €

 

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Gastrezension: „Die Kane-Chroniken – Die rote Pyramide“ (Bd.1) von Rick Riordan

Frei nach dem Motto „unverhofft kommt oft“ hatte ich gestern Abend eine Mail von meinem Bruder im Postfach, in der er mir einfach mal so eine Rezension geschickt hat, die er grade geschrieben hat. Nett, oder? Oft muss man bei Buchtipps aus Richtung meines Bruders ein bisschen Vorsicht walten lassen, da die empfohlenen Bücher nicht selten besonders… wie soll ich sagen…krank, brutal und angsteinflößend sind! ;-D Zumindest für die etwas Zartbesaiteteren unter uns. In diesem speziellen Fall liegen wir aber vollkommen auf einer Wellenlänge, und somit gebe ich diesen Lesetipp gerne und kommentarlos an euch weiter. Ich veröffentliche nun also auch Gastrezensionen 😉

Sadie und Carter Kane haben sich Weihnachten mit Sicherheit ganz anders vorgestellt. Ihr Vater, der Ägyptologe Dr. Julius Kane, schleppt sie an einem der wenigen Tage, an dem sich die 3 sehen, in ein Museum. Doch dieser Museumsbesuch gerät rasend schnell außer Kontrolle. Denn als ihr Vater versucht den ägyptischen Gott Osiris zu beschwören, wird er von einer glutroten Figur entführt. Nun stehen Sadie und Carter alleine da und finden viel mehr über sich und ihre Familie heraus, als ihnen lieb ist. Gemeinsam mit seltsamen Verbündeten begeben sich die Beiden auf eine Rettungsmission, die sie einmal quer durch die ägyptische Welt der Götter und Mythen führt. Dabei steht nicht nur das Schicksal ihres Vaters auf dem Spiel, sondern auch das der gesamten Menschheit.
Wer nach den „Percy Jackson“-Romanen (und der daran anschließenden Serie „Helden des Olymp“) gedacht hat, Rick Riordan kennt sich nur mit der griechischen Mythologie aus, hat sich geirrt. Mit den „Kane-Chroniken“ zeigt der amerikanische Autor, dass er sich auch im alten Ägypten bestens zurechtfindet.
Böse Zungen könnten nun behaupten, dass es sich trotz allem nur wieder um eine Götter-Geschichte handelt und der Fokus auf Kindern liegt, die eine fremde Welt kennenlernen. Und tatsächlich, bricht man den Kern des Buches auf diesen Aspekt runter, passt diese Beschreibung sowohl zu Percy Jackson als auch zu den Kane-Chroniken. Doch schon zu Beginn des Buches wird klar, dass man es bei den Abenteuern der Familie Kane mit einer ganz anderen Art von Erzählung zu tun hat. So wird direkt zu Beginn klargestellt, dass der Inhalt des Buches nur eine Abschrift einer Tonbandaufnahme ist. Riordan selbst hat also gar nichts erfunden, sondern schreibt nur auf, was er „gehört“ hat. Dies hat zur Folge, dass die wahren Erzähler – Sadie und Carter – direkt zum Leser sprechen und die Geschichte durch ihre Augen erlebt wird. Die beiden Geschwister wechseln sich brav ab und erzählen das Erlebte mit ihrer jeweiligen, eigenen Art. Während Carter, der ältere Bruder, eine etwas reifere Art an den Tag legt, nimmt die kleine rebellische Sadie kein Blatt vor den Mund und sagt, was sie denkt. Zu jedem, egal ob Bruder, Fremder oder Gott.

Die Chemie zwischen den beiden Geschwistern ist zu Beginn noch nicht ganz greifbar, denn anfangs sind sich Bruder und Schwester nicht wirklich grün. Das hängt stark mit ihrer Vorgeschichte zusammen, denn während Carter nach dem Verlust der Mutter beim Vater bleiben durfte, wurde Sadie zu ihren Großeltern nach England verfrachtet. Doch auch wenn Carter bei seinem Vater war, so musste er ständig mit ihm um die Welt reisen, sich immer gut benehmen und konnte keine Freundschaften schließen. Sadie hingegen hatte ein einigermaßen geregeltes Umfeld und konnte sich ein eigenes kleines Leben aufbauen.
Die Geschichte selbst ist ein rasanter Trip durch die ägyptische Geschichte, die gekonnt mit der modernen Welt verwoben wird. Wie schon bei Percy Jackson beweist Riordan, dass er geschickt mystische Wesen und Konzepte in „unsere“ Welt transportieren kann. Allerdings werden die meisten vorgestellten Orte beinahe schneller verlassen als betreten, so dass man als Leser immer gut aufpassen muss, wo man sich denn nun gerade befindet und wer alles um die Geschwister Kane herumschwirrt.

