Rezension: „Wer braucht schon einen Millionär“ von Vanessa Mansini

Heute gibt es mal wieder was von Vanessa Mansini- das Buch lag schon so lange auf meinem Reader und wollte nun endlich gelesen werden 😉

Anna ist erfolglose Schauspielerin und verdient ihr Geld unter anderem als Babysitterin für eine gut betuchte Familie. Als besagte Familie in Urlaub fährt nutzt Anna ihre Chance und erfüllt sich einen kleinen Wunsch: Sie schlüpft in die Rolle der Tochter des Hauses und verschafft sich so Einlass auf eine Silvesterparty der Reichen und Schönen. Nicht geplant allerdings hatte sie die Begegnung mit Millionärssohn Max, in den sie sich Hals über Kopf verliebt und eine unglaubliche Nacht erlebt. Doch was kann schon aus dieser Begegnung werden, aufgebaut auf einer Lüge? Schweren Herzens lässt Anna Max alleine zurück, nicht ahnend, dass sie ihn bereits in kurzer Zeit wiedertreffen wird. Nur um dann feststellen zu müssen, dass ihre eigene Täuschung hier wahrlich nur die Spitze des Eisbergs ist…

Wenn Vanessa Mansini draufsteht, ist auch Vanessa Mansini drin- für alle Fans wartet hier also eine Geschichte in gewohntem Stil, die sich gut lesen lässt und die mal wieder Spaß macht. Ich finde, „Wer braucht schon einen Millionär“ ist nicht ganz so gespickt mit Witz wie andere Werke von Vanessa Mansini, was aber der Lesefreude nichts nimmt. Es ist lediglich eine Feststellung, keine Bewertung. Als ich einen ersten Teil gelesen hatte, hatte ich zunächst die Befürchtung, dass sich die Story ziemlich vorhersehbar weiterentwickeln wird- aber natürlich kam es anders und die Story wandert in eine Richtung, mit der man zu Beginn sicher nicht rechnet. Zum Schluss war ich auf jeden Fall froh, dass der zweite Teil mittlerweile auch schon erschienen ist, damit die Geschichte rund um Anna und Max schnell weitergehen kann…

Bewertung: 4 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Wer braucht schon einen Millionär?“ von Vanessa Mansini/ Michael Meisheit

Verlag: Michael Meisheit

Seiten: 225

ISBN-10: 3981721047

ISBN-13: 978-3981721041

Preis: 9,90 € (Taschenbuch) / 2,99 € (Kindle)

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Rezension: „Die Endlichkeit des Augenblicks“ von Jessica Koch

Hallo meine lieben Leseratten da draußen 😉 Vor einigen Wochen habe ich mich dafür beworben, dass neue Buch Jessica Kochs mit dem Titel „Die Endlichkeit des Augenblicks“ lesen zu dürfen. Nachdem ich im vergangenen Jahr so begeistert von ihrer autobiographischen Geschichte „Dem Horizont so nah“ (zur Rezension geht es HIER) war, wollte ich gerne wissen, ob mich auch ein Buch von ihr ohne persönlichen Bezug in den Bann ziehen kann! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar!

Eine Dummheit vor 7 Jahren veränderte das Leben Bastis und Joshs für immer. Es war ein Unfall, der bis heute seine Spuren bei den beiden jungen Männern hinterlässt. Basti ist querschnittsgelähmt, hat sich jedoch mit seinem Schicksal arrangiert, ist fröhlich, positiv und offen. Josh dagegen plagt sich mit Schuldgefühlen, kämpft mit Depressionen und den Dämonen seiner Vergangenheit- mehr als einmal hat er versucht, sein Leben zu beenden. Doch in all seinem Leid ist er immer für seinen besten Freund da und passt auf ihn auf. An einem sonnigen Tag winkt Basti ein Mädchen im Biergarten an seinen Tisch- denn vom ersten Moment an fühlt er sich zu ihr hingezogen. Josh ist nicht begeistert, denn was will ein hübsches Mädchen mit einem Kerl, der nicht laufen kann? Doch Sam scheint anders als viele Mädchen zu sein- sie fühlt sich ebenfalls zu Basti hingezogen und versteht schnell, dass es nicht genügt, sich „nur“ mit Bastis Schicksal zu arrangieren; auch zu Josh muss sie vordringen und ihm zeigen, dass er wertvoll ist. Tatsächlich vollzieht sich langsam eine Wandlung in ihm und er findet einen neuen Sinn in seinem Leben. Doch darin hat Basti leider keinen Platz mehr…

Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen. Anfangs habe ich etwas gebraucht, um in die Geschichte zu finden, da ich mich zunächst etwas daran gestört habe, dass wir in den Sam-Kapiteln einen Ich-Erzähler haben, in den Josh- und Basti-Kapiteln dagegen „nur“ einen personalen Erzähler. Aber nach einer Weile hatte ich mich daran gewöhnt und alles war gut 😉 Rückblickend betrachtet macht es auch Sinn, es so zu machen, aber ich würde zuviel verraten, wenn ich mehr dazu sagen würde. Da hilft also nur selber lesen! Ansonsten finde ich die Charaktere und den Plot gut angelegt und durchdacht. Man erhält schnell einen guten Einblick in die Gefühlswelt der drei Hauptpersonen und steckt schon bald gemeinsam mit ihnen in einer tragischen Geschichte, die sich rund um die Themen Schuld, Lebensfreude, Schicksal, Hoffnung, Liebe und Freundschaft dreht, und die auf jeden Fall auf mehreren Ebenen zum Nachdenken anregt. Einzig der Wandel, den Josh im Verlaufe des Buches durchläuft, erscheint mir persönlich etwas zu „rasant“ – denn jemand, der jahrelang unter starken Depressionen mit Selbstmordabsicht leidet und zudem noch das ein oder andere Kindheitstrauma mit sich herumträgt, wird sich meiner Meinung nach nicht nach wenigen Wochen oder Monaten in einen gänzlich anderen Menschen verwandeln. Aber da hat sich beim Lesen vielleicht zu sehr mein Kopf eingeschaltet- denn ich sage ja selbst immer wieder: Bücher können sowas, Bücher dürfen sowas 😉

Für wen ist das Buch empfehlenswert? Wahrscheinlich für alle Fans von Jessicas Danny-Trilogie und all solche, die Lust auf eine Mischung aus Tragik, Liebe und Schicksal haben. Aufgrund des auch immer wieder etwas düsteren Touchs ist es für mich nicht DAS typische Sommerbuch,welches ich gerne im Urlaub am Strand lesen würde- wenn ich eine Jahreszeit zuordnen müsste, würde ich wohl eher den Herbst nehmen 😉 Aber die Geschmäcker sind verschieden und ihr dürft gerne selber entscheiden, wo dieses Buch gelesen werden soll!

Bewertung: 4 von 5 Eulen

 

Auf einen Blick:

„Die Endlichkeit des Augenblicks“ von Jessica Koch

Verlag: FeuerWerke Verlag

Seiten: 284

ISBN-10: 394536227X

ISBN-13: 978-3945362273

Preis: 12,99 € (Taschenbuch) / 3,49 € (Reader)

 

 

Gastrezension: „Die Kane-Chroniken – Die rote Pyramide“ (Bd.1) von Rick Riordan

Frei nach dem Motto „unverhofft kommt oft“ hatte ich gestern Abend eine Mail von meinem Bruder im Postfach, in der er mir einfach mal so eine Rezension geschickt hat, die er grade geschrieben hat. Nett, oder? Oft muss man bei Buchtipps aus Richtung meines Bruders ein bisschen Vorsicht walten lassen, da die empfohlenen Bücher nicht selten besonders… wie soll ich sagen…krank, brutal und angsteinflößend sind! ;-D Zumindest für die etwas Zartbesaiteteren unter uns. In diesem speziellen Fall liegen wir aber vollkommen auf einer Wellenlänge, und somit gebe ich diesen Lesetipp gerne und kommentarlos an euch weiter. Ich veröffentliche nun also auch Gastrezensionen 😉

