Rezension: „Die verhexten Zombiekarnickel“ (Einfach zauberhaft 2) von Lucy Moregan

Da starten wir das Jahr doch gleich mal mit einer kleinen Rezension! Vielleicht erinnert ihr euch noch an das Buch „Einfach zauberhaft- Die verfluchten Geister“ von Lucy Moregan? Falls nicht, dann könnt ihr *HIER* noch einmal nachlesen, worum es ging, denn bei „Die verhexten Zombiekarnickel“ handelt es sich um den zweiten Teil der Reihe, der mir netterweise wieder zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür 🙂

Lily ist gar nicht begeistert, als sie erfährt, dass ihr Freund Ethan in den Ferien einen Job auf der schottischen Hebrideninsel Islay annehmen möchte. Erst als es gelingt, auch Lily in der Destillerie von Ethans Onkel Arbeit zu verschaffen und zudem ihre Mutter zur Einwilligung zu bewegen, hebt sich die Stimmung deutlich. Doch was sich zunächst nach einem wundervollen Urlaub zu zweit anhört, entwickelt sich rasch anders als gedacht; denn dieses Mal haben es Ethan und Lily nicht nur mit Geistern zu tun, sondern auch noch mit Untoten…

Der zweite Teil rund um Lily, die ja im vorigen Teil ersten Erfahrungen mit ihren Fähigkeiten als Hexe sammeln konnte, hat mir noch etwas besser gefallen als der Vorgängerroman. Ich hatte das Gefühl, die Charaktere sind nun auf ihrem Platz angekommen, was auf jeden Fall einen positiven Einfluss auf das allgemeine Lesegefühl hat, da alles einfach noch runder wirkt. Auch die 3 Zeitebenen, die ebenfalls wieder in die Handlung eingewoben werden, unterstützen die Geschichte sehr. So findet die Haupthandlung im Jahr 2015 statt, und Episoden aus dem 12. sowie dem 17. Jahrhundert liefern für die Story wichtige Hintergrundinformationen. Schön finde ich, dass Lily nun immer mehr Kontakt zu ihrer Magie bekommt und neue Fähigkeiten entwickelt, sie aber immer noch nicht sicher beherrscht; denn so ist auf jeden Fall noch eine Menge Potential für weitere Teile dieser Reihe gegeben (behaupte ich einfach mal).

Einzig der Titel des Buches trifft nicht ganz meinen Geschmack. Hätte ich nicht gewusst, um was es sich bei dieser Geschichte handelt, dann wäre hier mein Beuteschema nicht erfüllt worden. Das ist natürlich meine persönliche Meinung- falls es jedoch noch mehr Lesern so geht, wäre es schade, wenn das Buch deswegen nicht in deren Augenmerk gelangt. Für alle, die also Lust auf Magie, Geister und natürlich ein bisschen Liebe haben, gibt es hier sicherlich kurzweilige Unterhaltung! Theoretisch kann man diesen Teil auch unabhängig lesen- aber wer die ganze Geschichte kennenlernen möchte, der fängt bitte bei Teil 1 an 😉

Bewertung:

4 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Die verhexten Zombiekarnickel (Einfach zauberhaft 2)“ von Lucy Moregan

Verlag: Moiné

ISBN-10: 3000548114

ISBN-13: 978-3000548116

Seiten: 402

Preis: 14,98 € (Taschenbuch) / 3,99 € (Kindle)

 

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Teestunde

Lucy Moregan

10 Fragen an Lucy Moregan

Vor Kurzem gab es hier auf meinem Blog eine Rezension über Lucy Moregans Buch „Einfach zauberhaft: Die verfluchten Geister“ (zur Rezension geht es HIER). Und da es schon lange kein Interview mehr gab, dachte ich mir, lade ich Lucy doch auf ein virtuelles Tässchen Tee ein 🙂 Aber lest selbst!

Yvonne: Welchen Tee darf ich Dir denn anbieten?

Lucy: Gerne einen starken Earl Grey mit Milch und Zucker. ☺

Yvonne: Schaut man sich Deine Sachbücher und nun auch Deinen Roman an, kommt man schnell zu dem Schluss: Geister haben es Dir anscheinend angetan! Wie kam es dazu?
Lucy: Ich hatte schon immer ein Faible für Geistergeschichten. Als ich noch ganz klein war, habe ich heimlich den Spukgeschichten meiner Großtante gelauscht – und mich danach natürlich schrecklich gefürchtet. Als ich dann etwa 6 Jahre alt war, habe ich den Nachbarskindern eigene Geistergeschichten erzählt und danach oft Ärger mit den Müttern
bekommen, da die Kleinen davon Albträume hatten. *lach* Als Teenager habe ich die John Sinclair-Heftchen geliebt, später füllten dann Steven King und diverse Gruselfilme diese Lücke. Irgendwie ist mir diese Faszination mit dem Übersinnlichen bis heute geblieben.