Wer sich dem hektischen Road-Trip hingibt, bekommt eine fantastische Geschichte über Familie, Schicksal und auch Freundschaft präsentiert, die zu keiner Stelle langatmig wirkt und auf beinahe allen Seiten zu einem Schmunzeln führten kann. Die Neckereien von Sadie und Carter kennt jeder, der selbst eine Schwester oder einen Bruder hat. Doch trotz der Ärgereien und Streitigkeiten der Beiden sind sie eben eine Familie, und das wissen sie ganz genau.

Einen kleinen Abstrich in Sachen Spannung muss man allerdings machen, wenn man sich der Tatsache bewusst wird, dass die beiden Kanes die Geschichte selbst erzählen, nachdem sie geschehen ist. Auch wenn im Buch einige Wege aufgezeigt werden, die eine Erzählung aus dem Jenseits möglich machen könnten, so weiß man als Leser doch eigentlich, dass die beiden alles im Buch überstehen werden. Und wenn man dabei noch so humorvoll vom Erlebten berichten kann, kann das auch alles gar nicht so schlimm gewesen sein.

„Die rote Pyramide“ ist übrigens der erste Teil einer Trilogie. Wer sich nach dem offenen Ende also fragt, wie es weitergeht, kann es mit Teil 2 und 3 erfahren ;).

4 von 5 Ankhs 😉

EDIT: Und für die Nicht-Ägyptologen: 4 von 5 Eulen 😉

Na, das klingt doch nach einer interessanten Trilogie! Vielleicht ist das ja was für euch!

Auf einen Blick:

„Die Kane-Chroniken – Die rote Pyramide“ (Bd.1) von Rick Riordan

Verlag: Carlsen

Seiten: 608

ISBN-10: 3551312842

ISBN-13: 978-3551312846

Preis: 10,99 € (Taschenbuch + Kindle)

 

Rezension: „Girl on the train“ von Paula Hawkins

Rachel fährt jeden Morgen mit dem gleichen Zug in die Stadt und abends mit dem gleichen Zug zurück nach Hause. An einem Signal bleibt ihr Zug regelmäßig stehen- manchmal nur kurz, nicht selten aber auch ein paar Minuten. Genug Zeit, um einen Blick in die Gärten der dortigen Häuser zu werfen. Besonders ein Garten hat es ihr angetan- dort wohnen „Jess“ und „Jason“- ein in Rachels Augen perfektes Ehepaar, um das sie sich täglich neue Geschichten ausdenkt. Doch eines Tages sieht Rachel etwas, was ihr so liebgewonnenes Konstrukt in tausend Teile zerfallen lässt und ihre Welt erschüttert. Kurz danach verschwindet „Jess“ und ihr Bild erscheint in den Medien. Wie kann Rachel nun dafür sorgen, dass ihrer Beobachtung aus dem Zug heraus Beachtung geschenkt wird? Das Problem ist: Niemand wird ihr glauben. Warum? Weil Rachel ein Alkoholproblem hat. Weil Rachels Welt aus Lügen gebaut ist. Und weil die Gärten, in die sie täglich einen Blick wirft, ihr gar nicht so fremd sind wie es zunächst scheint…

