Rezension: „Wenn gestern unser morgen wäre“ von Kristina Moninger

Heute stelle ich euch ein wirklich schönes Buch vor, was ich vorab lesen und rezensieren durfte. Es ist das 2. Buch der Autorin Kristina Moninger und trägt den schönen Titel „Wenn gestern unser morgen wäre“. Vielen Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!

Sara lebt ein Leben, wie es sich so mancher wünscht: Sie ist beruflich erfolgreich, sieht gut aus und hat eine Beziehung zu einem ebenfalls erfolgreichen und gutaussehenden Mann. Doch dann trifft Sara eine Reihe von Entscheidungen, die dazu führen, dass ihr Leben aus der sonst so gut geplanten Bahn geworfen wird. Eine dieser Entscheidungen hat mit Matt zu tun, mit dem sie nach einer ausgelassenen Feier auf dem Dach landet. Das, was nach dieser unglaublichen Nacht geschieht, ist eine Kettenreaktion von Ereignissen, die scheinbar nicht zu stoppen ist und alles aufwirbelt. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Sara einen Unfall hat, mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus erwacht und sich die Uhren auf unerklärliche Weise um 10 Tage zurückgedreht haben. 10 Tage, an denen Sara mit dem Wissen von heute also alles verändern könnte, was vorher schiefgelaufen ist. Bei einigen Dingen mag das funktionieren; doch was, wenn man merkt, dass man es auch beim 2. Mal nicht anders machen kann, weil das Wissen von gestern im Weg steht…oder weil es vielleicht einfach so sein soll?!

Die Kurzzusammenfassung lautet: Einfach schön 🙂 Ich bin sehr begeistert von dieser Geschichte, und auch, wenn ich das Buch jetzt bereits seit ein paar Tagen ausgelesen habe, so verfolgt es mich weiterhin. Kristina Moninger hat in „Wenn gestern unser morgen wäre“ u.a. die großen Themen Liebe und Schicksal so miteinander verwoben, dass nicht nur eine sehr lesenswerte Liebesgeschichte entstanden ist, sondern der Leser auch Stoff zum Nachdenken erhält. Wenn man mit dem Wissen von heute die Zeit zurückdrehen könnte- wäre es tatsächlich möglich, etwas zu verändern? Oder gibt es Dinge, die das Schicksal in Stein gemeißelt hat und an denen man nicht rütteln kann, wenn vielleicht auch der Weg dorthin ein anderer ist? Sara jedenfalls will ihre unglaubliche Chance nutzen, um einige Dinge ungeschehen zu machen- doch nach und nach erkennt sie, dass sie mit den Jahren zu jemandem geworden ist, der sie eigentlich gar nicht sein möchte. Und Matt, mit dem das „Unheil“ seinen Anfang genommen hat, scheint genau der Richtige, um ihre hart erarbeitete Fassade zum Brökeln zu bringen. Es ist schön, die Entwicklung Saras im Verlauf zu erleben, denn eine Veränderung ist es, die man sich als Leser für sie erhofft. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe mir tatsächlich das erste Mal nach sehr langer Zeit einzelne Sätze im Buch markiert, weil ich sie einfach so schön fand und nicht vergessen wollte 🙂 Wer sich also in diesem Genre zu Hause fühlt, darf gerne zugreifen- sicherlich ein schönes Urlaubsbuch!

Bewertung: 5 von 5 Eulen

 

Auf einen Blick:

Wenn gestern unser morgen wäre“ von Kristina Moninger (erscheint am 28.6.2017)

Verlag: FeuerWerke Verlag

Seiten: 300 Seiten

ISBN-10: 3945362296

ISBN-13: 978-3945362297

Preis: 11,90 € (Taschenbuch) / 0,99 € (Einführungspreis Kindle)

 

