Ars vivendi- August 2014

Ars vivendi

oder: Schreib doch mal wieder!

Yvonne Wolf 25/08/2014

Dank meines Bruders habe ich ja seit einigen Monaten eine neue Lieblingszeitschrift, die mir schon einiges an Inspiration beschert hat. Nicht nur neue Ideen für meine Kolumnen habe ich daraus entwickelt, sondern mir auch kleine Impulse für meinen Alltag daraus zu Herzen genommen. So gab es zum Beispiel in der aktuellen Ausgabe einen Artikel über die Tatsache, dass wir heutzutage immer weniger Postkarten verschicken und dass das doch eigentlich sehr schade ist- denn nette Post, auch noch von lieben Menschen handgeschrieben, hätten wir doch alle gerne ab und an in unserem Briefkasten, oder?

Schon seit vielen Jahren schreibe ich selbst keine Postkarten mehr, wenn ich im Urlaub bin. Warum? Um es auf den Punkt zu bringen: Weil ich zu faul bin. Im Urlaub will ich meistens möglichst bewegungslos am Strand liegen und meine Ruhe haben. Zudem kommt, dass ich immer dann, wenn ich das Gefühl habe, etwas tun zu MÜSSEN, spontan keine Lust mehr dazu habe. Der Ein oder Andere kennt das vielleicht 😉 In diesem Jahr hatte ich das erste Mal seit langer Zeit wieder ausreichende Motivation, etwas ins Heimatland zu verschicken und trostlosen Briefkästen ein kleines Lächeln zu entlocken. Übertreiben wollte ich es natürlich auch nicht, also habe ich ganze zwei Postkarten (aber immerhin!) geschrieben- die glücklichen Empfänger waren mein Bruder und mein Patenkind.

Zurück zu Hause bin ich dann auf einer kleinen Einkaufstour durch die Läden getingelt und immer wieder an Postkartenständern hängengeblieben. Ja, und dann dachte ich mir: Warum schreibt man denn meist nur Karten, wenn man woanders ist? Einfach mal so etwas schreiben, so vollkommen ohne Grund- damit rechnen doch die Wenigsten. Und ich persönlich fühle mich auf diese Weise deutlich weniger gestresst, weil ich die ganze Sache in Ruhe und in meinem Rhythmus gestalten kann.

Bei dem bloßen Gedanken ist es dann auch nicht geblieben. In den kommenden Tagen habe ich immer dann, wenn ich Karten gesehen habe, die mich an jemanden erinnert haben oder die ich witzig fand, zugegriffen. In mehreren Etappen habe ich diese dann mit einigen Zeilen versehen und unserer Post so wieder ein bisschen mehr Arbeit verschafft 😉

Das Ergebnis dieser kleinen Aktion meinerseits fand sich ebenfalls in meinem Briefkasten wieder. Denn, angeregt durch meine Karten, haben einige meiner Freunde auch mir etwas geschickt, und mir so das Lächeln, welches ich auf den Weg gebracht hatte, wieder zurückgesendet 🙂 So einfach sorgt man für die kleinen, wichtigen Glücksmomente im Leben.

Vielleicht habt ihr, die ihr möglicherweise auch so urlaubsschreibfaul seid wie ich, ja nun Lust bekommen, einfach mal so für gute-Laune-Post im Alltag zu sorgen. Einen Anlass braucht ihr nicht! Wer jedoch gerne einen hätte, der kann ja z.B. liebe Grüße zum Herbstanfang, zur bald bevorstehenden Zeitumstellung, zu Erntedank oder St. Martin via Karte versenden- denn Weihnachts- und Geburtstagskarten sind zwar auch toll, aber noch schöner wird es meiner Meinung nach, wenn der Empfänger so gar nicht damit rechnet, dass ihn beim Öffnen des Briefkastens etwas Nettes erwartet!

In diesem Sinne: Viel Spaß 🙂

Bis bald,

            Yvonne

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