Ars vivendi- September 2015

Ars vivendi

oder: Leihweise

Yvonne Wolf 30/09/2015

Ich habe heute einen schönen Artikel in meiner Lieblingszeitschrift gelesen, in dem es unter anderem darum geht, dass es im Leben manchmal durchaus erbaulich sein kann, nicht immer gleich alles kaufen und selbst besitzen zu wollen, sondern sich Dinge ganz bewusst bei Freunden und Bekannten auszuleihen! Warum? Nun, zum Einen spart man natürlich Geld, wenn man sich etwas leiht. Wachsender Konsum ist ein großes Thema in unserem Alltag- und indem man den Fokus von „kaufen“ auf „leihen“ umschwenkt, verliert Geld automatisch ein wenig an Stellenwert. Wie viele Menschen hat man in seinem Umfeld, die sich über ihren Besitz definieren und jedem unter die Nase reiben, was wieviel gekostet hat?! Traurig genug, dass diese Menschen in dem Glauben leben, dass sie dadurch mehr geschätzt oder bewundert werden. Mich konnte man zum Glück noch nie mit so etwas beeindrucken. Natürlich ist es schön, wenn man sich etwas gönnen kann, nicht jeden Cent zweimal umdrehen muss- gar keine Frage. Aber dadurch ist man sicherlich kein besserer Mensch.

Den anderen Aspekt, der in besagtem Artikel angesprochen wurde, finde ich jedoch persönlich noch interessanter. Und zwar verbessert die Tatsache, dass man sich etwas leiht, wohl unsere Beziehungen und unser soziales Miteinander. Um uns etwas auszuleihen, müssen wir gezielt in Kontakt mit jemandem treten. Und so kommt man dann doch endlich mal von seinem PC, seinem Smartphone oder vom Fernseher weg und trifft Menschen, unterhält sich mit ihnen, tauscht sich (im wahrsten Sinne des Wortes) aus- und wenn es nur kurz ist. Ein gewisses Maß an Verbundenheit ersetzt die leider oft präsente Anonymität unseres Lebens.

Gehört ihr schon zur Gruppe der Verleiher oder Ausleiher? Also bis vor ein paar Jahren noch habe ich sehr ungern Sachen verliehen, weil ich immer Angst hatte, sie in keinem guten Zustand oder überhaupt nicht wiederzubekommen. Erst durch meine erste große Entrümpelungsaktion, die während meiner Ausbildung zur Entspannungspädagogin dank des Buches „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ zustande kam, habe ich gelernt, mich nicht zu sehr an Gegenstände zu hängen. Natürlich gibt es immer noch Dinge, die ich sicherlich nicht verleihen würde- aber im Großen und Ganzen habe ich heute eine ganz andere Einstellung dazu und verleihe gerne und oft etwas.

Welche Dinge stehen denn ganz oben auf der Hitliste der zu verleihenden Dinge?

> Bücher

Natürlich 😉 Nicht jeder hat den Anspruch, alle Bücher selber besitzen zu wollen. Und das Schöne daran ist, dass man dann bei der Rückgabe ggf. auch noch über das Buch sprechen kann. Mache ich regelmäßig!

> Babyausstattung 😉

Etwas, wofür ich im Moment sehr dankbar bin. Unmengen an Klamotten und sonstigem Zeugs habe ich mir grade selber von meiner Freundin ausgeliehen. Das Schöne: ich muss mir keine Gedanken machen, wohin damit später- denn wenn ich die Sachen nicht mehr brauche, kann ich sie einfach zurückgeben. Und außerdem sieht man sich dann auch mal wieder öfter 🙂

> Werkzeug

Wohl ein Klassiker 😉

> Haushaltsgeräte- oder -utensilien

Erst heute habe ich meiner Nachbarin meine Muffinform geliehen 😀 ( Ja, richtig- die mit dem Dino 😉 )

Natürlich könnte man jetzt noch Unmengen an anderen Sachen auflisten- aber ich denke, die Sache ist klar. Vielleicht habt auch Ihr jetzt Lust bekommen, dieses Thema mal etwas bewusster anzugehen und auf diese doch sehr einfache Weise etwas für ein soziales Miteinander zu tun. Wie sagt man so schön: Steter Tropfen höhlt den Stein 😉

In diesem Sinne :

                           Bis bald,

                                       Yvonne

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