Sadie und Carter Kane haben sich Weihnachten mit Sicherheit ganz anders vorgestellt. Ihr Vater, der Ägyptologe Dr. Julius Kane, schleppt sie an einem der wenigen Tage, an dem sich die 3 sehen, in ein Museum. Doch dieser Museumsbesuch gerät rasend schnell außer Kontrolle. Denn als ihr Vater versucht den ägyptischen Gott Osiris zu beschwören, wird er von einer glutroten Figur entführt. Nun stehen Sadie und Carter alleine da und finden viel mehr über sich und ihre Familie heraus, als ihnen lieb ist. Gemeinsam mit seltsamen Verbündeten begeben sich die Beiden auf eine Rettungsmission, die sie einmal quer durch die ägyptische Welt der Götter und Mythen führt. Dabei steht nicht nur das Schicksal ihres Vaters auf dem Spiel, sondern auch das der gesamten Menschheit.
Wer nach den „Percy Jackson“-Romanen (und der daran anschließenden Serie „Helden des Olymp“) gedacht hat, Rick Riordan kennt sich nur mit der griechischen Mythologie aus, hat sich geirrt. Mit den „Kane-Chroniken“ zeigt der amerikanische Autor, dass er sich auch im alten Ägypten bestens zurechtfindet.
Böse Zungen könnten nun behaupten, dass es sich trotz allem nur wieder um eine Götter-Geschichte handelt und der Fokus auf Kindern liegt, die eine fremde Welt kennenlernen. Und tatsächlich, bricht man den Kern des Buches auf diesen Aspekt runter, passt diese Beschreibung sowohl zu Percy Jackson als auch zu den Kane-Chroniken. Doch schon zu Beginn des Buches wird klar, dass man es bei den Abenteuern der Familie Kane mit einer ganz anderen Art von Erzählung zu tun hat. So wird direkt zu Beginn klargestellt, dass der Inhalt des Buches nur eine Abschrift einer Tonbandaufnahme ist. Riordan selbst hat also gar nichts erfunden, sondern schreibt nur auf, was er „gehört“ hat. Dies hat zur Folge, dass die wahren Erzähler – Sadie und Carter – direkt zum Leser sprechen und die Geschichte durch ihre Augen erlebt wird. Die beiden Geschwister wechseln sich brav ab und erzählen das Erlebte mit ihrer jeweiligen, eigenen Art. Während Carter, der ältere Bruder, eine etwas reifere Art an den Tag legt, nimmt die kleine rebellische Sadie kein Blatt vor den Mund und sagt, was sie denkt. Zu jedem, egal ob Bruder, Fremder oder Gott.

Die Chemie zwischen den beiden Geschwistern ist zu Beginn noch nicht ganz greifbar, denn anfangs sind sich Bruder und Schwester nicht wirklich grün. Das hängt stark mit ihrer Vorgeschichte zusammen, denn während Carter nach dem Verlust der Mutter beim Vater bleiben durfte, wurde Sadie zu ihren Großeltern nach England verfrachtet. Doch auch wenn Carter bei seinem Vater war, so musste er ständig mit ihm um die Welt reisen, sich immer gut benehmen und konnte keine Freundschaften schließen. Sadie hingegen hatte ein einigermaßen geregeltes Umfeld und konnte sich ein eigenes kleines Leben aufbauen.
Die Geschichte selbst ist ein rasanter Trip durch die ägyptische Geschichte, die gekonnt mit der modernen Welt verwoben wird. Wie schon bei Percy Jackson beweist Riordan, dass er geschickt mystische Wesen und Konzepte in „unsere“ Welt transportieren kann. Allerdings werden die meisten vorgestellten Orte beinahe schneller verlassen als betreten, so dass man als Leser immer gut aufpassen muss, wo man sich denn nun gerade befindet und wer alles um die Geschwister Kane herumschwirrt.

Wer sich dem hektischen Road-Trip hingibt, bekommt eine fantastische Geschichte über Familie, Schicksal und auch Freundschaft präsentiert, die zu keiner Stelle langatmig wirkt und auf beinahe allen Seiten zu einem Schmunzeln führten kann. Die Neckereien von Sadie und Carter kennt jeder, der selbst eine Schwester oder einen Bruder hat. Doch trotz der Ärgereien und Streitigkeiten der Beiden sind sie eben eine Familie, und das wissen sie ganz genau.

