Rezension: „Das Haus am Hyde Park“ von Monica McInerney

Und wieder einmal ein Buch, das ich im Rahmen unserer TeamLeseChallenge gelesen habe! Achtung: Taschentuchalarm 😉

Nach einem Schicksalsschlag, wie er schlimmer für junge Eltern nicht sein könnte, bricht Ella O`Hanlon aus ihrem bisherigen Leben aus und reist rastlos umher. Sie verlässt ihren Ehemann, pflegt nur rudimentären Kontakt zu ihrer Famillie und plagt sich mit Schuldgefühlen und nicht enden wollender Trauer. Nur ihr in London lebender Onkel Lucas, mit dem Ella seit Kindertagen eine tiefe Verbundenheit teilt, schafft es schließlich sie zu sich, in das Haus am Hyde Park zu holen und ihr eine Aufgabe zu geben, die sie ganz langsam ein wenig zur Ruhe kommen lässt. Doch auch, wenn Ella zunächst nichts davon mitbekommt- ihre Familie gibt die Hoffnung nicht auf und versucht Ella klar zu machen, dass das Leben auch nach einem solchen Einschnitt weiterläuft und man nicht alles, was einem lieb und teuer war, so einfach über Bord schmeißen darf…

Was soll ich sagen? Schon wieder ein Buch, das mich sehr berührt hat, und welches ich euch ans Herz legen möchte. Die Geschichte um Ella O`Hanlon, die sich täglich mit Schmerz und Trauer plagt, weil sie einen herben Verlust erleiden musste, ist eine sehr bewegende. In all ihrem Leid lässt sie über sehr lange Zeit nicht den Gedanken zu, dass es neben ihr noch einen anderen Menschen auf diesem Planeten geben könnte, der auch nur annähernd etwas Ähnliches empfindet. Nur ihr geliebter Onkel Lucas erlangt Zugang zu Ellas Schneckenhaus. Ausführlich erfahren wir als Leser, wie es zu diesem besonderen Verhältnis zwischen Ella und Lucas kam, wie es um Ellas Verhältnis zu ihrer überdrehten Mutter, dem Stiefvater und ihren Geschwistern Charly und Jess steht und nicht zuletzt, wie groß die Liebe zu ihrem Mann Aiden war und vielleicht noch ist. Die zahlreichen Schilderungen aus Ellas Perspektive lassen den Leser in ihre Gedankenwelt eintauchen und diese so gut verstehen und nachvollziehen. Ein Blick in die andere Richtung fand für mich erst dann so richtig statt, als Ellas Familie sich immer mehr einschaltet und man selbst während des Lesens merkt, dass man sich leicht von Ellas Sicht der Dinge gefangen nehmen lässt- einfach, weil sie so verständlich ist. Trotz dieser schwer anmutenden Thematik ist dieses Buch keineswegs durchweg traurig. Es rührt zu Tränen, bringt jedoch auch zum Lächeln und hinterlässt einige wirklich schöne Messages: Auch, wenn du dich ganz alleine fühlst, gibt es Menschen um dich herum, die bei dir sind und genauso fühlen. Erlaube ihnen, dir zu helfen und erlaube dir, wieder glücklich sein zu dürfen…

Bewertung: 4-5 Eulen

Auf einen Blick:

„Das Haus am Hyde Park“ von Monica McInerney (Januar 2014)

Verlag: Goldmann

Seiten: 480 Seiten

ISBN-10: 3442479975

ISBN-13: 978-3442479979

Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 8,99 € (Kindle)

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Ein Gedanke zu “Rezension: „Das Haus am Hyde Park“ von Monica McInerney

  1. Danke! genau so hab ich es auch empfunden… was hab ich die Schwester anfangs gehasst 🙂 Wunderbare Rezi!
    Liebe Grüße
    ClauDia

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