Ars vivendi: Dezember 2016

Ars vivendi

oder: Wünsch Dir was!

Yvonne Wolf 31/12/2016

Und schon ist es wieder soweit: Der letzte Tag des Jahres ist da! Dieser eine Tag in unserem Kalender hat auch immer etwas Zauberhaftes an sich, findet ihr nicht auch? Natürlich wirft man einen Blick zurück und lässt nochmal alles an sich vorbeiziehen. Welche Ereignisse waren für mich in diesem Jahr bedeutsam? Was war schön, was weniger? Welche Menschen haben mich begleitet, verlassen oder sind vielleicht neu und unverhofft auf meinem Weg erschienen? Für was bin ich dankbar?

Doch natürlich blicken die meisten von uns auch ganz gespannt und voller Hoffnung auf das, was noch kommen wird. Neugierde, Freude, Aufregung, vielleicht auch ein wenig Angst oder Ungewissheit- all das begleitet uns in diesen Stunden und hat seine Berechtigung.

Meine fleißigen Leser wissen, dass ich von den klassischen guten Vorsätzen zu Silvester wenig halte- zu oft setzen sie an unseren Schwächen an, gaukeln uns vor wir seien nicht gut so wie wir sind, und sind nicht selten überzogen, unrealistisch und somit leider oft zum Scheitern verurteilt. Trotzdem ist sie da- die Hoffnung, dass das nächste Jahr irgendetwas für uns bereithält, uns einen unserer Wünsche erfüllt. Und genau hier setzen wir nun an, meine Lieben, denn ich schlage vor: Wir basteln uns ein Wunschglas 🙂

Schon das Wort „Wunschglas“ ist toll, oder? Die Idee ist (leider) nicht von mir, ich habe sie – Überraschung- aus einem Buch*. Ihr benötigt lediglich ein schönes, verschließbares Glas, Zettel und einen Stift. Und nun schreibt ihr nach Herzenslust Dinge auf, die ihr euch wirklich, wirklich wünscht- Herzenswünsche, verrückte Wünsche, banale Wünsche… nur keine Scheu, ihr seid die Einzigen, für die diese Zettel bestimmt sind. Vielleicht wolltet ihr euch schon immer mal die Haare lila färben, Fallschirm springen, jemanden aus eurer Vergangenheit wiederfinden oder einfach mal einen Tag im Schlafanzug rumlaufen und euch zu Hause verstecken. Immer wenn euch ein Wunsch in den Sinn kommt, schreibt ihr ihn auf und werft ihn in euer Glas. So habt ihr immer vor Augen: Da ist etwas, was ich gerne machen würde.

Ja, und dann? Ganz genau, jetzt kommt der wichtigste Teil: Nach und nach zieht ihr blind einen eurer Wünsche aus dem Glas- wann und in welchen Abständen ihr das macht, ist dabei vollkommen euch überlassen. Ihr lest euren Wunsch durch und dann- versucht ihr ihn euch zu erfüllen. Manche Wünsche lassen sich sicherlich leichter realisieren als andere, aber darum geht es nicht. Es gibt niemanden, der die Zeit stoppt und euch unter Druck setzt. Viele unserer Wünsche haben nämlich eine lange Haltbarkeit; wichtig ist nur, dass wir hin und wieder an ihrer Erfüllung arbeiten und uns vor Augen führen, dass wir selbst es sind, die dafür verantwortlich sind aus Wünschen Realität werden zu lassen 🙂

So ein Wunschglas ist übrigens auch eine schöne Geschenkidee! Meine Freundin hat beispielsweise eins zum Geburtstag von mir bekommen- und damit es gleich mit Leben gefüllt wird, musste sie im Laufe des Abends die ersten 5 Wünsche in meinem Beisein hineinwerfen.

Vielleicht habt ihr ja Lust auf ein eigenes Wunschglas bekommen- ich bin gespannt 🙂

Ich verabschiede mich an dieser Stelle für dieses Jahr von euch und wünsche euch eine schöne Silvesterfeier im Kreise eurer Lieben. Nächstes Jahr geht es dann weiter – mit Büchern, Kolumnen und was mir sonst noch so einfällt 😉

In diesem Sinne: Cheerio, Miss Sophie !

Bis bald,

          Yvonne

* für alle, die neugierig sind: Bei dem Buch handelt es sich um „Finian Blue Summers“ von Emma C. Moore 😉

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