Rezension: „Fallers große Liebe“ von Thommie Bayer

Und wieder ist ein Buch beendet- „Fallers große Liebe“ hatte ich mir unter anderem auf der letzten Buchverkostung gekauft. Gleichzeitig ist es auch das erste Buch meines Leseteams im Rahmen der TLC, welches ich schon morgen an das nächste Teammitglied weiterreichen werde 🙂

Alexander Stortz führt ein Buchantiquariat in Köln und ist mit dem Verlauf seines bisherigen Lebens noch nicht ganz im Reinen. Eines schönen Tages wird er von einem ihm fremden Mann angesprochen, der ihn fragt, ob er 1. auch Interesse daran hätte eine ganze Bibliothek zu kaufen und 2., ob er die nächsten zwei Wochen schon etwas vor hätte, da er geschäftlich in ganz Deutschland zu tun habe und noch auf der Suche nach einem „Chauffeur“ sei. Kurzentschlossen nimmt Alexander das ungewöhnliche Angebot an und findet sich schon bald am Steuer eines Jaguars wieder, mit welchem er sich und Faller (so der Name des Mannes) durch die Republik manövriert. Die Ziele der Reise erfährt Alexander erst peu à peu- doch schon bald ist ihm klar, dass ihre Route sie entlang der großen Universitätsstädte führt. Faller und er freunden sich in der Zwischenzeit etwas an und führen während ihrer Fahrten Gespräche über Kunst, Literatur und nicht zuletzt auch über die Liebe…

Dieses Buch ist sozusagen die Printversion eines Roadmovies. Zwei Männer, die in einem Auto quer durch Deutschland unterwegs sind und sich während dieser Fahrten näher kennenlernen. Der Schreibstil lässt sich locker und leicht lesen und man hat das Gefühl, die Seiten fliegen nur so an einem vorbei. Die Liebe zu Büchern und Kunst im Allgemeinen sind wichtige Themen und als Vielleser erhält man einige Anregungen für künftigen Lesestoff. Bis kurz vor Schluss hatte ich den Eindruck, dass es hier wohl um die Gespräche der beiden Männer geht, um ihre Ansichten und Erfahrungen mit der Liebe- ein schönes Buch, jedoch ohne größeres erzählerisches Auf und Ab. Dann habe ich gestern Abend die letzten Seiten gelesen und wurde eines Besseren belehrt. Ganz plötzlich sorgt Thommie Bayer dafür, dass man einem absoluten Gefühlschaos unterliegt, weil das Ende des Buches einen einfach mit voller Wucht und völlig unvorbereitet erwischt. Mit offenem Mund und voller Unglauben sitzt man vor der letzten Seite, kämpft mit aufsteigenden Gefühlen wie Wut und Trauer und kommt dann am Ende zu dem Schluss: Gott, ist das ein schönes Buch! Sehr empfehlenswert!

Auf einen Blick:

„Fallers große Liebe“ von Thommie Bayer (2011)

Verlag: Piper

ISBN-10: 3492272142

ISBN-13: 978-3492272148

Seiten: 208

Preis: 8,99 € (Taschenbuch) / 7,49 € (Kindle)

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