Rezension: „Vampir á la carte“ von Lynsay Sands

Zwischen Weihnachten und Neujahr konnte man sich im letzten Jahr jeden Tag ein bestimmtes Buch kostenlos auf seinen Kindle downloaden- und das habe ich dann auch wirklich jeden Tag gemacht- ganz egal, was das für Bücher waren. Die Meisten kannte ich auch wirklich nicht, so dass ich nun eine Menge Bücher aus unterschiedlichen Genres und von mir bislang unbekannten Autoren besitze, die ich mir nach und nach vornehme und mich überraschen lasse.

Letzte Woche habe ich mich dann für das Buch „Vampir á la carte“ von Lynsay Sands entschieden. Vor einiger Zeit hätte ich wahrscheinlich noch behauptet, dass Vampirbücher nichts für mich sind- allerdings habe ich mittlerweile doch einige gelesen (die „Biss“- Reihe, die „House of night“- Reihe…) und fand sie wirklich sehr gut. Von daher bin ich also gleich etwas weniger kritisch an dieses Buch herangegangen und wurde auch ganz gut unterhalten.

In „Vampir á la carte“ lernen wir Cale Valens kennen, der bereits geschmeidige 2000 Jahre auf diesem Planeten verbringt, natürlich unwahrscheinlich gut aussieht, klug und sexy ist. Jeder Unsterbliche ist daran interessiert, irgendwann in seinem Leben seine für ihn bestimmte (sterbliche) Lebensgefährtin zu finden. Bei den Meisten aus seiner Familie hat dies auch schon geklappt, nur Cale hat die Hoffnung bereits so gut wie aufgegeben. Fast schon wiederwillig lässt er sich deswegen auch nur auf den Vorschlag ein, die Schwester der Lebensgefährtin eines Familienmitgliedes zu begutachten. So begibt er sich also in das Restaurant von Alex, einer sehr begabten Köchin. Da Alex jedoch im Moment vom Pech verfolgt zu sein scheint und den Kopf voller Probleme hat, nimmt sie zwar Cales Hilfe an, stellt jedoch gleich klar, dass ein näheres Kennenlernen aktuell nicht erwünscht ist. Zu dumm, dass ausgerechnet sie Cales lang ersehnte Lebensgefährtin zu sein scheint. Jetzt liegt es also an Cale, sie von sich zu überzeugen…

Zugegeben- die Geschichte ist wenig tiefsinnig und sie ist vorhersehbar. Aber das macht mir z.B. in diesem Fall nichts, weil sie einfach witzig geschrieben ist, so dass man sie ganz flüssig lesen kann und immer wieder schmunzeln muss. Die Vorstellung, dass ein Unsterblicher, der seit Jahrhunderten die Lust am Essen gänzlich verloren hat und sich sogar davor ekelt ausgerechnet in einer Köchin seine Lebensgefährtin findet, finde ich doch schon sehr amüsant. Auch einige erotische Szenen und ein weiterer Handlungsstrang, der für etwas Spannung sorgt, wurden eingebunden und sorgen für eine nette, unterhaltsame Mischung. Gegen Ende des Buches hatte ich dann leider das Gefühl, dass die Autorin schnell zum Ende kommen wollte, da einige Handlungen plötzlich sehr zügig abgehandelt wurden und teils sogar einfach übersprungen wurden.

Im Großen und Ganzen ist das Buch also eine nette Lektüre für Zeiten, in denen man leichte Unterhaltung benötigt- vielleicht am Strand im Sommerurlaub. 50 bis 100 Seiten mehr hätten dem Buch sicher gut getan, aber es ist nun mal so wie es ist. Wer Interesse an dieser Art von Büchern hat, dem ist der Nachschub gesichert! Lynsay Sands hat zahlreiche Geschichten dieser Art geschrieben, die alle jeweils ein anderes Familienmitglied in den Vordergrund stellen.

Auf einen Blick:

Lynsay Sands- Vampir á la carte

Verlag: Egmont LYX

ISBN-10: 3802588010

ISBN-13: 978-3802588013

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

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