Ars vivendi- März 2017

Ars vivendi

oder: Routiniert

Yvonne Wolf 31/03/2017

Wisst ihr, was mir, der absoluten Verfechterin des Mittagsschlafs (damit es klar ist- es geht um MEINEN Mittagsschlaf, nicht um den meiner Tochter 😉 ), seit einigen Wochen regelmäßig widerfährt? Ich lege mich mit meinem Buch hin, lese ein paar Seiten und warte darauf, dass ich nahtlos vom Inhalt meines Buches in Morpheus‘ Arme getragen werde… und warte… und warte. Irgendwann dann werde ich etwas unleidlich, weil ich mir denke: HAAAALLLLLOOO?! Was ist denn bitte hier los? Ich habe das Programm Mittagsschlaf gestartet, und irgendwo auf dem Weg scheint ein Fehler aufgetreten zu sein. Aber es hilft nichts. Es ist, als hätte mein Körper beschlossen: Nö- jetzt wird nicht geschlafen. Denk dir gefälligst was anderes aus. Was muss also her? Richtig- eine neue Routine.

Vielleicht hat es ja etwas mit dem beginnenden Frühling zu tun. Erst heute habe ich eine Zeitschrift im Briefkasten gehabt, in der stand, dass man im Frühling den Drang nach mehr Bewegung und/ oder Aktivität verspürt. Möglicherweise fordert mein Körper also einfach saisonal bedingt mehr Zeit in der Vertikalen ein. So soll es also sein. Nun wollte ich die so entstehende Zeit aber nicht nur einfach mit täglicher Hausarbeit oder ähnlich (freudlosen) Aktivitäten verstreichen lassen, sondern mit etwas füllen, was mir das Gefühl gibt, etwas für mich getan zu haben. Ein kurzer Blick auf meine To-do-Liste (!) hat gereicht, und schon war klar, was sich anbietet. Mein Online-Kurs über Gewaltfreie Kommunikation, den ich seit letztem Jahr mache, ist nämlich über die Wintermonate etwas ins Hintertreffen geraten (zuviel Mittagsschlaf 😉 ). Es warten also einige Mails auf mich, die bearbeitet werden möchten.

Sobald ich also mein Töchterlein in den mittäglichen Schlaf geschunkelt habe (ein bisschen neidisch bin ich ja doch 😉 ), erledige ich schnell ein paar Dinge im Haushalt, mache mir dann einen Tee und setze mich samt diesem und meinem Computer an unsere bislang eher zur Ablage degradierten Küchentheke und arbeite dort ein bisschen. Jeden Tag bearbeite ich eine Mail, mache mir dabei Notizen und Gedanken, trinke Tee und freue mich über das neue Wissen in meinem Kopf.

Seit einigen Tagen arbeite ich außerdem an der Veränderung meiner Morgenroutine, denn ich kann wirklich nicht leugnen, dass der vermehrte Lichteinfluss mich tatsächlich aktiver werden lässt, und ich in diesem Zuge sogar bereit bin, meinen nächtlichen Schlaf bewusst früher zu beenden, um mich in der entstehenden Zeit mit etwas Schönem zu beschäftigen. Aktuell halte ich das morgendliche Klingeln des Weckers zwar noch für einen schlechten Scherz- aber ich arbeite mich jeden Tag ein bisschen weiter vor. Und es ist ja nicht so, als würde ich es nicht schon kennen und daher ganz genau wissen: Wird schon werden 😉

Was also sind eure liebgewonnenen und hilfreichen Routinen im Alltag, und was bedeuten sie euch?

Was auch immer es ist, Abläufe im Alltag sollten hin und wieder einfach mal hinterfragt und neu organisiert werden. Nur weil wir etwas über lange Zeit nach Schema F gemacht haben, heißt es nicht, dass es aktuell auch unseren Bedürfnissen entspricht. Unsere Bedürfnisse sind in Bewegung und ändern sich, also dürfen oder sollten sich auch unsere Routinen immer mal wieder ändern und von uns angepasst werden. Denn an sich gesehen sind Routinen, zumindest für mich, etwas sehr Schönes, da sie etwas Beruhigendes, Strukturschaffendes und Haltgebendes innehaben.

In diesem Sinne: Gute Nacht 🙂

Bis bald,

              Yvonne

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