Einen kleinen Abstrich in Sachen Spannung muss man allerdings machen, wenn man sich der Tatsache bewusst wird, dass die beiden Kanes die Geschichte selbst erzählen, nachdem sie geschehen ist. Auch wenn im Buch einige Wege aufgezeigt werden, die eine Erzählung aus dem Jenseits möglich machen könnten, so weiß man als Leser doch eigentlich, dass die beiden alles im Buch überstehen werden. Und wenn man dabei noch so humorvoll vom Erlebten berichten kann, kann das auch alles gar nicht so schlimm gewesen sein.

„Die rote Pyramide“ ist übrigens der erste Teil einer Trilogie. Wer sich nach dem offenen Ende also fragt, wie es weitergeht, kann es mit Teil 2 und 3 erfahren ;).

4 von 5 Ankhs 😉

EDIT: Und für die Nicht-Ägyptologen: 4 von 5 Eulen 😉

Na, das klingt doch nach einer interessanten Trilogie! Vielleicht ist das ja was für euch!

Auf einen Blick:

„Die Kane-Chroniken – Die rote Pyramide“ (Bd.1) von Rick Riordan

Verlag: Carlsen

Seiten: 608

ISBN-10: 3551312842

ISBN-13: 978-3551312846

Preis: 10,99 € (Taschenbuch + Kindle)

 

Rezension: „Monsieur Blake und der Zauber der Liebe“ von Gilles Legardinier

Huch, da war ich wohl ein wenig schreibfaul in letzter Zeit, was? Aber dafür habe ich heute ein besonders schönes Buch, welches ich euch ans Herz legen möchte 🙂

Andrew Blake besitzt eine gut laufende Firma in London, wird seines Lebens jedoch nicht mehr richtig froh. Den Tod seiner geliebten Frau konnte er nie so recht verarbeiten, und daher beschließt er, seine Zelte in London – zumindest für eine Weile – abzubrechen und eine Stelle als Butler anzunehmen. In Frankreich und inkognito. Im französischen Herrenhaus angekommen, trifft er nicht nur auf die Hausdame, sondern auch auf die verschiedenen Angestellten des Anwesens. Diese sind zwar alle oberflächlich freundlich, jedoch merkt Blake schnell, dass die vorherrschende Atmosphäre doch eher kühl und distanziert ist. Durch seine oft unkonventionelle Art und seinen speziellen Humor gelingt es Blake mehr und mehr das Leben von Madame und ihren Bediensteten gehörig auf den Kopf zu stellen und die Beziehungen der Personen untereinander merklich zu verändern. Auf diese Weise zieht schließlich ein bisschen mehr Wärme, Freundlichkeit und Liebe ins Haus- etwas, das allen Anwesenden mehr als gut tut…

Bereits das erste Buch von Gilles Legardinier „Julie weiß, wo die Liebe wohnt“ hatte mir sehr gut gefallen. Und auch in diesem Roman wird man sogleich von Legardiniers wunderschöner Erzählweise in Beschlag genommen. Ich kann gar nicht sagen, woran es genau liegt, aber man fliegt durch die Seiten und ist irgendwie verzaubert. Die Charaktere sind alle so liebevoll gezeichnet, dass man sie einfach nur gern haben kann- jeden mit seinen eigenen Marotten und Liebenswürdigkeiten. Sie alle wirken so lebendig und verletzlich, da eigentlich jeder von ihnen auf der Suche nach etwas ist. Und da muss erst ein neuer Majordomus (und zwar nicht mal ein echter) eingestellt werden, der das bisherige, gut durchstrukturierte Leben aller umkrempelt und für etwas sorgt, was bisher fehlte: Spaß und Lebensfreude. Doch auch Blakes eigenes Leben schreit nach Veränderung- man denke nur an den Grund seiner „Flucht“ aus London. Wie gut, dass die Früchte, deren Samen er selbst gesät hat, auch vor ihm nicht halt machen. Wer Lust auf eine Art Märchen für Erwachsene hat, der sollte hier unbedingt zugreifen 🙂

Bewertung: 5 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Monsieur Blake und der Zauber der Liebe“ von Gilles Legardinier

Verlag: Goldmann

Seiten: 416 (Tb)

ISBN-10: 3442480760

ISBN-13: 978-3442480760

Preis: 8,99 € (Taschenbuch) / 7,99 € (Kindle)

Rezension: „Liebe mit Zuckerguss (Bundle Zuckergussgeschichten Teil 1-4): Tennessee Storys“ von Emma C. Moore

Wie der Titel bereits vermuten lässt, habe ich heute etwas Süßes, Klebrig-Kitschiges für euch 😉 Genau das Richtige für diese Zeit, in der sich ja viele die ein oder andere gemütliche Stunde zu Hause auf dem Sofa gönnen.

