Rezension: „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion

So, ihr Lieben. Es ist mal wieder Zeit für eine kleine Rezension 🙂 Und wer Lust auf eine leichte und sehr amüsante Lektüre hat, der ist mit dem folgenden Buch sicherlich gut bedient!

Don Tillman mag es gerne strukturiert: Jeder Tag ist bis auf die Minute durchgeplant, alles verläuft höchst effizient und logisch. Wenn da nur nicht die anderen Menschen wären, die seinen akribisch erstellten Zeitplan durch ihr Verhalten oftmals einfach durcheinander bringen. Und noch ein Nachteil macht sich bemerkbar: Obwohl Don körperlich durchaus attraktiv ist, einen guten Job als Genetiker hat und überdurchschnittlich intelligent ist, hat sich bislang keine passende Frau gefunden- dabei sollte das doch irgendwie machbar sein. Um dieses Problem zu lösen, entwirft Don einen ausführlichen Fragebogen, mit dem er die passende Kandidatin finden möchte. Sie darf nicht rauchen, nicht trinken, darf nicht unpünktlich und keine Veganerin sein- um nur einige Punkte auf Dons langer, langer Liste zu nennen. Doch dann taucht Rosie in Dons Leben auf: Rosie raucht, trinkt, hält sich nicht an verabredete Zeiten- also alles andere als geeignet für sein Ehefrau-Projekt. Und trotzdem verbringen die beiden immer mehr Zeit miteinander, da Rosie ein eigenes Projekt verfolgt, für das sie Dons Hilfe benötigt. Zum Glück stellen die beiden schnell klar, dass eine Beziehung natürlich ausgeschlossen ist. Doch warum hat Don dann ausgerechnet mit der Frau, die so unpassend für ihn scheint, soviel Spaß wie noch nie in seinem Leben?

Dieses Buch macht wirklich Spaß! Wer von euch die Serie „The Big Bang Theory“ kennt, dem geht es beim Lesen vielleicht ähnlich wie mir: Don Tillman = Sheldon Cooper in Reinform 😀 Das Aussehen mag nicht übereinstimmen, der Rest jedoch passt wie die Faust aufs Auge. Es ist einfach herrlich, wenn man sich vorstellt, dass jemand, der so stark an Strukturen festhalten muss, um sich halbwegs wohlzufühlen, immer wieder mit der „wirklichen Welt“ und ihren zwischenmenschlichen Tücken konfrontiert wird- und das auf sehr amüsante Weise. Es ist einfach eine schöne Geschichte über das Anderssein, über die Möglichkeit und die Notwendigkeit, Gewohnheiten zu verändern und nicht zuletzt auch über die seltsamen Wege, die Gefühle manchmal gehen und die Tatsache, dass ein Fragebogen, möge er auch noch so gut ausgearbeitet sein, vielleicht nicht immer geeignet ist, um die Frau für’s Leben zu finden 🙂

Einen zweiten Teil gibt es im Übrigen auch- allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob ich den lesen möchte, da ich ganz zufrieden mit dem Ausgang des Buches bin. Und manchmal ist es doch auch einfach schön, wenn eine Geschichte zu Ende ist, oder?

Bewertung: 4 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion

Verlag: Fischer Taschenbuch

Seiten: 368

ISBN-10: 3596197007

ISBN-13: 978-3596197002

Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 18,99 € (Hardcover) / 9,99 € (Kindle)

 

 

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