Ars vivendi: Februar 2018

Ars vivendi

oder: Langeweile

Yvonne Wolf 28/02/2018

Ihr werdet es sicherlich bemerkt haben: Im Januar habe ich mir eine kleine Pause gegönnt. Doch nun geht es wieder wie gewohnt weiter und zum Ende des Monats flattert eine neue Ausgabe von Ars vivendi ins Haus.

Heute schreibe ich über etwas, was mir seit längerem immer mal wieder ins Auge fällt. Es ist das Thema Langeweile, bzw. der Umgang mit diesem Zustand. Habt ihr manchmal Langeweile? Wenn ja, ist es für euch eher etwas Positives oder etwas Negatives? Was macht ihr dagegen? Und: Muss man überhaupt etwas dagegen machen? Sollte man nicht vielmehr mal etwas dafür tun?

Schlaue Leute fangen ja gerne mit einer Definition an. Also schnell mal gegoogelt und bei Wikipedia nachgeschaut:

Dort heißt es, Langeweile „ist das unwohle, unangenehme Gefühl, das durch erzwungenes Nichtstun hervorgerufen wird oder bei einer als monoton empfundenen Tätigkeit aufkommen kann.[…]“

Da haben wir‘s; Langeweile hat also einen eher schlechten Ruf. Und sieht oder hört man sich um, dann bestätigt sich dieses Bild recht schnell. Die wenigsten Menschen mögen es, Langeweile zu haben. Sie bekämpfen diesen Zustand – und damit meine ich das Nichtstun – mit Aufgaben, Aktivitäten und immer neuem Input. Kinder, die sagen, ihnen ist langweilig, werden nicht selten schnell in Sport- und Musikkurse gesteckt, möglichst früh eingeschult und mit einem Terminkalender, der dem der Großen in nichts nachsteht, ausgestattet. Doch verpasst man nicht etwas Wichtiges, wenn man es nie dazu kommen lässt, sich zu langweilen? Nimmt man sich selbst und den Kindern nicht eine wichtige Erfahrung weg? Ich finde schon. Vielleicht muss man dem Phänomen Langeweile einfach mal die Chance geben, anders dazustehen. Ihr wisst ja, ein kleiner Perspektivwechsel zur richtigen Zeit am richtigen Ort wirkt manchmal Wunder 😉

Es ist nämlich so: Die Langeweile ist wie eine Türe zu etwas Verborgenem. Doch nur, wer sich in sie hineinwagt und sie durchaus auch mal aushält, der bekommt ihren Schlüssel. Mit ihm in der Hand finden wir dann Zugang zu etwas, was durchaus für jeden von uns unterschiedlich aussehen kann. Der Eine kommt endlich zur Ruhe und findet ganz unverhofft eine Möglichkeit sich zu entspannen. Bei einem anderen sprudeln plötzlich Ideen und Gedanken, die es sonst vielleicht nicht an die Oberfläche geschafft hätten. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich ein unglaubliches Potenzial und oft ganz viel kreative Energie hinter Langeweile versteckt, die sehr wertvoll und wichtig ist.

Traut euch also und gestattet euch und euren Lieben hier und da ein bisschen Langeweile – wer weiß, wofür es gut ist 🙂