„Liebe mit Zuckerguss“ beinhaltet die ersten vier Tennessee-Kurzromane der Autorin Marah Woolf, die hier unter ihrem Pseudonym Emma C. Moore schreibt.

Im ersten Teil „Zum Anbeißen süß“ kommt Annie zurück nach Crossville, da Lewis, ihre große Liebe aus alten Zeiten, sie zu seiner Hochzeit eingeladen hat. Eigentlich möchte sie gar nicht dort sein, und ehe sie sich versieht, spielen die Gefühle für ihren Kinderfreund, den sie sich nie wirklich aus dem Kopf schlagen konnte, verrückt. Dass die Braut dann auch noch ein kleiner Drache zu sein scheint, macht die Sache nicht besser.

In „Zum Vernaschen zu schade“ lernen wir die scheue Amy kennen, die es jobbedingt ins kleine Städtchen Crossville zieht. Von ihrem Makler im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehengelassen, findet sie widerwillig Unterschlupf bei ihren zwei Nachbarn, die sich dann auch noch als die Söhne ihrer künftigen Chefin entpuppen. Besonders Daniel wirbelt Amys Gefühlsleben gehörig durcheinander- doch das Glück scheint Amy nicht wohlgesonnen.

Der dritte Kurzroman „Cookies, Kekse, Katastrophen“ handelt von Chloe, die ein Buch mit zusammengetragenen Frauengeschichten von Eric, einem in ihrem Umfeld bekannten Frauenhelden, veröffentlicht hat. Das Buch wurde glücklicherweise unter einem Pseudonym herausgegeben, doch Eric scheint festentschlossen, die Autorin ausfindig zu machen. Und Chloe ist augenscheinlich doch nicht ganz so immun gegen Erics Charme wie sie zunächst behauptet…

Den Abschluss des Bundles macht die Geschichte „Himbeeren im Tee“, in welcher Hope zurück nach Crossville kommt, um sich um ihre kranke Mutter zu kümmern. Am liebsten wäre sie gar nicht da, und zu allem Überfluss trifft sie auch noch ständig auf Connor, der zwar besser denn je aussieht, sie aber keinen Deut besser leiden kann als damals. Welche Geschichte verbindet die beiden, und warum wird Hope von vielen Bewohnern Crossvilles schief angeguckt?

So, mehr Infos gibt es an dieser Stelle nicht 😉 Da es sich um Kurzromane handelt, wäre jedes weitere Wort zuviel. Und mal ganz ehrlich: Irgendwie weiß man ja, wohin das Ganze jeweils laufen wird. Und wenn man sich Bücher mit solchen Titeln und solchen Covern zulegt, dann behaupte ich mal, möchte man auch genau das 🙂 Schön geschriebene Romane, in deren Geschichten man eintauchen kann, die mit sympatischen Charakteren und abwechslungsreichen Plots aufwarten und einem kurzweilige Stunden bescheren. Schön finde ich besonders, dass die einzelnen Storys zwar unabhängig voneinander sind, man die Personen, die in der einen Geschichte im Vordergrund stehen, jedoch auch in den anderen Romanen im Hintergrund wiedertrifft. So lernt man immer mehr Personen aus der Kleinstadt Crossville kennen und die Kurzromane verbinden sich irgendwie zu einer großen, runden Sache. Es macht daher schon Sinn, die Reihenfolge einzuhalten. Diejenigen unter euch, die Angst vor vielen Seiten haben, können also ganz entspannt mit einer Story starten (entweder als Taschenbuch oder für den Kindle) und sehen, ob es ihnen gefällt. Alle anderen wählen dann vielleicht direkt das Bundle und haben alle 4 Geschichten auf einen Streich. Mir haben alle 4 Romane sehr gut gefallen. So gut, dass ich mir bereits das nächste Bundle „Winterzauber mit Zimt und Zucker“ mit den Storys 5-7 heruntergeladen habe 😀 Gleich geht es los!