Yvonne: Wann hast Du Dich dazu entschieden, überhaupt mit dem Schreiben anzufangen?
Lucy: Sobald ich schreiben konnte, habe ich die ersten kurzen Geschichten zu Papier gebracht. Mein Vater hat mich dazu ermutigt. Davor, wie schon gesagt, habe ich den Nachbarskindern eben mündlich meine Geschichten erzählt. In meinen Teenagerjahren habe ich besonders viel geschrieben und die Stories dann meinen Freundinnen in der Schule
lesen lassen. Sie waren – in leicht veränderter Form – auch meine Hauptprotagonisten und es waren meist eher lustige Episoden, Parodien etc. Ein paar Geistergeschichten waren aber auch dabei. 😉

Yvonne: Wie lange hat es gedauert, um den Roman „Einfach zauberhaft“ fertigzustellen?
Lucy: Das hat von der Idee bis zur Covergestaltung etwa ein Jahr gedauert. Ich komme leider nicht so oft zum Schreiben wie ich gerne möchte …

Yvonne: Gibt es Passagen, die Dir besonders leicht oder extrem schwer gefallen sind?
Lucy: Besonders leicht sind mir die Alltagsszenen gefallen. Die schreiben sich quasi von alleine und meine Figuren entwickeln dabei ein Eigenleben.Schwerer war die Szene mit Alison im Wald und auch als sie von den Schlägern angegriffen wurde, da ich solche Szenen eigentlich fürchterlich finde (besonders als Leser!) und es mir irgendwie
widerstrebte, meiner Figur sowas anzutun. Aber wenn man sich mal dazu überwunden hat, läuft es auch von alleine. Besonders hart war außerdem die Szene am Schluss, als Alison dann ihrem Enkel von ihrem Leben erzählt. Das war irgendwie sehr emotional.

Yvonne: Wer darf Deine neu geschriebenen Texte zuerst lesen?
Lucy: Zuerst mein Mann, dann einige Freunde und gute Bekannte. Eines meiner langjährigen Hobbies ist das Seifesieden und ich bin in einem winzigen Seifenforum, dessen Mitglieder ich seit vielen Jahren kenne, teilweise sogar persönlich. Das waren meine ersten Testleserinnen, wofür ich ihnen sehr dankbar bin. ☺ Und sogar ein „Geisterjäger“ war unter den ersten Testlesern.

Yvonne: Kannst Du Dich noch erinnern, was Du als Kind besonders gerne gelesen hast?
Lucy: Ich habe immer schon gerne Märchen und Sagen gelesen. Außerdem die typischen Sachen wie „Momo“ oder die Bücher von Astrid Lindgren. In meinen Teenagerjahren war ich besessener Goethe-Fan. *lach*

Yvonne: Es gibt eine Frage, die ich immer stellen muss, weil es mich einfach brennend interessiert: Wenn ich mich vor Dein Bücherregal stelle, was sehe ich dann alles?
Lucy: Einen ganzen Haufen. *grins* Mein Mann und ich haben da so allerhand zusammengetragen. Wir haben eine kleine Bibliothek, in der 2 Wände komplett mit Büchern vollgestopft sind (teilweise in 2. und 3. Reihe). Der Rest ist im Keller ausgelagert. Natürlich haben wir sehr viel zum Thema Paranormales (3 Regalfächer an Sachbüchern dazu). Dann lese ich auch viele Romane, v.a. von Susanna Kearsley, Simone St. James, die Jugendbücher von Marah Woolf (hab ich erst kürzlich entdeckt durch eine Freundin), Kerstin Gier, und da ist natürlich auch Harry Potter vertreten. Meine absoluten Lieblingsautoren sind Mark Twain, Jane Austen und Agatha Christie (obwohl ich eigentlich Krimis nicht mag, aber die Gesellschaftsportraits und ihre Figuren sind einfach wundervoll). Was man dann noch zu sehen bekommt, sind jede Menge Fachbücher zum Thema Archäologie (bin promovierte Archäologin), sehr viele Kräuterbücher (bin ne kleine Kräuterhexe), Sachbücher über meine diversen Hobbies (Seifen- und Kosmetikherstellung, Zeichnen uvm.), viele Klassiker von Shakespeare über Goethe bis Oscar Wilde.Gedichtbände, z.B. Robert Burns und Gedichte von Nietzsche. Reiseführer (ein ganzes Fach nur über Schottland). Eben ein bunter
Strauß … 😉

Yvonne: Gibt es ein Buch, von dem Du der Meinung bist, dass es jeder lesen sollte?
Lucy: Das ist eine sehr schwierige Frage, denn da gibt es für mich eigentlich mehr als eins. Ich denke, dass es nicht allgemein ein Buch gibt, das jeder gelesen haben sollte, denn jeder Mensch ist verschieden und hat andere Bedürfnisse. Meine persönlichen Empfehlungen sind „Pride and prejudice“ von Jane Austen, Goethes „Faust“ – Teil 1, und auch „Innocents abroad“ von Mark Twain.

