Teestunde

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10 Fragen an Marc Elsberg

 

Fleißige Leser meiner Seite haben vor einigen Wochen sicherlich meinen Beitrag über das Meet & Greet mit Marc Elsberg, welches ich bei einem Gewinnspiel gewonnen hatte, gelesen. Bei diesem Treffen habe ich einfach mal nachgefragt, ob er denn bereit wäre, im Rahmen meiner Teestunde ein paar Fragen zu beantworten. Und hier ist das Ergebnis! Viel Spaß beim Lesen! Ach ja, und wer die Rezensionen zu Blackout und Zero noch nicht gelesen hat, der findet diese HIER und HIER !

Yvonne: Welchen Tee darf ich Ihnen denn anbieten?

Marc Elsberg: „Kräutertee, bitte, oder grünen.“

Yvonne: Na, dann gibt es einen leckeren Kräutertee! Lassen Sie es sich schmecken! Aber nun zu meinen Fragen! Bei unserem Treffen in Düsseldorf haben Sie erzählt, dass ein erster Entwurf für Ihr aktuelles Buch „Zero“ schon viele Jahre alt ist- das heißt, viele der Entwicklungen, die in der Story rund um die Journalistin Cynthia Bonsant vorkommen, waren zu diesem Zeitpunkt Zukunftsmusik. Heute jedoch gehören viele dieser Dinge bereits zu unserem Alltag- hatten Sie damals schon eine Ahnung. dass wir uns in diese Richtung bewegen werden?

Marc Elsberg: „Ja, das war absehbar. Die Frage war bloß, wie schnell es gehen würde.“

Yvonne: Wie haben denn die Recherchearbeiten für „Zero“ ausgesehen? Hatten Sie die Möglichkeit mit Vertretern der unterschiedlichen Gruppierungen, z.B. mit Hackern oder entsprechenden Firmen, zu sprechen? Und hatten Sie das Gefühl, ehrliche und ungeschönte Informationen zu bekommen?

Marc Elsberg: „Ja, ich konnte mit vielen verschiedenen Leuten sprechen. Dank meines vorangegangenen Bestsellers „Blackout“ kam ich leicht in Kontakt und erzählten mir viele Leute freiwillig eine Menge. Natürlich ist mir bewusst, dass mich manche Leute in ihrem Sinn oder gegen andere beeinflussen möchten. Ob ich ehrliche, umgeschönte Informationen erhalte, erfahre ich in dann Gesprächen mit anderen Personen, bei denen ich hinterfragen kann. Wenn man mit genug Menschen spricht, fügt sich das zu einem Bild und ergänzt beziehungsweise relativiert unvollständige und manipulative Aussagen.“ 

Yvonne: Ich könnte mir vorstellen, dass es sinnvoll und notwendig sein wird, Erwachsenen, aber auch schon Kindern und Jugendlichen zukünftig einen bewussteren und verantwortungsvolleren Umgang mit Daten und Medien im Allgemeinen zu vermitteln. Wie könnte das Ihrer Meinung nach aussehen?

Marc Elsberg: „Auf vielfältige Weise aufgeklärt und informativ – vom Unterricht in der Schule über die Medien bis zu Romanen wie Zero. Dazu müssten sich vor allem jene, die hier vermitteln sollen (wie etwa Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Journalistinnen und Journalisten) eingehender mit den Themen befassen als sie es derzeit tun. Bei den meisten herrscht eine Mischung aus Furcht, Ignoranz und Ablehnung gegenüber Neuem, ähnlich wie man es bei seinen eigenen Eltern seinerzeit erlebte, wenn es um neue Technologien ging. Nur wer selber Ahnung hat, kann auch vermitteln.“

Yvonne: Wenn Sie schreiben- wie und wo passiert das?

Marc Elsberg: „Meistens bei mir zuhause, am Schreibtisch, am Sofa, in einem coolen, bequemen Polstersessel, bei entsprechendem Wetter auch mal auf der Terrasse. Manchmal aber auch auf Reisen, am Flughafen, im Zug, in Hotelzimmern und Cafés.“

Yvonne: Wer darf das Geschriebene denn zuerst lesen?

Marc Elsberg: „Je nachdem. Am ehesten meine Frau – aber immer tue ich ihr das auch nicht an. Und eventuell der eine oder andere Testleser, der sich in Fachfragen gut auskennt. Und natürlich mein Agent und meine Lektorin.“

Yvonne: Lesen Sie selber viel und gerne?

Marc Elsberg: „Sowohl als auch.“

Yvonne: Dann die Frage, die  mich immer besonders interessiert: Gibt es ein Bücherregal bei Ihnen? Und was sehe ich, wenn ich davor stehe?

Marc Elsberg: „Gibt es. Und sie sehen sehr viel – von Romanen aller Art über Theaterstücke, Drehbücher, Sachbücher und Fotobänden zu Kunst, Karikatur, Photographie etc. bis zu Comics und Graphic Novels.“

Yvonne: Welche Themen würden Sie gerne einmal in einem künftigen Roman aufgreifen?

Marc Elsberg: „Jede Menge…“

Yvonne: Was war das letzte Buch, das Sie verschenkt haben (abgesehen von Ihren eigenen Büchern) ?

Marc Elsberg: „Eine französische Graphic Novel: Quay d’Orsay.“

Yvonne: Und zum Schluss eine Frage, die ich Ihnen im Auftrag von jemandem stellen soll, dem Ihr Buch „Blackout“ sehr gefallen hat: Haben Sie nach der Recherche zu diesem Buch darüber nachgedacht, für eine autarke Stromversorgung in den eigenen vier Wänden zu sorgen?

Marc Elsberg: „Nein, weil das in einer Wiener Mietwohnung nicht so einfach machbar ist. Außerdem hätte ich im Fall des Falles dann nach wenigen Tagen sehr viel ungebetenen Besuch, den ich abweisen müsste – wenn er das zuließe und nicht einfach meine Wohnung besetzt. Mit einem solchen Chaos wäre dann auch niemandem gedient. Im Rahmen eines vernünftigen Gesamtkonzepts für ein ganzes Haus, einen Stadtteil oder Stadt könnte man es aber natürlich überlegen. Ich habe allerdings Lebensmittel und Wasser für einige Tage, wie es etwa das deutsche Innenministerium in seinen Publikationen empfiehlt.“

Yvonne: Das waren auch schon alle Fragen! Ich bedanke mich ganz herzlich für’s Mitmachen und bin gespannt auf ihre künftigen Werke! (Und vielleicht sollte ich mal in die Empfehlungen des deutschen Innenministeriums reinlesen… 😉 ) 

Und für diejenigen unter euch, denen „Blackout“ und „Zero“ auch gut gefallen hat, habe ich noch eine kleine Info: Unter seinem bürgerlichen Namen „Marcus Rafelsberger“ wurden in den vergangenen Jahren einige Bücher veröffentlicht! Sucht einfach mal danach- vielleicht ist ja was für den Ein oder Anderen dabei 😉

Ich verabschiede mich für heute und hoffe, euch hat die heutige Teestunde gefallen!

 

 

 

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