Bewertung: 5 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Liebe mit Zuckerguss (Bundle Zuckergussgeschichten Teil 1-4): Tennessee Storys“ von Emma C. Moore und Marah Woolf

Verkauf durch:  Amazon Media EU S.à r.l.

ASIN: B017THSW56

Preis: 3,99 € (Kindle)

Und weil ich heute besonders nett bin, liste ich euch auch noch die Einzelromane auf, die es auch als Printversion gibt!

Teil 1: Zum Anbeißen süß

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Seiten: 192

ISBN-10: 150852095X

ISBN-13: 978-1508520955

Preis: 6,95 € (Taschenbuch) / 1,49 € (Kindle)

Teil 2: Zum Vernaschen zu schade

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Seiten: 190

ISBN-10: 1508552770

ISBN-13: 978-1508552772

Preis: 6,95 € (Taschenbuch) / 1,49 € (Kindle)

Teil 3: Cookies, Kekse, Katastrophen

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Seiten: 186

ISBN-10: 1508561761

ISBN-13: 978-1508561767

Preis: 6,95 € (Taschenbuch) / 1,49 € (Kindle)

Teil 4: Himbeeren im Tee

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Seiten: 216

ISBN-10: 1514759667

ISBN-13: 978-1514759660

Preis: 6,95 € (Taschenbuch) / 1,49 € (Kindle)

 

 

 

 

Rezension: „Girl on the train“ von Paula Hawkins

Rachel fährt jeden Morgen mit dem gleichen Zug in die Stadt und abends mit dem gleichen Zug zurück nach Hause. An einem Signal bleibt ihr Zug regelmäßig stehen- manchmal nur kurz, nicht selten aber auch ein paar Minuten. Genug Zeit, um einen Blick in die Gärten der dortigen Häuser zu werfen. Besonders ein Garten hat es ihr angetan- dort wohnen „Jess“ und „Jason“- ein in Rachels Augen perfektes Ehepaar, um das sie sich täglich neue Geschichten ausdenkt. Doch eines Tages sieht Rachel etwas, was ihr so liebgewonnenes Konstrukt in tausend Teile zerfallen lässt und ihre Welt erschüttert. Kurz danach verschwindet „Jess“ und ihr Bild erscheint in den Medien. Wie kann Rachel nun dafür sorgen, dass ihrer Beobachtung aus dem Zug heraus Beachtung geschenkt wird? Das Problem ist: Niemand wird ihr glauben. Warum? Weil Rachel ein Alkoholproblem hat. Weil Rachels Welt aus Lügen gebaut ist. Und weil die Gärten, in die sie täglich einen Blick wirft, ihr gar nicht so fremd sind wie es zunächst scheint…

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Buch ist einfach so gut! Es gibt Geschichten, die leben von Action, vielen Charakteren und schneller Handlung (die natürlich auch toll sein können); und es gibt Geschichten wie diese, die auf sehr gut aufgebaute, in übersichtlicher Anzahl vorhandene Charaktere bauen, die sich erst im Verlauf der Story langsam entblättern und somit für stetige Richtungswechsel und einen enormen Spannungsbogen sorgen. Es gibt drei weibliche Personen, zwischen deren Sicht kapitelweise gewechselt wird, wobei Rachel die Protagonistin des Ganzen darstellt. Durch ihre Alkoholsucht erhalten wir Einblick in ihre Art die Welt zu sehen- in ihre löchrige Welt, die mittlerweile aus fast nichts als Lügen besteht und aus der sie nicht im Stande ist zu entkommen. Auch die Tatsache, dass mehr oder weniger regelmäßige Blackouts für große Erinnerungslücken sorgen, machen sie Sache nicht besser. Und besonders als Rachel klar wird, dass sie sich an dem Abend, an dem „Jess“ verschwunden ist, in deren Nähe aufgehalten hat, machen ihr die in ihrem Kopf umherwabernden, nicht greifbaren Schatten immer mehr zu schaffen. Das, was Alkohol mit einem Menschen anstellen kann, wird hier sehr gut herausgearbeitet. Man kann Rachels Ambivalenz während des Lesens förmlich spüren, wie sie ständig hin- und hergerissen ist, zwischen dem Vorhaben, nicht mehr zu trinken, um endlich ernst genommen zu werden, und dem immer wiederkehrendem Verlangen, sich einfach zu betrinken. Erst gegen Ende der Geschichte fügen sich die Puzzleteile dann schließlich ineinander, sodass nicht nur Rachel, sondern auch der Leser einen neuen Blick auf die Situation und die handelnden Personen erhält. Nichts ist wie es scheint! Meiner Meinung nach ein sehr gutes Buch, das unbedingt gelesen werden möchte 🙂