In diesem Sinne: Kopf auf den Tisch und los 🙂

Bis bald,

           Yvonne

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Ars vivendi- März 2016

Ars vivendi

oder: Do it yourself

Yvonne Wolf 31/03/2016

Heute möchte ich, dass sich jeder, der nun vor seinem Rechner sitzt und diese Zeilen liest, einmal überlegt wie er in der Regel seine Freizeit verbringt. Diejenigen unter euch, die jetzt mit einem Fragezeichen über dem Kopf auf den Bildschirm starren und denken: Freiwas? stellen sich bitte in die Ecke- um euch kümmere ich mich später 😉 Ich gehe erstmal davon aus, das viele jedoch sehr erfahren auf dem Gebiet ihrer Freizeitgestaltung sind und durchaus regelmäßige Aktivitäten, die in diese Kategorie fallen, in ihren Wochenplan integrieren. Vielleicht macht ihr gerne Sport, seid in irgendwelchen Vereinen unterwegs, besucht Kurse, lest den halben Tag Bücher- wie auch immer. Das, was ich euch heute ans Herz legen möchte, sind vor allem Tätigkeiten, die im weitesten Sinne in die Kategorie „Do it yourself“ gehören. Im Prinzip also alles, was irgendwie dazu führt, dass eure kreativen Energien nicht sinnlos verpuffen, sondern durch gezielten Einsatz so eingesetzt werden, dass im besten Fall etwas entsteht, auf das man hinterher stolz sein kann oder zumindest dazu führt, dass man während der Tätigkeit ganz und ausschließlich mit der Sache und sich beschäftigt ist. Und so schön es manchmal auch ist etwas in der Gruppe zu machen: Alleine kreativ sein ist durchaus auch mal empfehlenswert.

Kreative Energien. Für mich ist es eigentlich eine Tatsache, dass jeder Mensch sie haben muss, diese Art der Energie oder den Drang, etwas selbst zu erschaffen, zu kreieren, zu gestalten. Ich selbst würde wahrscheinlich irgendwann platzen, wenn ich meinem inneren Drang diesbezüglich nicht immer wieder Raum geben würde. Bereits vor einigen Jahren habe ich sowohl einen Text über die Wichtigkeit solcher Aktivitäten geschrieben, als auch einen über den Zustand des Flows, in welchen man gerät, wenn man sich ganz einer Sache widmet und so auf wundervolle Weise für einen erfrischenden Durchzug im eigenen Gehirn sorgt. Der Grund, warum ich diese Themen nun nochmal aufgreife ist folgender: Seit einiger Zeit schon wird mir immer bewusster, dass es mittlerweile in diesem Bereich eine unerschöpfliche Vielzahl an Möglichkeiten gibt, die einfach für jeden etwas bietet und stetig weiter wächst. Dank der großen Mediendichte, mit der wir uns durch den Alltag bewegen (manchmal Segen und Fluch gleichermaßen), kann man quasi alles zu jeder Zeit erlernen. Man muss keine Kurse besuchen, wenn man dies nicht einrichten kann oder möchte, sondern holt sich seinen Tutor via YouTube ganz einfach ins heimische Wohnzimmer, bei Bedarf auch gerne um 3 Uhr morgens 😉 Natürlich kann man sich auch Anleitungen durchlesen und das Ganze dann autodidaktisch in Angriff nehmen- ich selbst gehöre aber zum Beispiel zu den Personen, die manchmal einfach einen „echten“ Menschen brauchen, der es einem erklärt und zeigt.

Nachdem ich beispielsweise vorletztes Jahr einen eher weniger guten Nähkurs besucht hatte, war ich hinterher etwas frustriert. Also habe ich mir gute Anleitungen gesucht, mit denen ich selbst zurecht kam, und alles, was ich nicht verstanden habe, habe ich mir kurzerhand einfach online erklären lassen. Großartig. Wie man eine Kommode mit Folie beklebt, so dass es auch hinterher schön aussieht? Hat geklappt- mit einer Videoanleitung. Aktuell lerne ich Klavierspielen (endlich!!!) – und was soll ich sagen? Mit einem Online-Tutorial. Klappt super und ist für mich im Moment genau das Richtige, weil ich Tempo und Umfang komplett selber bestimmen kann.

Versucht es doch einfach mal, und macht euch (vielleicht im WWW) auf die Suche nach etwas, das ihr ganz in DIY-Manier selbst in die Hand nehmen könnt. Es findet sich immer irgendetwas, was einen begeistert- und ihr glaubt gar nicht wie wertvoll die so genutzte Zeit für euer Seelenleben ist.

Ach ja- die Herrschaften, die noch in der Ecke stehen. Fangen wir mit einer einfachen Definition an 😉 Laut Wikipedia gelten als Freizeit die Zeitphasen, über die der Einzelne frei verfügen kann und in denen er frei von bindenden Verpflichtungen ist. Diese Zeit steht für die Erholung von den Anstrengungen beruflicher und sonstiger Obliegenheiten zur Verfügung. Sie wird aber nicht nur dafür, sondern auch für vielfältige andere Aktivitäten genutzt.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Selbermachen!

