Teestunde

Lucy Moregan

10 Fragen an Lucy Moregan

Vor Kurzem gab es hier auf meinem Blog eine Rezension über Lucy Moregans Buch „Einfach zauberhaft: Die verfluchten Geister“ (zur Rezension geht es HIER). Und da es schon lange kein Interview mehr gab, dachte ich mir, lade ich Lucy doch auf ein virtuelles Tässchen Tee ein 🙂 Aber lest selbst!

Yvonne: Welchen Tee darf ich Dir denn anbieten?

Lucy: Gerne einen starken Earl Grey mit Milch und Zucker. ☺

Yvonne: Schaut man sich Deine Sachbücher und nun auch Deinen Roman an, kommt man schnell zu dem Schluss: Geister haben es Dir anscheinend angetan! Wie kam es dazu?
Lucy: Ich hatte schon immer ein Faible für Geistergeschichten. Als ich noch ganz klein war, habe ich heimlich den Spukgeschichten meiner Großtante gelauscht – und mich danach natürlich schrecklich gefürchtet. Als ich dann etwa 6 Jahre alt war, habe ich den Nachbarskindern eigene Geistergeschichten erzählt und danach oft Ärger mit den Müttern
bekommen, da die Kleinen davon Albträume hatten. *lach* Als Teenager habe ich die John Sinclair-Heftchen geliebt, später füllten dann Steven King und diverse Gruselfilme diese Lücke. Irgendwie ist mir diese Faszination mit dem Übersinnlichen bis heute geblieben.

Yvonne: Wann hast Du Dich dazu entschieden, überhaupt mit dem Schreiben anzufangen?
Lucy: Sobald ich schreiben konnte, habe ich die ersten kurzen Geschichten zu Papier gebracht. Mein Vater hat mich dazu ermutigt. Davor, wie schon gesagt, habe ich den Nachbarskindern eben mündlich meine Geschichten erzählt. In meinen Teenagerjahren habe ich besonders viel geschrieben und die Stories dann meinen Freundinnen in der Schule
lesen lassen. Sie waren – in leicht veränderter Form – auch meine Hauptprotagonisten und es waren meist eher lustige Episoden, Parodien etc. Ein paar Geistergeschichten waren aber auch dabei. 😉

Yvonne: Wie lange hat es gedauert, um den Roman „Einfach zauberhaft“ fertigzustellen?
Lucy: Das hat von der Idee bis zur Covergestaltung etwa ein Jahr gedauert. Ich komme leider nicht so oft zum Schreiben wie ich gerne möchte …

Yvonne: Gibt es Passagen, die Dir besonders leicht oder extrem schwer gefallen sind?
Lucy: Besonders leicht sind mir die Alltagsszenen gefallen. Die schreiben sich quasi von alleine und meine Figuren entwickeln dabei ein Eigenleben.Schwerer war die Szene mit Alison im Wald und auch als sie von den Schlägern angegriffen wurde, da ich solche Szenen eigentlich fürchterlich finde (besonders als Leser!) und es mir irgendwie
widerstrebte, meiner Figur sowas anzutun. Aber wenn man sich mal dazu überwunden hat, läuft es auch von alleine. Besonders hart war außerdem die Szene am Schluss, als Alison dann ihrem Enkel von ihrem Leben erzählt. Das war irgendwie sehr emotional.

Yvonne: Wer darf Deine neu geschriebenen Texte zuerst lesen?
Lucy: Zuerst mein Mann, dann einige Freunde und gute Bekannte. Eines meiner langjährigen Hobbies ist das Seifesieden und ich bin in einem winzigen Seifenforum, dessen Mitglieder ich seit vielen Jahren kenne, teilweise sogar persönlich. Das waren meine ersten Testleserinnen, wofür ich ihnen sehr dankbar bin. ☺ Und sogar ein „Geisterjäger“ war unter den ersten Testlesern.

Yvonne: Kannst Du Dich noch erinnern, was Du als Kind besonders gerne gelesen hast?
Lucy: Ich habe immer schon gerne Märchen und Sagen gelesen. Außerdem die typischen Sachen wie „Momo“ oder die Bücher von Astrid Lindgren. In meinen Teenagerjahren war ich besessener Goethe-Fan. *lach*

Yvonne: Es gibt eine Frage, die ich immer stellen muss, weil es mich einfach brennend interessiert: Wenn ich mich vor Dein Bücherregal stelle, was sehe ich dann alles?
Lucy: Einen ganzen Haufen. *grins* Mein Mann und ich haben da so allerhand zusammengetragen. Wir haben eine kleine Bibliothek, in der 2 Wände komplett mit Büchern vollgestopft sind (teilweise in 2. und 3. Reihe). Der Rest ist im Keller ausgelagert. Natürlich haben wir sehr viel zum Thema Paranormales (3 Regalfächer an Sachbüchern dazu). Dann lese ich auch viele Romane, v.a. von Susanna Kearsley, Simone St. James, die Jugendbücher von Marah Woolf (hab ich erst kürzlich entdeckt durch eine Freundin), Kerstin Gier, und da ist natürlich auch Harry Potter vertreten. Meine absoluten Lieblingsautoren sind Mark Twain, Jane Austen und Agatha Christie (obwohl ich eigentlich Krimis nicht mag, aber die Gesellschaftsportraits und ihre Figuren sind einfach wundervoll). Was man dann noch zu sehen bekommt, sind jede Menge Fachbücher zum Thema Archäologie (bin promovierte Archäologin), sehr viele Kräuterbücher (bin ne kleine Kräuterhexe), Sachbücher über meine diversen Hobbies (Seifen- und Kosmetikherstellung, Zeichnen uvm.), viele Klassiker von Shakespeare über Goethe bis Oscar Wilde.Gedichtbände, z.B. Robert Burns und Gedichte von Nietzsche. Reiseführer (ein ganzes Fach nur über Schottland). Eben ein bunter
Strauß … 😉

Yvonne: Gibt es ein Buch, von dem Du der Meinung bist, dass es jeder lesen sollte?
Lucy: Das ist eine sehr schwierige Frage, denn da gibt es für mich eigentlich mehr als eins. Ich denke, dass es nicht allgemein ein Buch gibt, das jeder gelesen haben sollte, denn jeder Mensch ist verschieden und hat andere Bedürfnisse. Meine persönlichen Empfehlungen sind „Pride and prejudice“ von Jane Austen, Goethes „Faust“ – Teil 1, und auch „Innocents abroad“ von Mark Twain.

Yvonne: Welche Romanfigur würdest Du gerne einmal treffen?
Lucy: *lach* Na, natürlich Fitzwilliam Darcy! Für mich immer noch die perfekte männliche Hauptfigur. 😉

Yvonne: Und nun noch eine Frage zum Schluss: Am 23. April ist der Welttag des Buches! Gibt es Aktionen, an denen Du teilnimmst oder die Du selbst
gestaltest?
Lucy: Ich veranstalte ja ab und zu geführte Geisterjagden für Erwachsene – so eine Art Rollenspiel der besonderen Art. Am 23.4.16 besuchen wir einen der Schauplätze aus meinen Geistersachbüchern: Schloss Ortenburg. Wird sicher wieder spannend und gruselig – so wie ich es mag. 😉

Das war doch ein schönes Interview 🙂 Vielen lieben Dank nochmal an Lucy Moregan!

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