Rezension: „Eat, Pray, Love- One Woman’s Search for Everything“ von Elizabeth Gilbert

Kaum hat man endlich ein bisschen Urlaub, da klappt es auch schon wieder viel besser mit dem gewohnten Lesetempo;-) Vor den Weihnachtstagen habe ich „Eat, Pray, Love- One Woman’s Search for Everything“ beendet und kann verkünden: Das ist ein Buch, welches ich euch wirklich ans Herz legen kann.

Elizabeth Gilbert berichtet in ihrem Buch von ihrer eigenen Sinnkrise und dem langen und intensiven Weg aus dieser heraus.                         Mit Anfang 30 hat Elizabeth das Meiste, was sich viele Frauen in ihrem Alter wünschen: Sie ist verheiratet, hat ein Haus und versucht grade schwanger zu werden. Doch eines Nachts, als sie sich weinend auf dem Boden ihres Bades vorfindet, stellt sie fest, dass sie all das überhaupt nicht will. Nach einer weniger schönen Scheidung und einer übereilten anschließenden Affäre, beschließt die Autorin sich eine Auszeit zu nehmen, um wieder zu sich selbst zu finden und sich endlich den Dingen zu widmen, die ihr Lebensfreude und ein notwendiges Gleichgewicht zurückbringen sollen. Die erste Station ihrer Reise führt sie nach Italien, wo sie sich einen lang ersehnten Traum erfüllt: Sie lernt Italienisch. Außerdem lernt Elizabeth das italienische Essen zu schätzen, so dass sie nach ihrem viermonatigen Aufenthalt dort nicht nur viele nette Menschen kennengelernt hat, sondern auch um einige Kilos reicher geworden ist, die sie nun wieder wie einen gesunden Menschen aussehen lassen. Nur die inneren Dämonen wollen Elizabeth noch nicht so ganz in Ruhe lassen. Praktischerweise führt sie ihre Reise als nächstes nach Indien, wo sie vier Monate in einem abgelegenem Ashram verbleibt und fast nichts anderes macht als zu beten und zu meditieren. Nur diese äußere und innere Wiederbelebung und Reinigung führt letztlich dazu, dass sie sich auf ihrer letzten Station, in Indonesien, mit einem Thema beschäftigt, was sie eigentlich komplett außen vor lassen wollte: Liebe…

Mir hat dieser ganz persönliche, in angenehmem Schreibstil verfasste, Erfahrungsbericht von Elizabeth Gilbert wirklich sehr gut gefallen. Auch wenn ich generell der Meinung bin, dass diese ganze „Ich-muss-mich-selbst-finden-Mentalität“, die in unserer heutigen Welt immer präsenter herumgeistert, oft mehr kaputt macht, als heilt, so kann ich es doch gut akzeptieren, wenn es für einige vielleicht doch das Mittel der Wahl ist. Wenn dann auch noch so ein schönes Buch dabei heraus kommt- umso besser 😉 So wie die Autorin ihre Geschichte schildert, kann man einfach alles sehr gut nachvollziehen. Und diejenigen Leser, die sich zudem auch mit den Themen „Glaube“ und „Spiritualität“ identifizieren können, werden hier zahlreiche Gedankenanregungen erhalten. Elizabeth Gilbert trifft auf ihrer Reise so viele wertvolle Menschen, die alle das Ihre dazu tun, dass sie am Ende dort landet, wo sie so dringend sein wollte, dass man am Ende zu einer Schlussfolgerung kommen muss: Es hat alles einen Sinn.

Ich habe das Buch übrigens im englischen Original gelesen, da mir im Vorfeld viel negative Kritik über die deutsche Übersetzung zu Ohren gekommen ist. Grade wenn es darum geht, religiöse oder spirituelle Dinge oder Zustände zu beschreiben, dann muss man manchmal einfach das lesen, was der Autor geschrieben hat, um die wirkliche Intention dahinter zu verstehen. In diesem Fall sicherlich eine gute Entscheidung!

Vielleicht kennt der Ein oder Andere das Buch ja schon oder hat Lust bekommen es zu lesen. Es würde grade sehr gut in diese weihnachtliche Zeit zwischen zwei Jahren passen, wo das Thema „Wandel“ so präsent ist!

Auf einen Blick:

„Eat, Pray, Love- One Woman’s Search for Everything“ von Elizabeth Gilbert (Englisch, 2007)

Verlag: Bloomsbury

ISBN-10: 9780747589358

ISBN-13: 978-0747589358

ASIN: 0747589356

Preis: 6,70 € (Taschenbuch, gesehen bei Amazon) / 5,13 € (Kindle Version)

 

 

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