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Buch ist einfach so gut! Es gibt Geschichten, die leben von Action, vielen Charakteren und schneller Handlung (die natürlich auch toll sein können); und es gibt Geschichten wie diese, die auf sehr gut aufgebaute, in übersichtlicher Anzahl vorhandene Charaktere bauen, die sich erst im Verlauf der Story langsam entblättern und somit für stetige Richtungswechsel und einen enormen Spannungsbogen sorgen. Es gibt drei weibliche Personen, zwischen deren Sicht kapitelweise gewechselt wird, wobei Rachel die Protagonistin des Ganzen darstellt. Durch ihre Alkoholsucht erhalten wir Einblick in ihre Art die Welt zu sehen- in ihre löchrige Welt, die mittlerweile aus fast nichts als Lügen besteht und aus der sie nicht im Stande ist zu entkommen. Auch die Tatsache, dass mehr oder weniger regelmäßige Blackouts für große Erinnerungslücken sorgen, machen sie Sache nicht besser. Und besonders als Rachel klar wird, dass sie sich an dem Abend, an dem „Jess“ verschwunden ist, in deren Nähe aufgehalten hat, machen ihr die in ihrem Kopf umherwabernden, nicht greifbaren Schatten immer mehr zu schaffen. Das, was Alkohol mit einem Menschen anstellen kann, wird hier sehr gut herausgearbeitet. Man kann Rachels Ambivalenz während des Lesens förmlich spüren, wie sie ständig hin- und hergerissen ist, zwischen dem Vorhaben, nicht mehr zu trinken, um endlich ernst genommen zu werden, und dem immer wiederkehrendem Verlangen, sich einfach zu betrinken. Erst gegen Ende der Geschichte fügen sich die Puzzleteile dann schließlich ineinander, sodass nicht nur Rachel, sondern auch der Leser einen neuen Blick auf die Situation und die handelnden Personen erhält. Nichts ist wie es scheint! Meiner Meinung nach ein sehr gutes Buch, das unbedingt gelesen werden möchte 🙂

Bewertung: 5 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Girl on the train – Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich“ von Paula Hawkins

Verlag: Blanvalet

Seiten: 448

ISBN-10: 3764505222

ISBN-13: 978-3764505226

Preis: 12,99 € (broschiert) / 9,99 € (Kindle)

 

 

Rezension: „Passagier 23“ von Sebastian Fitzek

Vor einiger Zeit hat mir mein Bruder das aktuelle Buch von Sebastian Fitzek mitgebracht, weil er der Meinung war, dass mir das bestimmt gefallen könnte. Schon der Klappentext hat mich neugierig gemacht- und nach den ersten Seiten war klar, dass diese Geschichte sicherlich ziemlich spannend wird…

Martin Schwartz ist Berliner Polizeipsychologe und befindet sich eigentlich nur noch im Dienst, weil er die Fälle übernimmt, die niemand anderes bereit ist zu übernehmen. Seit er Frau und Sohn vor einigen Jahren auf einer Kreuzfahrt verloren hat, ist ihm sein eigenes Leben nichts mehr wert. Die Tatsache, dass seine Frau angeblich Selbstmord begangen haben soll und den Sohn bewusst mit in den Tod riss, macht die Sache nicht besser. Seinen Vorsatz, nie wieder einen Fuß auf ein Kreuzfahrtschiff  zu setzen, bricht er jedoch in dem Moment, als ihn der Anruf einer alten Dame erreicht, welche eine Dauerkabine auf besagtem Schiff besitzt und ihm Ungeheuerliches berichtet. Ein kleines Mädchen, vor einiger Zeit ebenfalls als verschwunden gemeldet, taucht plötzlich und in völlig verwirrtem Zustand wieder auf- mit dem Teddy seines Sohnes im Arm. Was hat das alles zu bedeuten? Lebt seine Familie vielleicht doch noch? Martin Schwartz bleibt an Bord der Sultan und versucht Licht in die mysteriösen Vorfälle des Schiffes zu bringen…

Also, ich kann euch sagen: Das war spannend. Sehr spannend. Eigentlich bin ich im Moment eher dazu geneigt, mir etwas seichtere Kost zu Gemüte zu führen- und deswegen war es wahrscheinlich einfach nochmal doppelt so aufregend, die Entwicklungen in diesem Buch zu verfolgen. Ich bin der Meinung, dass man gar nicht zuviel über den weiteren Inhalt erzählen sollte, da man dann einfach etwas vorweg nehmen würde. Gemeinsam mit Martin Schwartz, diesem psychisch vollkommen am Ende angekommenen Charakter, bewegen wir uns Schritt für Schritt in Richtung Auflösung- und ich war immer wieder aufs Neue fassungslos, was sich wirklich hinter all dem verbirgt. Man kann es kaum in Worte fassen, weil das Ganze einfach so krass und einfach krank ist. Und immer wieder habe ich mich gefragt: Wie zum Teufel kann man sich denn sowas ausdenken? Ein Psychothriller, der mit Sicherheit dafür sorgt, dass man niemals einen Fuß auf ein Kreuzfahrtschiff setzen wird 😉 Hatte ich zum Glück eh nicht vor…

