Rezension: „Kraut und Rübchen“ von Elke Pistor

Und hier kommt die Rezension eines der Bücher, welche ich im Urlaub gelesen habe!

Nach dem unerwarteten Tod ihrer Tante Marion erbt Katharina Rübchen deren Haus auf dem Land. Die Großstadtjournalistin könnte sich Schöneres vorstellen, als in dieser Einöde zu verweilen, nutzt jedoch die Chance, um ein paar Tage Abstand von ihrem Chef bzw. Geliebten zu bekommen und das Haus so in Ruhe für den Verkauf vorzubereiten. Doch bereits zu Beginn ihres Aufenthalts findet sie ein uraltes Tagebuch, was ihr bei näherem Betrachten ein erschütterndes Geheimnis offenbart: Es sieht so aus, als hätte eine Urahnin Katharinas durch den überaus gezielten Einsatz von Giftpflanzen das ein oder andere Leben auf dem Gewissen. Doch nicht nur das Tagebuch macht Katharinas Aufenthalt plötzlich immer spannender: Die Dorfbewohner verhalten sich mitunter sehr merkwürdig, so dass Katharina immer tiefer in die Geschichte des beschaulichen Ortes eindringt und schließlich Ungeheuerliches vermutet. Und als der ansässige Tierarzt auch noch ernsthaftes Interesse an der Journalistin zeigt, ändert Katharina langsam, aber sicher ihre Meinung bezüglich des Lebens auf dem Lande. Vielleicht wäre es ja doch etwas für sie?

„Kraut und Rübchen“ ist ein richtig solider, gut geschriebener und sehr unterhaltsamer (Land-)Krimi! Ich mag es sehr, wie Elke Pistor mit dem Tagebuch einen Handlungsstrang, der so weit in der Vergangenheit liegt, bis in die Gegenwart zieht und so die Geschichte eines Dorfes und deren Bewohner erzählt, die über die Jahre hinweg eine verschworene Gemeinschaft gebildet haben. Als Leser lernt man nebenbei einiges über (Gift-)Pflanzen und deren Einsatz, wobei zu Beginn des Buches darauf hingewiesen wird, dass man vom Gebrauch dieses erworbenen Wissens Abstand nehmen und lieber einen (ungiftigen) Tee zusammen trinken und über alles reden sollte 😉 Auch die Gestaltung des Buches im Ganzen ist in meinen Augen sehr liebevoll, da z.B. jedes Kapitel mit einer bildlichen Darstellung und Beschreibung einer Pflanze beginnt, die dann im Verlauf des nächsten Kapitels Erwähnung findet. Als Sahnehäubchen gibt es im Anhang dann sogar noch viele Rezepte der Dorfbewohner, die im Rahmen der Handlung vorkommen. Auch das Ende der Geschichte hat mir sehr gut gefallen- es ist irgendwie schon ein bisschen böse, aber ich habe das Buch mit einem dicken Grinsen zugeschlagen. Warum? Ja, das lohnt es sich nun selber herauszufinden 🙂

Bewertung: 5 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Kraut und Rübchen“ von Elke Pistor

Verlag: emons:

Seiten: 272

ISBN-10: 3954511797

ISBN-13: 978-3954511792

Preis: 11,90 € (broschiert) / 9,49 € (Kindle)

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