Bis bald, Yvonne

Ein herbstliches Gewinnspiel

So, meine Lieben. Es ist mal wieder Zeit für ein Gewinnspiel. Aus welchem Grund? Ganz einfach: Der Herbst steht vor der Tür! Und mit dieser wunderschönen Jahreszeit kehrt bei vielen von uns automatisch ein bisschen mehr Gemütlichkeit ein, die uns nicht selten auch die ein oder andere Stunde beschert, um uns in Ruhe mit einem guten Buch zu beschäftigen. Und damit auch genug Lesefutter vorhanden ist, habt ihr nun die Möglichkeit Nachschub für den Bücherschrank zu gewinnen 🙂 Außerdem ist meine Kolumne im August 6 Jahre alt geworden, ich habe auch bald Geburtstag… ach, es gibt immer Gründe für so etwas 😀

 

Quelle: Amazon

Quelle: Amazon

Was gibt es zu gewinnen?

Vor ein paar Monaten habe ich die Chance genutzt und bin zu einer Signierstunde der Autorin Lori Nelson Spielman in eine Düsseldorfer Buchhandlung gefahren. Dort habe ich jedoch nicht bloß ein Buch für mich persönlich signieren lassen, sondern auch noch ein zweites mit Signatur erstanden. Und genau dieses könnt ihr nun gewinnen!

Gewinnt ein signiertes Exemplar von „Nur einen Horizont entfernt“

Was müsst ihr machen?

Dieses Mal verbinde ich in diesem Gewinnspiel zwei Leidenschaften von mir- und zwar Bücher und Musik. Ich möchte, dass ihr kreativ werdet und eine Strophe für das Lied „Der Herbst ist da“ dichtet- inhaltlich sollte sich das Ganze natürlich rund um das Thema „Lesen“ und „Bücher“ drehen. Ob im Allgemeinen oder für ein bestimmtes Buch im Speziellen sei dabei euch überlassen.

Damit ihr eine Idee davon bekommt wie sowas aussehen könnte, präsentiere ich euch nun meine selbst kreierte Strophe:

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da!

Zeit zum Lesen- wunderbar!

Ab mit dir auf’s Sofa- Bücher sind genug da!

Heia hussassa, der Herbst ist da!

Die erste und letzte Zeile bleiben immer gleich, den Rest dichtet ihr neu! Schmeißt euer Oberstübchen an- ich bin gespannt, was dabei rauskommt 🙂

(und hier eine kleine Ergänzung: HIER findet ihr das Lied!)

Und hier die Teilnahmebedingungen (lesen lohnt sich):

  • Der inhaltliche Bezug zum Thema Bücher/Lesen muss gegeben sein
  • Der Text muss auf die Melodie des Liedes „Der Herbst ist da“ passen und singbar sein (Ja, ich teste das!)
  • Eure Strophe plus euren vollständigen Namen und die Adresse schickt ihr mit dem Betreff „Der Herbst ist da“ per Email an ywolf@gmx.net (nur wenn alles korrekt ist, nehmt ihr am Gewinnspiel teil- das gilt auch, wenn ihr bereits an früheren Gewinnspielen teilgenommen habt und/ oder ich euch persönlich kenne)
  • Ihr seid mindestens 18 Jahre alt
  • Ihr wohnt in Europa
  • Start des Gewinnspiels ist Montag, der 21. September 2015 (ab Veröffentlichung des Beitrags) ; Ende ist Mittwoch, der 30. September 2015, 23:59 Uhr
  • Eure Daten werden nur im Rahmen des Gewinnspieles genutzt und im Anschluss an dieses wieder gelöscht
  • Der Name des Gewinners und die Strophen sämtlicher Teilnehmer werden hier veröffentlicht
  • Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postweg verloren gehen sollte
  • Es entscheidet das Los 🙂

 

Bleibt nur noch zu sagen: Viel Glück!!!