Yvonne: Welche Romanfigur würdest Du gerne einmal treffen?
Lucy: *lach* Na, natürlich Fitzwilliam Darcy! Für mich immer noch die perfekte männliche Hauptfigur. 😉

Yvonne: Und nun noch eine Frage zum Schluss: Am 23. April ist der Welttag des Buches! Gibt es Aktionen, an denen Du teilnimmst oder die Du selbst
gestaltest?
Lucy: Ich veranstalte ja ab und zu geführte Geisterjagden für Erwachsene – so eine Art Rollenspiel der besonderen Art. Am 23.4.16 besuchen wir einen der Schauplätze aus meinen Geistersachbüchern: Schloss Ortenburg. Wird sicher wieder spannend und gruselig – so wie ich es mag. 😉

Das war doch ein schönes Interview 🙂 Vielen lieben Dank nochmal an Lucy Moregan!

Rezension: „Einfach zauberhaft: Die verfluchten Geister“ von Lucy Moregan

Da hatte ich doch mal wieder eine nette Anfrage in meinem Postfach 🙂 Lucy Moregan ist auf meinen Blog gestoßen und hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ihr Buch zu lesen und zu rezensieren. Vielleicht ist es ja was für euch! Vielen Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!

Lily hat es zur Zeit nicht leicht. Gemeinsam mit ihrer Mutter zieht sie aus der Großstadt London in das kleine schottische Dörfchen Witford. Alles ist neu und fremd, und zu allem Überfluss geschehen ständig irgendwelche gruseligen Dinge um sie herum. Zum Glück knüpft sie schnell neue Freundschaften und fühlt sich schon bald deutlich wohler in ihrer Haut. Das liegt vielleicht auch an Ethan, einem Jungen aus ihrer Schule, der ihr ganz schön den Kopf verdreht hat und offenbar auch Gefallen an Lily findet. Doch so richtig schlau wird sie zunächst nicht aus ihm. Auf jeden Fall ist irgendetwas Seltsames im Gange: Was hat es mit dem unscheinbaren Dörfchen auf sich? Warum betätigen Ethan und seine Freunde sich in ihrer Freizeit als Geisterjäger? Und welche Rolle spielt Lily bei der ganzen Sache?

Mir hat das Buch gefallen! Schnell ist man in die Geschichte eingestiegen und fragt sich, was es mit dem Dorf und seiner Geschichte auf sich hat- und vor allem, warum ausgerechnet Lily ständig Zeugin gruseliger Phänomene wird. Schön finde ich außerdem, dass die Geschichte immer wieder durch Rückblicke in die Vergangenheit unterbrochen wird, in denen der Leser häppchenweise erfährt, was denn nun die Grundlage für all den Spuk (im wahrsten Sinne des Wortes) ist. Gestolpert bin ich während des Lesens immer wieder über einige Passagen, zum Beispiel die Beziehung zwischen Ethan und Lily betreffend- denn da Ethan und als grüblerisch und ernst wirkender junger Mann vorgestellt wird, hätte ich mir z.B. die Startphase der Beiden noch zögerlicher, zäher, schwieriger und langsamer gewünscht. Es geht zwar immer mal bergauf und bergab mit den Beiden, aber nie lange genug, dass man wirklich ans Zweifeln kommt, ob das denn noch was wird 😉 Aber das mag mein persönlicher Wunsch sein- und wer weiß, was da noch kommt? Denn das Ende des Buches lässt eigentlich keine andere Schlussfolgerung zu, als dass es auf jeden Fall Nachschub geben wird. Wenn es soweit ist, werde ich Teil 2 auf jeden Fall lesen wollen. Alle diejenigen unter euch, die also einen kleinen Ausflug in die Welt der Geister unternehmen möchten, finden hier sicherlich kurzweilige Unterhaltung 🙂

Bewertung: 3-4 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Einfach zauberhaft: Die verfluchten Geister“ von  Lucy Moregan

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (1. Februar 2016)

Seiten: 460

ISBN-10: 1519159560

ISBN-13: 978-1519159564

Preis: 14,98 € (Taschenbuch) / 21,99 € (Gebunden) / 3,99 € (Kindle)