Ars vivendi- November 2015

Ars vivendi

oder: Türchen, öffne dich!

Yvonne Wolf 30/11/2015

Es wieder soweit! Adventskranz? Steht auf dem Tisch, wurde gestern entzündet. Lichterketten? Wurden angebracht und befinden sich seit dem Wochenende im allabendlichen Einsatz. Sonstige, im Haus an strategisch günstigen Stellen platzierte Dekoration? Check. Weihnachtliche Cds? Befinden sich im und um den Cd-Player- neuste Errungenschaft (und nun gibt es eine Person, die die Augen verdrehen wird): Das Christmas-Album von Michael Bublé (Die Antworten auf die beiden Fragen, die besagter Person nun durch den Kopf schießen, lauten: 1. Ja, die brauchen wir und 2. Ja, das muss sein :-D). Sogar die erste Ladung Plätzchen ist schon gebacken. Soweit, sogut. ABER: Da fehlt noch was. Und zwar etwas, was ich in den kommenden Tagen nicht missen möchte, weil es für mich und wahrscheinlich zahlreiche andere Menschen einfach dazugehört: Der Adventskalender.

In den nächsten 24 Tagen darf also jeden Tag voller Vorfreude ein Türchen geöffnet werden. Und denjenigen, die der Meinung sind, dass sei doch nur etwas für Kinder, muss ich leider gleich den Wind aus den Segeln nehmen: Gebt mal „Adventskalender für Erwachsene“ in eine Suchmaschine ein und ihr werdet staunen, was es da alles gibt. Da ist wirklich für jeden etwas dabei. Neben der traditionellen Schokolade, die natürlich in allen Varianten vertreten ist, gibt es Adventskalender mit Schmuck, Tee, Kaffee, Kosmetik, Gedichten und Geschichten…und, und, und. Das innere Kind in euch wird Purzelbäume schlagen, wenn ihr ihm in den kommenden Wochen erlaubt, auf diese Weise mal wieder ein bisschen aus den Tiefen eures Selbst hervorzukommen, um Gefühle wie Neugier und Vorfreude in euch aufleben zu lassen. Denn das ist genau das, was passiert: Jeden Morgen ist man doch irgendwie gespannt, was sich hinter dem Türchen befindet; und so lässt man den kindlichen Anteilen in sich verdienterweise mal wieder etwas mehr Raum (mal ehrlich: zuviel Ernst braucht kein Mensch 😉 ).

Von meinem Mann habe ich einige Male einen Kalender bekommen, der neben unglaublich leckerer Schokolade auch jeden Tag ein Sprichwort oder Zitat enthielt- das hat mich dann oft den ganzen Tag begleitet und zum Nachdenken angeregt. Außerdem ist der Start in den Tag mit so einem adventlichen Begleiter irgendwie gleich ein anderer, da man in diese kleine Aktion am Morgen sehr viel mehr Aufmerksamkeit steckt als normalerweise in seine Tätigkeiten. Langsam und vorsichtig öffnet man die Tür, entdeckt das kleine Geschenk für den aktuellen Tag, begutachtet es und – falls es sich um etwas essbares handelt- isst es ganz langsam und vorsichtig, denn das nächste Stückchen dieser Art gibt es ja erst wieder morgen. Ihr seht also: So ein Adventskalender kann auch eine kleine Trainingseinheit in Sachen Achtsamkeit darstellen. Und ein Tag, der mit einer mit Mousse au Chocolat gefüllten Praline beginnt, kann so schlimm nicht werden- glaubt mir 😉

Einige von euch haben vielleicht Glück und bekommen einen Kalender geschenkt. Doch selbst wenn nicht- niemand hält euch davon ab, in ein Geschäft zu spazieren und euch selbst mit einem Exemplar zu versorgen- und zwar bitte ohne hinterher irgendwem den Vorwurf zu machen: „Also ich hätte mich ja gefreut, wenn ich einen geschenkt bekommen hätte“.

Ich selbst habe gestern von meinem Bruder und seiner Freundin den Ersten erhalten- und ich bin sehr gespannt, was mich erwartet. Hübsch anzusehen ist er schonmal 🙂

Vielleicht habe ich euch ja ein bisschen Lust auf einen Adventskalender, in welcher Form auch immer, gemacht. Nehmt euch jeden Tag ein paar Minuten und begeht dieses kleine, 24-tägige Ritual ganz bewusst und achtsam. Bis morgen habt ihr noch Zeit, einen passenden Begleiter auszuwählen.

In diesem Sinne: Türchen, öffne dich!

Bis bald,

             Yvonne

P.S.: Und wer sich ein bisschen mit Filmen auskennt, der kann ab morgen täglich auf dem Blog meines Bruders (http://www.ablagestapel.blogspot.de) vorbeischauen und dort an seinem Adventsrätsel teilnehmen!

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2 Gedanken zu “Ars vivendi- November 2015

  1. Wieder sehr schön geschrieben, liebe Yvonne. Auch ich habe einen Adventskalender. Habe eine Weile gesucht aber nichts schönes für mich gefunden. Eine kleine Adeutung brachte mir dann ein wunderschönes gebasteltes Exemplar ein. Das mit Achtsamkeit zu verbinden hatte ich noch gar nicht überlegt… klingt aber gut. 🙂
    PS. Der Link zum Blog deines Bruders funktioniert bei mir nicht 😦

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