Rezension: „Die wundersame Reise einer finnischen Gebetsmühle“ von Arto Paasilinna

Dieses Buch habe ich im Rahmen meiner TeamLeseChallenge gelesen, da wir hierfür ein Buch eines finnischen Autors lesen mussten. Und da meine Freundin schon mehrere Bücher Paasilinnas gelesen hatte, haben wir uns kurzerhand für eines seiner Werke entschieden.

Lauri Lonkonen ist vom Schicksal gebeutelt. Als wäre es nicht schon genug, dass er seinen Job verloren hat, muss er dann auch noch vom Schiff fallen und eine scheinbar ewige Zeit in nassen Klamotten auf einem Felsen im Meer ausharren. Zum Glück naht Rettung in Form seines guten Freundes Kalle, der ihn nicht nur aus dieser unschönen Situation befreit, sondern auch noch einen neuen Job für Lauri aus der Tasche zaubert. Kalle ist nämlich Erfinder und arbeitet gerade an seiner neuesten Idee, einer mehrsprachigen und hochmodernen Gebetsmühle. Um diese Erfindung nun entsprechend vermarkten und produzieren zu können, begeben sich die beiden Freunde und Geschäftspartner auf eine Reise gen Osten und erleben fortwährend Dige, mit denen sie zu Beginn ihrer Reise wohl eher nicht gerechnet hätten. Doch was auch immer den beiden wiederfährt- sie führen ihren Weg fort und werden nicht müde, immer neue Ideen zu entwickeln- sogar bis hin zu einer neuen Religion…

So richtig weiß ich immer noch nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Alleine die Grundidee des Buches ist ja schon sehr außergewöhnlich, doch der Verlauf der Story erschien mir im Nachhinein wie eine Aneinanderreihung der größtmöglichen Absurditäten. Lauri und Kalle wollen ihre Gebetsmühle vermarkten und begeben sich auf ihre Reise. Im Zug fällt ihnen ein, sie könnten ja auch einen Reiseführer schreiben, nach dem Besuch des Dalai Lamas denken sie sich eine neue Religion aus, und aus dem Gefängnis, in dem sie zwischenzeitlich landen entkommen sie aber selbstverständlich, da ein netter Arzt sich auf ihre Seite schlägt. Und in dieser Art und Weise geht es dann 224 Seiten lang weiter. Für so ein dünnes Buch ist das ziemlich viel Inhalt möchte ich meinen;-) Während des Lesens schwebte wohl oft ein kleines Fragezeichen über meinem Kopf, da ich mich immer wieder gefragt habe: Was möchte uns der Autor wohl mit dieser Geschichte sagen? Möchte er uns etwas damit sagen? Da das Thema Religion recht präsent ist und die beiden Protagonisten sich ja im Verlauf sogar eine eigene Religion ausdenken, die sich dann -natürlich- auch sehr schnell verbreitet, habe ich das Ganze einfach mal für mich dahingehend interpretiert, dass es wohl manchmal auch in unserem Leben so ist, dass irgendwer eine Idee hat und sich diese dann, so absurd sie auch sein mag, unter den Menschen verbreitet und zu einer Ar neuen Wahrheit wird. Mit dieser Erklärung im Hinterkopf kann ich das Buch auch mit all seinen verworrenen Situationen, die mich zugegebenermaßen hin und wieder auch zum Schmunzeln gebracht haben, stehen lassen. Zusammenfassend kann ich also sagen: Wer mal Lust auf „was anderes“ hat, der wird hier auch genau das finden.

Bewertung: 3 von 5 Eulen

Auf einen Blick:

„Die wundersame Reise einer finnischen Gebetsmühle“ von Arto Paasilinna

Verlag: Bastei Lübbe

Seiten: 224 Seiten

ISBN-10: 3404168003

ISBN-13: 978-3404168002

Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 8,49 € (Kindle-Version)

 

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