Rezension: „Der Walhai auf dem Kirchendach“ von Peter Winter

In der vergangenen Woche habe ich eine Rezensionsanfrage des Autors Peter Winter per Email erhalten. Da es sich bei dem zu rezensierenden Werk um seine Gedichtesammlung „Der Walhai auf dem Kirchendach“ handelt, konnte ich mir dieses an den letzten Abenden ganz gemütlich und Stück für Stück zu Gemüte führen.

Zusammengefasst kann ich euch sagen, dass es sich bei „Der Walhai auf dem Kirchendach“ um eine heitere Sammlung von Gedichten handelt, die sich gut als Lektüre für Nebenbei eignet. Die einzelnen Gedichte gibt es in den unterschiedlichsten Varianten und zu den unterschiedlichsten Themen- gemeinsam ist allen der sprachliche Witz, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat. Wer es z.B. mag Geburtstagskarten, Weihnachtskarten o.ä. mit netten Sprüchen und/ oder Gedichten zu versehen, der wird hier sicherlich das Ein oder Andere passende Gedicht finden. Da man über ein solches Werk eigentlich gar nicht so viel mehr schreiben kann, werde ich das Angebot Herrn Winters an dieser Stelle gerne annehmen und euch drei Gedichte, die mir persönlich gut gefallen haben, hier als Leseprobe präsentieren! So kann sich jeder einen ersten Eindruck verschaffen und entscheiden, ob er Lust auf mehr hat 🙂

Christsein 2000 A.D.

Der tief ‚re Sinn von Feiertagen
erschließt sich heut‘ nur noch dem Magen:
Weil Christus uns geboren ist
sitzt man jetzt da und frisst und frisst.
Und dass am Kreuz er einst gehangen
– mit Lämmerbraten wird’s begangen.
An Gleichnisse und Bibelworte
erinnert heut‘ nur noch die Torte,
die wir verzehren zum Dessert
– der Glaube liegt im Magen schwer.
Weil aber Schlanksein Mode ist,
stirbt er wohl aus, der echte Christ.

…und hier kommt das Zweite:

Erste Liebe – die es hätte werden können

Er wartet auf die Straßenbahn
und sie steht stumm daneben.
Die beiden blicken sich nicht an
und doch: die Herzen beben.
„Ach spräch‘ sie nur ein einzig Wort,
was wollt ich ihr da sagen,
doch steht sie immernoch stumm dort
und wie könnt‘ ich es wagen…“
„Warum spricht er mich denn nicht an?
Er lächelt nur von ferne.
Ist er mir doch nicht zugetan,
hat eine andere gerne?“
Er wartet auf die Straßenbahn
und sie steht stumm daneben,
die Tram fährt ein, Liebe vertan,
so ist es oft im Leben.

…und zum Schluss noch eins dazu:

Spott

Nenne keinen Dummen dumm
– der nimmt’s dir krumm!
Tadle nicht das Mittelmaß
– das versteht da keinen Spaß!
Beschimpfe nur die klugen Köpfe,
das freut die vielen armen Tröpfe!
Und spottest du geistiger Spitze
lobt man begeistert deine Witze!

Ihr seht- die Texte lassen sich locker und leicht lesen! Außerdem zeigen sie, wie schön man mit Sprache spielen kann, um auf diese Weise kleine Wahrheiten auf nette Art und Weise an den Mann zu bringen! Vielleicht ist ja jemand neugierig auf mehr geworden?!

Auf einen Blick:

Peter Winter- „Der Walhai auf dem Kirchendach: Heitere Gedichte“ (2013)

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

ISBN-10: 1491064951

ISBN-13: 978-1491064955

Preis: 9,96 € (Taschenbuch)/ 0,99 € (Kindle- Version)

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