Mittlerweile haben übrigens bereits einige Menschen in meinem Umfeld dieses Buch gelesen- und alle sind sie der gleichen Meinung: Absolute Leseempfehlung für alle, die sowas vertragen können 🙂

Bewertung: 5 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Passagier 23“ von Sebastian Fitzek

Verlag: Droemer HC

ISBN-10: 342619919X

ISBN-13: 978-3426199190

Seiten: 432 Seiten

Preis: 19,99 € (Hardcover) / 14,99 € (Kindle)

Rezension: „Blackout- Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg

Heute rezensiere ich ein Buch, dass ich euch absolut empfehlen kann und ihm außerdem offiziell das Prädikat „männertauglich“ verleihe 🙂

Urplötzlich kommt es europaweit zu einem Stromausfall, der die Bevölkerung völlig unvorbereitet trifft- nichts geht mehr. Die anfängliche Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander schlägt bald ins Gegenteil um, und die vorherrschenden Strukturen geraten ins Wanken. Der Italiener Piero Manzano, ein ehemaliger Hacker, entdeckt eine Spur, die möglicherweise die Aufdeckung einer großen Verschwörung mit sich zieht- doch statt seine Hilfe in Anspruch zu nehmen, unterstellen ihm die Behörden plötzlich eine Mittäterschaft. Scheinbar eindeutige Emails auf Manzanos Laptop beweisen, dass er Mitverursacher des Blackouts ist. Gemeinsam mit der Journalistin Lauren Shannon flüchtet er und versucht, den Tätern auf die Schliche zu kommen, ihr Motiv aufzudecken und die Behörden von seiner Unschuld zu überzeugen. Derweil breitet sich der Blackout auch über die Grenzen Europas aus und die Folgen eines bereits tagelang andauernden Stromausfalls sind mehr als spürbar…

„Blackout“ ist ein Roman, der mich sehr begeistert hat! Schnell wird beim Lesen klar, was Strom in unserer heutigen Gesellschaft überhaupt für eine Wertigkeit hat- und vor allem: Was alles plötzlich nicht mehr funktioniert, wenn ebendieser für lange Zeit ausfällt. Mir war beispielsweise gar nicht wirklich klar, dass auch unsere Wasserversorgung an Strom gekoppelt ist und wir innerhalb kürzester Zeit vor einem hygienischen Desaster stehen, dass sich in Folge natürlich auch auf unsere komplette Gesundheitsversorgung auswirkt. Krankenhäuser, Altenheime, aber z.B. auch die Lebensmittelhaltung- einfach alles ist betroffen. Wer könnte also gezielt an einem solchen Zusammenbruch Interesse haben? Welche Idee verbirgt sich dahinter? Und wie kann man einen Blackout dieses Ausmaßes überhaupt unbemerkt planen und ausführen? Die Thematik an sich ist somit schon wahnsinnig spannend, wird jedoch durch relativ kurz gehaltene Kapitel und einen sehr angenehm zu lesenden Schreibstil noch unterstützt. Die einzelnen Kapitel springen zwischen verschiedenen Städten und Personen hin und her, so dass wir es zu Beginn mit ziemlich vielen losen Handlungssträngen zu tun haben, die sich dann im Verlauf der Story jedoch mehr und mehr zusammenfügen, zuspitzen und somit für noch mehr Spannung und Tempo sorgen. Durch den direkten Bezug zu unserer Realität fragt man sich außerdem ständig: Könnte sowas wirklich passieren? Was würde in meinem Leben alles zusammenbrechen, wenn von jetzt auf gleich einfach kein Strom mehr da wäre? Mein Fazit: Ein toller Roman mit fesselnder Thematik, die erschreckend nah an uns dran ist. Klare Leseempfehlung!

Bewertung: 5 Eulen

 

Auf einen Blick:

„Blackout- Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg

Verlag: Blanvalet

Seiten: 800

ISBN-10: 3442380294

ISBN-13: 978-3442380299

Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 8,99 € (Kindle)