Bewertung: 5 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Girl on the train – Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich“ von Paula Hawkins

Verlag: Blanvalet

Seiten: 448

ISBN-10: 3764505222

ISBN-13: 978-3764505226

Preis: 12,99 € (broschiert) / 9,99 € (Kindle)

 

 

Rezension: „101 Life-Hacks: Genial-einfache Alltagstricks, die ihr Leben in 45 Minuten 100% einfacher machen“ von Madame Missou

Vor ungefähr 2 Wochen flatterte eine nette Email in mein Postfach, in der ich von Madame Missou auf ihre Ratgeber-Reihe aufmerksam gemacht wurde. Die Ratgeber behandeln meist typische Frauenthemen, sind laut Überschrift in nur 45 Minuten zu lesen und sollen kompaktes Wissen für den jeweiligen Themenbereich vermitteln. Netterweise durfte ich mir zu Rezensionszwecken einen der Ratgeber im Ebook-Format aussuchen und habe mich relativ spontan für die 101 Life-Hacks entschieden! Vielen Dank an dieser Stelle!

Aber was sind Life-Hacks überhaupt? Life-Hacks sind kleine Tricks und Kniffe, die den Alltag erleichtern sollen. Die dafür genutzten Materialien hat man oft sowieso zu Hause, so dass man vieles davon auch problemlos sofort ausprobieren kann. Unterteilt ist der Ratgeber in insgesamt 6 Kapitel. Jeder Tipp ist im Inhaltsverzeichnis des Ebooks auch einzeln anzusteuern, so dass man nicht immer alles komplett durchblättern muss, bis man an der gewünschten Stelle angekommen ist. Folgende Themenbereiche werden aufgegriffen:

Kapitel 1: Haushalt

Kapitel 2: Putzen

Kapitel 3: Kinder

Kapitel 4: Ordnung und Übersicht

Kapitel 5: Kochen, Essen und Lebensmittel

Kapitel 6: Alltag, Reisen, Technik

Das Lesen der 101 Hacks geht in der Tat sehr schnell und so ist das Büchlein rasch durchgearbeitet. Man trifft auf eine bunte Mischung aus Vorschlägen, von denen man einerseits bereits gehört hat und die andererseits bis Dato unbekannt waren und somit für einige Aha-Momente sorgen. Geschrieben ist das Ganze sehr locker und nicht zu ernst, so dass man hier wirklich eine nette, kurzweilige Lektüre hat, die an einigen Stellen zum Ausprobieren anregt. Ich selbst habe für mich auch einige Tipps entdeckt, die ich unbedingt ausprobieren möchte oder mittlerweile bereits ausprobiert habe (ich sag nur: Essig ist eine Wunderwaffe 😉 ). Natürlich sind unter 101 Tipps auch solche dabei, mit denen man persönlich nichts anfangen kann; so würde ich beispielsweise nicht damit beginnen, meinen Schmuck in eine Muffinform zu sortieren. Aber hey, vielleicht ist eine Studentin in grade diesem Moment total dankbar für diese Idee 🙂 Jeder kann sich also einfach das herauspicken, was für ihn sinnvoll ist- so soll es bei einem Ratgeber ja auch sein!

Wer also auf der Suche nach brauchbaren Hacks für seinen Alltag ist, wird hier und da sicher fündig.

 

Auf einen Blick:

„101 Life-Hacks: Genial-einfache Alltagstricks, die ihr Leben in 45 Minuten 100% einfacher machen“ von Madame Missou

Verlag: Madame Missou eBooks & Ratgeber

Seiten: 60

ASIN: B013TH3A7A

Preis: 2,99 € (Kindle)