Rezension: „Dem Horizont so nah“ von Jessica Koch

Vor einigen Wochen war es mal wieder soweit- eine nette Email mit einer Rezensionsanfrage landete in meinem Postfach. Es ginge um eine tiefsinnige, autobiographische Liebesgeschichte, die die Autorin Jessica Koch sich von der Seele geschrieben habe, um das vor Jahren Erlebte zu verarbeiten. Ich war gespannt und ehrlicherweise vielleicht auch ein bisschen skeptisch- denn was kann das wohl für eine Geschichte sein, die das Leben selbst geschrieben hat und von Jessica Koch nun in Romanform gebracht wurde? Mit Vielem habe ich gerechnet, aber nicht damit, dass ich soeben eines der wundervollsten Bücher überhaupt in den Händen halte. Eines, das sicherlich einige Spuren in mir und jedem, der es liest, hinterlassen wird…

Als Jessica eines abends mit ihrer Freundin loszieht, ahnt sie noch nicht, dass dieser Abend ihr Leben grundlegend verändern wird. Sie lernt Danny, einen Deutsch-Amerikaner, kennen, der sich mit seinen Freunden einen Spaß daraus macht, Telefonnummern zu sammeln. Jessicas Nummer bekommt er nicht so einfach wie gewohnt, denn sie scheint, anders als die anderen Vertreterinnen ihres Geschlechts, nicht sofort und hoffnungslos seiner Charmeoffensive erlegen zu sein; doch so ganz kann sie sich ihm doch nicht entziehen. Warum aber warnt Danny sie plötzlich vor sich und legt ihr nahe, sich von ihm fernzuhalten? Was kann schon so schlimm sein, dass ein Zusammensein mit ihm zum Scheitern verurteilt sein soll? Jessica trifft ihre Entscheidung und begibt sich gemeinsam mit Danny auf einen schicksalhaften Weg, dessen Verlauf man nicht auch nur im Ansatz erahnen kann…

Es kommt selten vor, dass mir die Worte fehlen- aber dieses Buch hat es geschafft. Ich konnte es in den letzten Tagen kaum aus den Händen legen, habe es verschlungen und wurde dabei von den unterschiedlichsten Emotionen begleitet. Liebe, Freude, Wut, Hass, Trauer… diese Geschichte ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die einen alles andere als kalt lässt. Die Tatsache, dass es sich um eine autobiographische Geschichte handelt, lies mich das Ganze noch intensiver erleben, so dass ich am Ende mit Tränen in den Augen und einem dicken Kloß im Hals auf meinem Sofa saß und mich gefragt habe, wieviel Schicksal ein einzelnes Leben zu tragen im Stande ist, und warum die Verteilung oftmals einfach so himmelschreiend und unfassbar unfair ist. Näher auf den Inhalt eingehen werde ich an dieser Stelle nicht, denn man muss „Dem Horizont so nah“ lesen, ohne zu wissen, wo es hinführt. Nur so wird es seine Wirkung entfalten- und ihr könnt mir glauben, die hat es auf jeden Fall. Es ist eine Geschichte über Hoffnung, Mut, das Schicksal, Liebe, Trauer und Angst. Doch die beste Geschichte ist nichts wert, wenn sie nicht jemanden hat, der die richtigen Worte findet, um sie niederzuschreiben- und das hat Jessica Koch mit Bravour geschafft. Sie lässt uns teilhaben an einem Stück ihres Lebens, das prägender nicht hätte sein können und ist dabei offen und ehrlich. Wie schafft man es, dass ein Schicksal unvergessen bleibt? Richtig- man schreibt es auf. Jetzt muss es bloß noch seine Kreise ziehen und von euch da draußen gelesen werden! Ein absoluter und unbedingter Lesetipp!

So, ich hoffe, ich habe euch nun so neugierig gemacht, dass ihr sofort in die nächste Buchhandlung spaziert oder euch das Buch auf euren Reader holt. Wenn ich könnte, würde ich allen Menschen in meinem Umfeld befehlen, dieses Buch zu lesen 😉

Bewertung: 5 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Dem Horizont so nah“ von Jessica Koch

Verlag: FeuerWerkeVerlag (15.März 2016)

Seiten: 440

ISBN-10: 3945362199

ISBN-13: 978-3945362198

Preis: 14,99 € (Broschiert) / Kindleversion aktuell 0,99 € , bald 4,99 €