Ars vivendi: September 2016

Ars vivendi

oder: Die Sprachen der Liebe

Yvonne Wolf 30/09/2016

Ist das nicht ein schöner Titel? Könnte ich mir auch gut als Buchtitel mit passendem, pastellfarbenen Cover in der Abteilung „Couchliteratur“ vorstellen 😀 Aber, wie ihr euch denken könnt, steckt natürlich etwas anderes dahinter. Ich kann euch sagen- diese wöchentlichen Emails, von denen ich euch ja nun schon seit einiger Zeit berichte, halten mein Oberstübchen ganz schön auf Trab und sorgen für ständig neuen Input. An neuen Themen für Ars vivendi sollte es also bis auf Weiteres nicht mangeln 😉

Die Sprachen der Liebe. Jeder von euch spricht sicherlich mindestens eine davon- denn auf irgendeine Art und Weise zeigen wir anderen Menschen, dass wir sie lieben. Welcher Weg das ist- tja, da fängt es schon an. Seid ihr euch bewusst, wie ihr eure Liebe zeigt? Bis vor Kurzem habe ich mir darüber auch noch gar nicht so viele Gedanken gemacht- doch es lohnt sich tatsächlich, dieses Thema einmal genauer zu beleuchten, denn viele Missverständnisse oder Unzufriedenheiten könnten aus dem Weg geschaffen werden oder gar nicht erst entstehen, wenn wir einen kleinen Blick auf die unterschiedlichen Kanäle werfen, wie wir Liebe ausdrücken können.

Gary Chapman, seines Zeichens Paar- und Beziehungsberater, spricht in seiner Arbeit von 5 Sprachen der Liebe- was bedeutet, dass es sozusagen fünf Strategien gibt, die das Bedürfnis nach Liebe erfüllen können. Welche das sind, liste ich euch einfach mal auf:

Lob und Anerkennung

Zweisamkeit, Zeit für den geliebten Menschen

Geschenke von Herzen

Hilfsbereitschaft und Unterstützung

körperliche Zärtlichkeit

Findet ihr euch irgendwo wieder? Mir ist schnell klar geworden, dass die Strategien „Zweisamkeit“ und „Hilfsbereitschaft und Unterstützung“ zum Beispiel aktuell meine Liebsten sind. Natürlich kann es sein, dass man mehrere oder auch alle diese Strategien in seinem Liebesrepertoire versammelt- aber viele von uns haben wahrscheinlich so etwas wie eine Lieblingsstrategie.

Vielleicht ahnt ihr es schon, aber die Vielfalt der Strategien birgt selbstverständlich auch einige Stolpersteine, wenn man denn nicht in der Lage ist über den berühmten Tellerrand hinauszublicken. Denn wenn Partner z.B. nicht die selbe Sprache sprechen, und der jeweils andere im Gegenzug auch nicht in der Lage ist, die Sprache seines Gegenübers zu verstehen und durch eine Art Liebesübersetzer laufen zu lassen, dann sind Unzufriedenheit und Ärger quasi vorprogrammiert.

Gehen wir doch mal von einem Pärchen aus- die Strategie des Mannes ist „Hilfsbereitschaft und Unterstützung“, die der Frau „Geschenke von Herzen“. Sie überschüttet ihn also regelmäßig mit Geschenken, um ihre Liebe kundzutun, bekommt aber selbst nie eines und zweifelt nun an der Liebe ihres Partners. Diese Zweifel sind jedoch ganz unberechtigt, denn es ist einfach eine andere Sprache, die er spricht, um seiner Liebe Ausdruck zu verleihen. Vielleicht fährt er jeden Samstag ihr Auto durch die Waschanlage oder räumt die Spülaschine jeden Abend aus. Der größte Fehler, den man machen kann, ist zu erwarten, dass das, was man aussendet, auf genau die gleiche Art und Weise zurückkommt. Alle Strategien sind vollkommen gleichwertig.

Im Sinne der besseren Kommunikation untereinander lohnt es sich also, die anderen Strategien zumindest als solche zu erkennen und wertzuschätzen. Beobachtet euch und eure Lieben- wer weiß, wieviel Liebe euch geschenkt wird, ohne dass ihr es merkt 🙂

In diesem Sinne: Augen auf!

Bis bald,

            Yvonne

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